Jani über Rassismus: "Müssen etwas ändern"

Die Diskussion über die Diskriminierung Schwarzer Menschen im Motorsport erreicht auch die Formel E. Nachdem die Elektroserie erst einige Wochen nach dem gewaltsamen Tod des US-Amerikaners George Floyd auf die "Black Lives Matter"-Protestbewegung reagierte, forderte nun auch Porsche-Pilot Neel Jani mehr Gleichberechtigung im Rennsport.

"Mein Vater ist aus Indien und hat in seiner Vergangenheit ganz sicher Diskriminierung erfahren", erklärte der Schweizer in einer Pressekonferenz von Porsche, der auch 'e-Formel.de' beiwohnte. "Ich war dank der Bemühungen meiner Eltern immer in einer privilegierten Position. Trotzdem ist das ein Thema, auf das alle mehr achten müssen. Man kann Sachen natürlich auch übertreiben und die Dinge zu weit treiben. Da muss man eine Balance finden. Aber selbstverständlich müssen wir etwas ändern. Das ist ein sehr wichtiges Thema."

Die FIA Formula E selbst hielt sich mit Solidaritätsbekundungen zur "Black Lives Matter"-Bewegung eher zurück. In einem offenen Brief gingen Geschäftsführer Jamie Reigle und der Vorstandsvorsitzende Alejandro Agag vor etwas mehr als einer Woche - und damit deutlich später als andere internationale Rennserien - knapp auf das Thema ein: "Wir stehen gemeinsam gegen Diskriminierung in jeder Form, indem wir eine inklusive Kultur fördern, in der Diversität in jeder Form einen Platz hat", schrieben sie zum Start ihrer #PositivelyCharged-Kampagne. "Wir wissen, dass dies ein Rennen ohne Ziellinie ist. Aber das bedeutet nicht, dass wir nicht trotzdem schneller voranschreiten können."

 
 
 
View this post on Instagram

#PositivelyCharged

A post shared by ABB Formula E (@fiaformulae) on

von Tobias Bluhm 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

DJ-Karriere, Erdöl-Botschafter & Restaurantbesitzer: Was machen eigentlich die Ex-Formel-E-Fahrer? (1/3)

Vor wenigen Wochen feierte die Formel E den sechsten Jahrestag ihres ersten E-Prix in Peking (13.09.2014). Seit dem Debütrennen entwickelte sich die Elektroserie in rasantem Tempo zu einer der technologisch relevantesten Motorsport-Kategorien der Welt. Insgesamt 69 Fahrerinnen und ...


von Tobias Bluhm

Andretti United stellt Hansen & Munnings als Fahrer für 1. Extreme-E-Saison vor

Nach Chip Ganassi Racing ist Andretti United das zweite Team der Extreme E, das seine beiden Fahrer für die Debütsaison der Off-Road-Rennserie vorgestellt hat. Wie das Team am Montag bekannt gab, werden Timmy Hansen und Catie Munnings für ...


von Svenja König

Romain Grosjean: "Die Formel E ist definitiv eine Option"

Romain Grosjean kann sich vorstellen, im kommenden Jahr in der Formel E zu fahren. Das erklärte der französische Formel-1-Pilot während einer Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag im Vorfeld des Grand Prix von Russland. Weil derzeit vieles darauf hindeutet, dass ...


von Timo Pape