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Agag: "Formel E würde liebend gern in Baku fahren"

Baku wäre der ideale Ort für ein Formel-E-Rennen. Das sagt jedenfalls Serienboss Alejandro Agag über die Hauptstadt von Aserbaidschan, die seit 2016 einen eigenen Formel-1-Grand-Prix austrägt. Baku war in der vergangenen Woche in die Schlagzeilen geraten, als der lokale Event-Promoter des F1-Rennens, Arif Rahimov, gegen den neuen Formel-1-Eigner Liberty Media wetterte, nachdem dieser Kritik am Grand Prix geäußert hatte.

Inwieweit Agags Aussagen politisch motiviert sind, wollen wir nicht kommentieren, jedoch auf die Möglichkeit hinweisen. Gegenüber 'Motorsport.com' sagte der Spanier: "Die Formel E würde liebend gern in Baku fahren. Dort gibt es einen Straßenkurs im Herzen der Stadt, der sich perfekt für unsere Serie eignen würde." Zumindest in seiner aktuellen Form könnte der Kurs von Baku allerdings kein Formel-E-Rennen abhalten, schließlich ist die Strecke von Hermann Tilke ganze sechs Kilometer lang. Formel-E-Strecken erstrecken sich zumeist auf 2,5 bis drei Kilometer.

Baku sei "eine wunderschöne Stadt in einem wachsenden Motorsportmarkt", lobt Agag weiter. "Das erste Rennen in Aserbaidschan letztes Jahr war ein echtes Spektakel. Ich habe das Rennen mit Spannung im Fernsehen verfolgt, und jeder vor Ort hat mir versichert, es sei perfekt organisiert gewesen." Spätestens bei dieser Aussage dürfte der geneigte Leser misstrauisch werden.

"Es ist enorm wichtig für den Motorsport, neue Regionen anzusprechen und so ganz neue Fans zu erreichen", sagt Agag und weist darauf hin, dass aktuell schon fünfmal so viele Baku-F1-Tickets verkauft worden sind wie zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. "Wir wollen die Elektromobilität in ihrer natürlichen Umgebung, den Stadtzentren, erlebbar machen. Wir wollen den Rennsport zu den Leuten bringen, und zwar auf Strecken wie eben Baku."

Dass die Formel E gern im westlich-asiatischen Raum expandieren würde, ist - unabhängig von jeglicher politischer Motivation - kein Geheimnis. Astana (Kasachstan), Dubai (VAE) oder etwa Neu Delhi (Indien) waren allesamt bereits im Gespräch über ein eigenes Rennen. Der provisorische Rennkalender für die vierte Saison wird in den kommenden Wochen erwartet.

von Timo Pape 

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