eTrophy: Bueno gewinnt 1. Lauf von Berlin

Caca Bueno hat den vierten Saisonlauf der Jaguar I-Pace eTrophy in Berlin gewonnen. Der Brasilianer konnte sich souverän gegen den Zweitplatzierten Nick Foster im Auto von Jaguar China Racing durchsetzen. Nach einem harten Kampf, der durch die Nutzung des Attack-Modes entschieden wurde, ging Simon Evans als Dritter vor Sergio Jimenez über die Ziellinie. Oliver Webb im Jaguar VIP-Car wurde Fünfter, Alice Powell vom deutschen Jaguar ran racing Team Germany komplettierte die Top 6.

Bueno, der von Startplatz 1 ins Rennen gegangen war, brachte im ersten von sieben Rennen in Berlin einen souveränen Start-Ziel-Sieg nach Hause. Foster konnte Jimenez noch in der ersten Runde nach einem beherzten Kampf mit einigen Rangeleien und Mauerberührungen überholen. Zwischenzeitlich sah es so aus, als könnte der Australier, der in Berlin für einen der chinesischen Stammfahrer einsprang, Druck auf Bueno ausüben. Doch Schäden am Auto aus dem Kampf in Runde 1 verhinderten ein besseres Ergebnis.

Meister Jimenez war nach besagtem Kampf mit Foster in der ersten Runde hinter Evans zurückgefallen und entschied sich, direkt in der ersten Runde einen Attack-Mode zu nutzen. So konnte er sich schnell durchs Mittelfeld arbeiten und brachte sich wieder in Position im Kampf gegen den Neuseeländer. Als Evans selbst seinen ersten Attack-Mode etwa zwölf Minuten vor Schluss nutzte, rückte Jimenez auf Position 3 vor. Doch Evans setzte mit Hilfe des Attack-Modes in Kurve 3 an, um den Brasilianer zu überholen, und ging auf der Gegengeraden schließlich vorbei.

Danach zeigte sich ein vertrautes Problem: Ohne Attack-Mode ist es in der Jaguar I-Pace eTrophy kaum möglich zu überholen. Jimenez fuhr fast die Hälfte des Rennens hinter Evans her, konnte ihn jedoch erst überholen, als er seinen zweiten Attack-Mode nutzte. Kurz vor Schluss aktivierte auch Evans seine zweite Zusatzleistung und ging wieder am Brasilianer vorbei. Durch das erkämpfte Podium konnte Evans seinen Rückstand in der Meisterschaft auf Jimenez bis auf zwei Punkte verkürzen.

Alice Powell erlebte nach einem durchwachsenen Qualifying ein noch durchwachseneres Rennen. Sie ging von Position 7 ins Rennen, fiel am Start noch eine Platzierung zurück und konnte sich im weiteren Rennverlauf nur auf Position 6 vorarbeiten. Die Positionskämpfe im Mittelfeld waren geprägt von neuen Gesichtern im Jaguar I-Pace. Jaguar China Racing hat aufgrund der Corona-Situation in China beide Fahrer gewechselt. So griffen Nick Foster und Gregory Segers ins Lenkrad. Auch Saudi Racing wechselte Fahrer: Bal Hejaila wurde von Paul Spooner ersetzt.

Der zweite Lauf der Jaguar I-Pace eTrophy findet am Donnerstag um 16:30 Uhr statt.

Das Rennergebnis der Jaguar I-Pace eTrophy in Berlin (1/7)

Platz Fahrer     Team      
1 Caca Bueno ZEG iCarros Jaguar Brasil
2 Nick Foster Jaguar China Racing
3 Simon Evans Team Asia New Zealand
4 Sergio Jimenez ZEG iCarros Jaguar Brasil 
5 Oliver Webb Jaguar VIP Car
6 Alice Powell Jaguar Ran Racing Team Germany
7 Gregory Segers Jaguar China Racing
8 Fajad Algosaibi Saudi Racing
9 Takuma Aoki Team Yokohama Challenge
10 Adalberto Baptista ZEG iCarros Jaguar Brasil 
11 Paul Spooner Saudi Racing

 

Die Fahrerwertung der Pro-Klasse nach dem Berlin E-Prix (1/7)

Platz      Punkte     Fahrer     Team      
1 64 Sergio Jimenez ZEG iCarros Jaguar Brasil
2 62 Simon Evans Team Asia New Zealand
3 34 Alice Powell Jaguar Ran Racing Team Germany
4 30 Caca Bueno ZEG iCarros Jaguar Brasil 
5 16 Mario Haberfeld ZEG iCarros Jaguar Brasil
6 15 Nick Foster Jaguar China Racing
7 15 Takuma Aoki Team Yokohama Challenge
8 5 Gregory Segers Jaguar China Racing
9 0 Manuel Carrera  Jaguar China Racing

 

von Svenja König 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Lucas di Grassi: Einfrierung der Formel-E-Motoren "ein großer Fehler der FIA"

Die wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie machen auch vor der Formel E und den dort engagierten Herstellern nicht Halt. Als Konsequenz hat die Rennserie gemeinsam mit der FIA das Gen2-EVO-Facelift gestrichen und Entwicklungsbeschränkungen für die Hersteller beschlossen: Für die ...


von Tobias Wirtz

Jenson Button steigt als Fahrer mit eigenem Team JBXE in Extreme E ein

Jenson Button wird als Fahrer und Teamchef in der ersten Extreme-E-Saison an den Start gehen. Das gab die neue Offroad-Serie am Montagmorgen offiziell bekannt. Wer seine Teamkollegin wird, will der Brite in den kommenden Wochen entscheiden und verkünden.


von Timo Pape

Formel-E-CEO Jamie Reigle "nicht glücklich", dass Audi & BMW die Serie verlassen

Das Jahr 2020 endete für die Formel E mit einer Hiobsbotschaft: Binnen 48 Stunden gaben die beiden deutschen Hersteller Audi und BMW ihren Ausstieg aus der Elektrorennserie zum Ende der siebten Saison bekannt. Jamie Reigle, CEO der Formel ...


von Tobias Wirtz