Sanya E-Prix: Alle Strafen im Überblick

Auch beim Sanya E-Prix haben die Rennkommissare der Formel E wieder einige Strafen ausgesprochen. Hier findest du eine Auflistung aller Entscheidungen der Stewards.

Strafen nach dem Shakedown

  • Und täglich grüßt das Murmeltier: Jaguar muss 1.000 Euro Geldstrafe berappen, nachdem beim Fahrzeug von Mitch Evans gegen den Battery Software Implementation Guide verstoßen wurde. Ein Problem, das bereits seit dem Saisonstart in Diriyya diverse Male bei unterschiedlichen Teams aufgetreten ist. Als Folge des Verstoßes wird beim Bremsen zuviel Energie rekuperiert, wenn die Batterie annähernd vollkommen aufgeladen ist.
  • Weitere 1.000 Euro kostet es Jaguar, dass beim Auto von Nelson Piquet jr. das gleiche Problem auftrat.
  • Und damit nicht genug: Auch Dragon Racing muss 1.000 Euro bezahlen. Das Vergehen am Fahrzeug von Jose Maria Lopez war das gleiche wie bei den Jaguar-Piloten.

Strafen im und nach dem 1. Freien Training

  • 1.000 Euro kostet es Mahindra Racing, dass Pascal Wehrlein zweimal die schwarz-weiß-karierte Flagge sah. Wehrlein gab sich einsichtig: Er sei versehentlich nicht in die Box abgebogen, nachdem er zum ersten Mal abgewunken worden war.
  • Die Untersuchungen gegen beide Audi-Fahrer wegen einer möglichen Überschreitung des Geschwindigkeitslimits in der Full-Course-Yellow-Phase wurden ohne Strafe eingestellt: Beide Fahrer hatten die grüne Flagge gezeigt bekommen, bevor sie beschleunigten. Ob diese möglicherweise aus Versehen gezeigt wurde, blieb unklar. Normalerweise hebt der Renndirektor über Funk nach einen Countdown die Full-Course-Yellow wieder auf.
  • Die zweite Geldstrafe von 1.000 Euro für Mahindra Racing: Am Wagen von Jerome d'Ambrosio leuchteten die LEDs nicht auf, die den Zustand des RESS (Rechargeable Energy Storage System, zu deutsch: wiederaufladbares Energiespeicher-System) anzeigen.

Strafen im und nach dem Qualifying

  • Sebastien Buemi wurde in der Super-Pole disqualifiziert, da die Bremsen an seinem Fahrzeug nicht dem Reglement entsprachen.

Strafen im und nach dem Rennen

  • Rennsieger Jean-Eric Vergne erhielt eine Verwarnung, da er während der Safety-Car-Phase mehr als zehn Fahrzeuglängen Abstand zum Safety-Car hielt. Es handelt sich um Vergnes zweite Verwarnung in dieser Saison.
  • Andre Lotterer erhielt eine Geldstrafe von 2.000 Euro, da er während der Full-Course-Yellow statt den erlaubten 50 km/h ganze 81 km/h schnell fuhr. Von einer höheren Strafe sahen die Rennkommissare ab, da Lotterer zu diesem Zeitpunkt bereits die Ziellinie überquert hatte.
  • Ähnlich erging es Daniel Abt: Der Kemptener erhielt eine Geldstrafe von 1.000 Euro, da er nach dem Zielstrich trotz Full-Course-Yellow mit 68 km/h "geblitzt" wurde.
  • Aller guten Dinge sind drei: Auch Sebastien Buemi darf 2.000 Euro an die FIA überweisen, da er 99 km/h während derselben Full-Course-Yellow-Phase auf dem Tacho hatte.
  • Buemi erhielt zudem für das Verursachen einer Kollision mit Robin Frijns, die den Niederländer und Lucas di Grassi in der vorletzten Runde aus dem Rennen riss, eine nachträgliche Zeitstrafe von 10 Sekunden. Dies warf den Schweizer von Platz 6 auf Platz 8 zurück.
  • Lucas di Grassi erhielt eine Geldstrafe von 5.000 Euro, da er nach eben diesem Unfall ohne die Erlaubnis des Renndirektors aus dem havarierten Fahrzeug ausstieg. Er brachte so sich und andere Personen in Gefahr, sodass sich die Rennleitung gezwungen sah, in der letzten Runde Full-Course-Yellow auszurufen.
  • Edoardo Mortara erhielt nachträglich eine Durchfahrtsstrafe, die in eine Zeitstrafe von 16 Sekunden umgewandelt wurde, da er den Attack-Mode nur einmal verwendete - einmal weniger als vorgeschrieben. Dies warf den eigentlich Zehntplatzierten aus den Punkten und spülte seinen Venturi-Kollegen Felipe Massa hinein.
von Tobias Wirtz 

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