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Agag über Tesla in der Formel E: "Elon Musk denkt nicht darüber nach, Rennsport zu betreiben"

Seit der ersten Stunde der Formel E fordern Fans, dass Tesla mit einem eigenen Team in die vollelektrische Formelserie einsteigt. Schließlich ist das Unternehmen von Elon Musk nach wie vor für viele Menschen die erste Assoziation, wenn es um Elektroautos geht. Auch Audi-Pilot Lucas di Grassi forderte Ende 2017 bei 'TopGear.com', "dass sich Tesla in der Formel E engagieren sollte". Der Brasilianer nannte den E-Auto-Hersteller sogar als wichtigen Grund für den Erfolg der Formel E.

Tesla selbst hatte sich zuletzt im Januar 2016 gegenüber 'Omnicorse.it' zur Formel E geäußert: "Tesla ist und wird sich nicht in der Formel E engagieren - wir haben andere Prioritäten als den Sport", erklärte Communication Manager Charles Delaville damals. Seitdem sind mehr als drei Jahre vergangen, doch grundlegend hat sich bei den US-Amerikanern seitdem offenbar nichts geändert.

Erst kürzlich traf sich Formel-E-Gründer Alejandro Agag mit Tesla-Guru Musk zum Gespräch, wie der Spanier im Exklusiv-Interview mit 'e-Formel.de' verriet. "Wir hatten 45 Minuten und haben in dieser Zeit drei Minuten über die Formel E gesprochen, und in der übrigen Zeit hat er mir alles über den Mars erklärt", sagt Agag mit einem verständnisvollen Lachen im Gesicht.

Foto: FIA Formula E / Sebastian Gabsch

"Wir hätten Tesla natürlich gern dabei", erklärt der Formel-E-Boss weiter. "Aber Elon Musk hat mir in dem Meeting erzählt, dass er nicht wirklich darüber nachdenke, Rennsport zu betreiben. Denn er braucht den Fokus seiner Ingenieure und seiner Teams, um die Straßenfahrzeuge auszuliefern. Sie versuchen, die Produktion hochzufahren etc. Darauf möchte er sich konzentrieren, was auch absolut okay ist."

Formel-E-Fans werden also auch in absehbarer Zukunft auf Tesla verzichten müssen - zumindest in Form eines Rennstalls. Denn beim Greentech-Festival, das im Rahmen des diesjährigen Berlin E-Prix stattfinden wird, könnte der US-Autobauer aufschlagen.

"Wir sind in den finalen Gesprächen mit Tesla, dass sie auch zum Fest zu kommen", verrät uns Nico Rosberg, Mitbegründer des Greentech-Festivals. "Elon Musk war 2010 ja selbst einer der Preisträger", erklärt der Formel-1-Weltmeister von 2016 weiter. "Ich habe gestern noch mit ihnen (Tesla) gesprochen und hoffe, dass sie auch kommen werden." Zu wenig Aussteller muss Rosberg allerdings nicht befürchten: "Wir haben bereits 60 Hersteller - volles Haus."

Foto: Dan Bathie / Spacesuit Media

von Timo Pape  

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Kommentar von EffEll |

Elon Musk wähnt sich ja eher als Weltverbesserer. Da erscheint ein Engagement in der Formel E tatsächlich zu banal.
Auch ich denke - irgendwie passt das nicht zusammen.

Kommentar von Jean Hoffmann |

Noch hat Tesla ja auch einen riesigen Entwicklungsvorsprung. Sollten sich die Autos irgendwann mal gleichen, oder die Konkurrenz Innovationen aus dem Rennsport einbauen, werden es die Performance und Ludicrous Modelle dann sicher schwerer ohne Rennsport haben. Außerdem gibt es ja heute das "geniale" Konstrukt des Titelsponsors.

Kommentar von Helmut |

Aus der vollmundig angekündigten Production E-GT oder wie auch immer die Serie heißen sollte, ist ja auch nichts geworden. Liegt wohl daran, dass die Model S nicht für mehr als fünf Minuten Volllast geeignet sind.

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