Santiago E-Prix: Alle Strafen im Überblick

Auch im neuen Jahr wachen die Rennkommissare der Formel E wieder über die Einhaltung sämtlicher Regeln und müssen bei Verstößen das Strafmaß festlegen. In diesem Artikel findest du eine Auflistung aller Entscheidungen der Rennleitung im Rahmen des Santiago E-Prix 2020.

Strafen vor und nach dem Shakedown am Freitag

  • Beim Mercedes-Silberpfeil von Stoffel Vandoorne wurde vor dem Shakedown festgestellt, dass die Mindestkühltemperatur der Einheitsbatterie von McLaren Applied Technologies nicht eingehalten wurde. Die Konsequenz: 1.500 Euro Geldstrafe für das Team.
  • Antonio Felix da Costa wurde im Shakedown mit 60 km/h in der Boxengasse "geblitzt". Erlaubt waren wie immer nur 50 km/h. DS Techeetah muss deshalb eine Geldstrafe von 1.000 Euro (100 Euro pro 1 km/h) an die FIA überweisen.

Strafen im Freien Training

  • Auch Jaguar muss 1.500 Euro Geldstrafe bezahlen, da am Wagen von Mitch Evans die "Leistungsverfügbarkeit" nicht den Vorgaben von Batteriehersteller McLaren Applied Technologies entsprach.
  • Jerome d'Ambrosio erhielt eine Verwarnung, weil er es versäumte, bei der Full-Course-Yellow-Übung während des 1. Freien Trainings innerhalb von fünf Sekunden auf 50 km/h zu verlangsamen.
  • Dragon muss 5.000 Euro Strafe bezahlen, da die Mechaniker des Teams vergaßen, ein Gebläse für die Bremskühlung vom Auto Brendon Hartleys zu entfernen, bevor dieser die Box verließ. Hartley verlor das Gebläse anschließend auf der Strecke und verursachte so eine rote Flagge.
  • Nio erhielt eine Geldstrafe von 2.500 Euro, da die Mechaniker des Teams nicht wie vorgeschrieben langärmlige Kleidung trugen, als sie die Batterie an das Ladegerät anschlossen, um die Elektrik zu prüfen.
  • Porsche erhielt ebenfalls eine Geldstrafe von 2.500 Euro, da auch hier die Mechaniker des Teams keine langärmlige Kleidung trugen, als die gleichen Arbeiten durchgeführt wurden.

Strafen im Qualifying

  • Oliver Rowland wurde disqualifiziert, da Reparaturen an seinem Fahrzeug vorgenommen wurden, als dieses noch unter Parc-ferme-Bedingungen war. Von Startplatz 22 wurde Rowland somit ans Ende des Feldes versetzt.

Strafen im bzw. nach dem Rennen

  • Oliver Rowland erhielt eine Durchfahrtsstrafe, da er eine Kollision verursacht hatte. Außerdem gab es zwei Strafpunkte für den Nissan-Piloten.
  • Ma Qing Hua erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, da bei seinem Fahrzeug die "Leistungsverfügbarkeit" nicht den Vorgaben von Batteriehersteller McLaren Applied Technologies entsprach.
  • Nyck de Vries erhielt eine Zeitstrafe von fünf Sekunden, da die Mindestkühltemperatur der Einheitsbatterie zum wiederholten Male nicht eingehalten wurde. Diese Zeitstrafe warf ihn vom dritten auf den fünften Platz zurück.
  • Daniel Abt erhielt nachträglich eine Durchfahrtsstrafe, die in eine Zeitstrafe von 30 Sekunden umgewandelt wurde, da er eine Kollision mit Felipe Massa verursacht hatte. Abt fiel so von Platz 8 auf 14 zurück. Außerdem erhielt der Deutsche zwei Strafpunkte auf seine Rennlizenz.
  • Ma Qing Hua erhielt eine 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe, die in eine Zeitstrafe von 45 Sekunden umgewandelt wurde, da er den vorgeschriebenen Attack-Mode im Rennen nicht verwendete.
  • Jerome d'Ambrosio erhielt nachträglich eine Durchfahrtsstrafe, die in eine Zeitstrafe von 30 Sekunden umgewandelt wurde, da die aus der Batterie abgerufene Energie nicht dem homologierten "Strompedal-Mapping" entsprach.
  • Auch Sebastien Buemi erhielt mit der gleichen Begründung nachträglich eine Durchfahrtsstrafe, die in eine Zeitstrafe von 30 Sekunden umgewandelt wurde.
  • Nico Müller erhielt eine Zeitstrafe von 10 Sekunden, da er eine Kollision mit Andre Lotterer verursacht hatte.
  • Andre Lotterer erhielt eine Zeitstrafe von 10 Sekunden, da er eine Kollision mit Alexander Sims verursacht hatte.
  • Andre Lotterer erhielt anschließend eine Verwarnung, da er nach einem Dreher unsicher auf die Strecke zurückgekehrt war.
  • Andre Lotterer wurde überdies disqualifiziert, da er mehr als die maximal erlaubte Leistung von 200 kW abrief. Die im Fahrzeug angebrachten Sensoren maßen einen Energie-Output von 230,51 kW.
von Tobias Wirtz 

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