New York City E-Prix: Alle Strafen im Überblick

Ein letztes Mal in dieser Saison müssen die Rennkommissare der Formel E beim Rennen in New York City wieder über die Einhaltung sämtlicher Regeln und die Bestrafungen von Verstößen urteilen. Hier findest du eine Auflistung aller Entscheidungen der Rennleitung in "Big Apple".

Strafen vom Swiss E-Prix

  • Edoardo Mortara muss in New York City fünf Startplätze nach hinten. Die Rennkommissare sahen ihn in Bern als Schuldigen bei der Kollision mit BMW-Pilot Alexander Sims.

Strafen vor dem Freien Training am Samstag

  • Jaguar verstieß gegen die vorgeschriebene Nachtruhe, indem das Team um 6:04 Uhr das Tor zu seiner Garage öffnete. Da das Ende der Nachtruhe jedoch erst am Montag von 6:00 Uhr auf 6:30 Uhr verschoben wurde, ließen die Rennkommissare Gnade walten und sprachen lediglich eine Geldstrafe von 2.000 Euro aus.
  • NIO beging den gleichen Verstoß, hier wurde die Garage schon um Punkt 6:00 Uhr geöffnet. Auch die Chinesen erhielten eine Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro.
  • Mahindra öffnete die Garage auch bereits um 6:01 Uhr. Auch die Inder erhielten eine Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro.
  • Aller guten Dinge sind vier: Auch bei HWA hatte man die neueste Version des Zeitplans offenbar nicht gelesen, da die Mechaniker um 6:05 Uhr die Garagentore öffneten. Auch hier gab es eine Geldstrafe in Höhe von 2.000 Euro.

Strafen im und nach dem Rennen am Samstag

  • Sam Bird erhielt im Rennen eine Zeitstrafe von zehn Sekunden, da er eine Kollision mit Jose Maria Lopez verursacht hatte.
  • Jerome d'Ambrosio erhielt im Rennen eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, da er Gary Paffett dazu zwang, die Strecke zu verlassen.
  • Jean-Eric Vergne und Felipe Massa wurden in der Schuldfrage der Kollision kurz vor Rennende freigesprochen. Nach einem Kontakt beim Anbremsen in Kurve 1 kam es zu einem weiteren Kontakt in Kurve 2. Hierbei prallte Vergne gegen die Wand auf der Kurveninnenseite, und Massa drehte sich. Mehrere hinterherfahrende Piloten, darunter Jerome d'Ambrosio, Andre Lotterer und Stoffel Vandoorne, prallten gegen die beiden Fahrzeuge, die die Strecke blockierten. Die Rennkommissare entschieden, dass keiner der beiden Fahrer die Alleinschuld trug und sprachen keine Strafen aus.
  • Oliver Rowland und Edoardo Mortara wurden ebenfalls freigesprochen. Beide Fahrer waren im Rennen kollidiert, was zum Ausfall von Mortara führte. Auch hier entschieden die Rennkommissare, dass keiner der beiden Fahrer die Alleinschuld trug, und sprachen keine Strafen aus.
  • Die Rennkommissare schmetterten einen Protest von DS Techeetah gegen Lucas di Grassi ab. Nach Meinung der Chinesen soll di Grassi im Chaos nach der Kollision von Bird und Lopez in Runde 2 Lotterer so lange angeschoben haben, bis dieser sich drehte. Die Rennkommissare entschieden nach dem Studium von Telemetrie- und Videodaten, dass alle übrigen Kollisionen in dieser Situation eine unausweichliche Folge der blockierten Strecke waren. Zunächst war Lotterer trotz Vollbremsung auf Vergne aufgefahren. Daraufhin fuhr di Grassi auf Lotterer auf, was zum Dreher des Deutschen führte. Auch hier entschieden die Rennkommissare, keine Strafen auszusprechen.
  • Alex Lynn erhielt eine Rückversetzung um 20 Startpositionen für das Rennen am Sonntag, da bei seinem Fahrzeug der Elektromotor gewechselt werden musste, nachdem er am Samstag mit einem technischen Defekt ausgeschieden war.
  • HWA erhielt eine Geldstrafe von 500 Euro, da zwei Teammitarbeiter an Fahrzeugteilen arbeiteten, obwohl sie nicht als "operatives Personal" zugelassen waren. Die Formel E unterscheidet dies anhand der Farben ihrer Paddock-Pässe. Die beiden Mitarbeiter trugen einen blauen Pass, mit dem sie offiziell nicht ans Auto dürfen.

Strafen nach dem Qualifying am Sonntag

  • Alex Lynn erhielt eine Durchfahrtsstrafe, da er sich auf Platz 21 qualifizierte und so seine Rückversetzung nicht vollständig antreten konnte.
  • Tom Dillmann erhielt eine Rückversetzung um 3 Startpositionen, da er im Qualifying Gary Paffett behindert hatte.

Strafen im und nach dem Rennen am Sonntag

  • Andre Lotterer erhielt eine Durchfahrtsstrafe, da er laut FIA eine "gefährliche Kollision" mit Jose Maria Lopez verursacht hatte, der als Resultat dieser Kollision ausschied. Diese wurde in eine Zeitstrafe von 22 Sekunden umgewandelt, blieb jedoch ohne Auswirkung, da auch Lotterer sein Rennen nach der Kollision beenden musste.
  • Mitch Evans erhielt nachträglich eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe, da er in der letzten Runde eine Kollision mit Lucas di Grassi verursacht hatte. Diese wurde in eine Zeitstrafe von 37 Sekunden umgewandelt.
  • Mitch Evans erhielt nachträglich eine Durchfahrtsstrafe. Jaguar hatte gegen den "Battery Software Implementation Guide" verstoßen, der vorschreibt, dass die Leistung bei einer Batterietemperatur von 73,5 Grad Celsius auf 88 kW reduziert werden muss. Die Strafe wurde in eine Zeitstrafe von 22 Sekunden umgewandelt. Diese Strafen änderten jedoch nichts mehr am Ergebnis, weil Evans nach der Kollision mit di Grassi bereits 17. und damit Letzter war.
  • Alex Lynn erhielt wegen des gleichen Verstoßes gegen den "Battery Software Implementation Guide" ebenfalls nachträglich eine Durchfahrtsstrafe, die in eine Zeitstrafe von 22 Sekunden umgewandelt wurde. Lynn fiel so um vier Positionen auf Platz 16 zurück.
  • Jean-Eric Vergne wurde nach seinem Titelgewinn zu einem Tag gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Vorausgegangen war ein skandalöser Boxenfunk im Samstagsrennen von New York: Vergne hatte gefordert, dass sein Teamkollege Lotterer auf der Strecke anhalte, um eine Safety-Car-Phase zu verursachen. Dieser kuriosen Geschichte haben wir einen eigenen ausführlichen Artikel gewidmet.
von Tobias Wirtz 

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