Formel E: Warnlicht vor der Attack-Zone?

Die Formel E erwägt einem Bericht der Kollegen von 'e-racing365' zufolge die Einführung eines Warnlichtes, sobald ein Fahrer den Attack-Mode aktivieren will. Damit sollen hinterherfahrende Piloten gewarnt werden, dass der Fahrer die "alternative" Fahrlinie nutzt und verlangsamt. Damit könnten Situationen wie in Mexiko-Stadt, wo NIO-Pilot Oliver Turvey mit Felipe Nasr kollidierte, als dieser den Attack-Mode aktivieren wollte, verhindert werden.

Die Attack-Zone wird oftmals in engen Streckenabschnitten der Formel-E-Stadtkurse positioniert. So befand sie sich in Mexiko-Stadt auf der Fahrbahninnenseite im Bereich der winkligen Stadion-Sektion. Zur Aktivierung musste der Fahrer eine Linkskurve deutlich enger und damit langsamer durchfahren. Turvey wurde durch diese Linienwahl von Nasr überrascht und hatte keine Möglichkeit zu reagieren. Der Brasilianer drehte sich infolge der Kollision und fiel weit zurück. Dies war jedoch nicht der einzige Vorfall dieser Art in dieser Saison.

Die Idee für das Warnlicht stammt von Jean-Eric Vergne, der in Hongkong ein Gespräch mit Rennleiter Scot Elkins führte. "Wie wir gesehen haben, kann es für den Hinterherfahrenden zu Verwirrungen kommen, je nachdem, wo die Attack-Zone positioniert ist", so der Franzose. "Wir wollen nicht ohne Grund über andere Fahrer stolpern und sinnlos Rennen ruinieren. Ich denke, so etwas könnte funktionieren, wenn man es gut umsetzt. Lasst es uns abwarten."

Der Automobilweltverband FIA, der für die Regeln der Elektrorennserie verantwortlich ist, scheint die Idee für gut befunden zu haben und prüft eine Einführung zur neuen Saison. Die technischen Voraussetzungen wären in jedem Fall gegeben: Formel-E-Fahrzeuge verfügen bereits über ein Warnlicht, das bei Regen eingeschaltet wird und zudem beim Rekuperieren aufblinkt, um nachfolgende Piloten zu warnen.

von Tobias Wirtz 

Zurück

Offiziell: Formel E fährt 2020 in Jakarta

Binnen weniger Monate ist aus dem Traum, die Formel E bereits in der Saison 2019/20 in die indonesische Hauptstadt Jakarta zu holen, Wirklichkeit geworden. Auf einer Pressekonferenz am Freitag präsentierte Alberto Longo, der ...


von Tobias Wirtz

Jamie Reigle im Portrait: Vom Superbowl zum Formel-E-Geschäftsführer

Los Angeles, 10. September 2017. Im ovalen Memorial Coliseum, dem Stadion des lokalen American-Football-Teams, fiebern bei Temperaturen von 30 Grad Celsius über 60.000 begeisterte Sportfans dem Saisonauftakt der heimischen "Rams" entgegen. Das Duell ...


von Tobias Bluhm

Toto Wolff: Lewis Hamilton wäre "durchaus offen" für Zukunft in Formel E

Spätestens seitdem Lewis Hamilton im Oktober 2018 seinen inzwischen fünften Weltmeister-Titel in der Formel 1 einfahren konnte, zählt der Brite zu den besten Rennfahrern seiner Generation. Hamilton sorgt sich zeitgleich jedoch auch wie ...


von Tobias Bluhm