Alejandro-Agag-Pitwall-Valencia

Agag plant Marketing-Boom für Formel E: "Werden überall präsent sein"

Für die "zweite Generation" der FIA Formel E hat Geschäftsführer Alejandro Agag große Pläne. Die Elektroserie soll noch weiter wachsen, der Fokus noch stärker auf der Vermarktung der Serie liegen. Dafür sind, so Agag, auch im kommenden Jahr erhebliche Investitionen seitens der Dachgesellschaft Formula E Holdings in Planung.

"Der Firma geht es finanziell sehr gut", sagt der Spanier gegenüber 'e-racing365'. "Dennoch werden wir mehrere Millionen Dollar aufbringen, um den Marketing-Plan der Serie auszudehnen. Jeder wird den Schub sehen können. In Saison 5 werden wir überall präsent sein."

Hohe Einnahmen der letzten zwei Jahre und einige für die Rennserie finanziell sehr lukrative Verträge, beispielsweise die langfristige Etablierung des Diriyya E-Prix in Saudi-Arabien oder der Deal mit dem Schweizer Industriegiganten ABB, sorgen für eine sich stetig bessernde Finanzlage der Elektroserie. Hinzu kommen große Sponsorenverträge wie mit der saudi-arabischen Airline Saudia, Bosch oder Heineken.

Doch auch hier ist bald ein Maximum erreicht. Agag weiß: "Insgesamt sind wir damit bei 15 Hauptsponsoren und auf diese Partner sollten wir uns konzentrieren. Es wird der Punkt kommen, an dem wir keinen Platz für neue Sponsoren mehr haben. Ganz erreicht haben wir ihn noch nicht, aber wir kommen ihm näher."

"Um die Formel E auf das nächste Level zu bringen, muss unsere Fangemeinschaft wachsen", nennt der Spanier das große Ziel für die kommende Saison. "Ich denke, genau dafür können wir das neue Auto nutzen. Das ist die klare Zielstellung."

Im vor einigen Monaten veröffentlichten Geschäftsbericht der Formel E für das Geschäftsjahr bis zum 31. Juli 2017 vermerkten die Serienverantwortlichen, dass die Rennserie weiterhin rote Zahlen schreibt. Insgesamt 20,8 Millionen Euro soll die Firma "Formula E Operations Ltd" allein 2017 verloren haben. In der Zeitspanne seit der Gründung der Formel E steht die Serie damit insgesamt 128 Millionen Euro im Minus.

Doch die Einnahmen der Serie wachsen ebenso an: Trotz der 128 Millionen Euro Schulden verfügt die Formel E über insgesamt 121 Millionen Euro an Gewinnrücklagen. Womöglich könnte die Formel E also schon in diesem Jahr erstmals mehr Geld als Schulden haben. Diese würden im Anschluss stückweise abgebaut werden. Die finanzielle Situation hatte bislang zudem zur Folge, dass sich die Serie mit finanziellen Investitionen eher zurückhielt. Vor der fünften Formel-E-Saison soll sich diese Situation ändern.

Zusätzliche Berichterstattung von Tobias Bluhm

von Svenja König 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Jaguar I-Pace eTrophy: Deutsches Team vorgestellt, Rennen im Stream bei ran.de

Ein weiteres Puzzleteil fügt sich in das Bild der ersten Jaguar I-Pace eTrophy-Saison. Am Freitag wurde in München das vierte Team des Markenpokals vorgestellt. Der deutsche Rennstall wird in Saison ...
von Svenja König
Kobayashi-Andretti

Agag: Formel E "braucht einen japanischen Fahrer"

Mit Namen wie Felipe Massa, Sebastien Buemi oder Stoffel Vandoorne verfügt die Formel E ohne Frage über eines der stärksten Fahrerfelder in der Welt des Motorsports. Nur wenige internationale Rennserien ...
von Tobias Bluhm
11-Car-Audi-Spain

Vor neuer Formel-E-Saison: Di Grassi rechnet mit "5 oder 6 Teams im Kampf um Rennsiege"

Die Formel E könnte in der neuen Saison spannender denn je werden. Die obligatorischen Pre-Season-Testtage, die vor knapp einem Monat im spanischen Valencia stattfanden, haben Fahrern, Teams, Medien und Fans ...
von Tobias Bluhm
Roborace-DevBot-2.0-Car

DevBot 2.0 statt Roboter-Auto: Roborace erst ab 2021 fahrerlos

Roborace, die planmäßig erste autonome Rennserie der Welt, wird in ihrer ersten Saison nun wohl doch teilweise mit einem Fahrer hinter dem Lenkrad starten. Das bestätigten die Verantwortlichen der Roboter-Serie ...
von Tobias Bluhm