Formel-E-TV-Produzenten filmen auch XE

Die britischen Produktionsfirmen Aurora und North One übernehmen die Fernsehproduktion der Rennen der neuen Off-Road-Serie Extreme E, die im nächsten Jahr ihr Debüt feiern wird. Beide Firmen sind keine Unbekannten im E-Motorsport, denn Aurora ist seit dem allerersten E-Prix für das TV-Weltbild der Formel E verantwortlich und arbeitet dafür seit 2017 mit North One zusammen. Beide Firmen sind Töchter der britischen Media3Group. Wie die Serie bekannt gab, wurde ein Vertrag über mehrere Saisons mit Aurora und North One geschlossen.

Die TV-Initiative der Extreme E für die erste Saison soll aus über 30 Stunden Live-Rennübertragung, einer TV-Serie mit 20 Folgen und 300 Kurzfilmen bestehen, die auf verschiedenen digitalen Plattformen veröffentlicht werden. Die Rennaction wird mit Kameras an der Strecke, Onboard-Kameras und Drohnen gefilmt und zusätzlich mit VR-Grafiken, also Grafiken, die auf Elemente der virtuellen Realität zurückgreifen, ergänzt.

Die Übertragungen werden sich im Gegensatz zur Formel E nicht rein auf das Sportliche beziehen. Geplant ist eine Hybrid-Übertragung, die sowohl das Renngeschehen auf der Strecke als auch die Umweltprobleme an der Location beleuchten. Dafür soll ein Produzent Vollzeit im Labor auf dem schwimmenden Fahrerlager St. Helena arbeiten, um die Forschungen der Serie zwischen den Rennen zu präsentieren.

"Da wir keine Fans an der Rennstrecke haben, ist unsere Übertragung quasi das Fenster zum Sport und entscheidend für den Erfolg der Serie", sagt Ali Russel, Marketing-Chef der Extreme E. "Während die Action auf der Strecke das Herzstück der Übertragung darstellt, ist es dennoch unsere Mission, die Zuschauer auf eine Reise mitzunehmen, die jeden Einzelnen inspiriert, sein Handeln und dessen Auswirkungen für die Zukunft der Erde zu überdenken. Dafür spielen unsere Übertragungsinhalte ebenfalls eine zentrale Rolle."

In Deutschland sollen die Rennen sowie die TV-Doku bei Eurosport ausgestrahlt werden.

von Svenja König 

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