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Agag resümiert Formel-E-Saison: "Ein Traum, der zur Wirklichkeit wurde"

Mit einem spannenden Finalwochenende in New York beschloss die Formel-E-Meisterschaft vor etwas mehr als einer Woche ihre Saison 2018/19. Jean-Eric Vergne (DS) krönte sich am "Big Apple" zum zweiten Mal zum Meister in der Elektroserie und wurde damit der erste Champion in der neuen "Gen2"-Ära der Formel E.

"Diese Saison war wie ein Traum, der zur Wirklichkeit wurde", resümiert Formel-E-Gründer Alejandro Agag das erste Jahr mit den neuen Fahrzeugmodellen. "In der ersten Saison wussten wir noch nicht einmal, ob wir das Jahr tatsächlich beenden würden. Nach fünf Jahren hier zu stehen, die Entwicklung der Technologie zu beobachten und zu sehen, wie die Reichweite der Autos auf der Strecke und die unserer Übertragungen am Fernseher größer wird, ist einfach toll."

Vor der Saison führte die Formel E ein neues Fahrzeug ein, das nicht nur die maximale Leistung von 200 auf 250 Kilowatt anhob, sondern auch die Reichweite des Vorgängermodells nahezu verdoppelte (von 28 zu 52 kWh Akku-Kapazität). Äußerlich verpasste ein neues Chassis der Elektroserie einen futuristischeren Look, bei dem die Formel E auf einen Heckflügel verzichtete und stattdessen auf einen großen Diffusor setzte, um Anpressdruck zu generieren. Hinzu kamen Änderungen am Sportlichen Regelwerk wie die Einführung von Zeitrennen oder des Attack-Modes.

Während derzeit noch keine konkreten Finanzzahlen zur Formel-E-Saison 2018/19 vorliegen, gehen Insider bereits jetzt vom geschäftlich erfolgreichsten Jahr der Elektroserie aus. Schon 2017/18 vergrößerte die Formel E ihre Social-Media-Reichweite um 1.300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 330 Millionen TV-Zuschauer sahen die Saison im Fernsehen, weitere 476.000 Menschen besuchten die E-Prix an der Rennstrecke. Mit dem wachsenden Interesse an der Elektromobilität und elektrischem Motorsport ist für die kürzlich beendete Saison mit noch besseren Zahlen zu rechnen.

Das ahnt auch Agag: "Die Formel E ist ein Game-Changer für Elektrofahrzeuge in aller Welt", erklärt der 48-Jährige, "und das bedeutet auch, dass die Menschen immer wieder zu unseren Rennen kommen. Das Feedback der Fans ist, ganz besonders beim Finalrennen in Brooklyn, großartig gewesen."

Während hinter den Kulissen der Hersteller die Testfahrten vor der Homologation für das nächste Jahr auf die Zielgerade gehen, traf sich die Führungsetage der Formel E in der vergangenen Woche zur jährlichen Generalversammlung in London. Die Ergebnisse des Treffens sind bislang streng geheim, jedoch wird davon ausgegangen, dass dort womöglich der Kanadier Jamie Reigle zum neuen Formel-E-CEO gewählt wurde. Wir berichteten bereits vor einer Woche über den NFL-Funktionär, der Agag auf seiner bisherigen Position beerben soll. Agag soll stattdessen zum Vorstandsvorsitzenden der Serie aufsteigen. Zeitgleich wird der Spanier den Aufbau der Formel-E-Schwesterserie "Extreme E", die Rallyes mit elektrischen SUV-Buggys austragen wird, begleiten.

von Tobias Bluhm 

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