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Alejandro Agag: Formel-E-Übernahme gescheitert, trotzdem weiterhin voller Einsatz

Obwohl Alejandro Agags Versuch, mit einem Angebot über 600 Millionen Euro die komplette Kontrolle über die Formel E zu übernehmen, gescheitert ist, fühlt er sich der Rennserie weiterhin zu 100 Prozent verpflichtet. Die übrigen Teilhaber der Formula E Holdings Ltd. mit Sitz in Hongkong, der die Rennserie gehört, waren nicht bereit, ihre Anteile an den Spanier abzugeben.

Agags Angebot im Mai kam zum selben Zeitpunkt, als der frühere Manager des Fußballvereins Manchester City, Garry Cook, dem Unternehmen beitreten sollte. Der umstrittene Cook trat diese Position jedoch aus persönlichen Gründen am Ende gar nicht erst an.

Agag bestätigte 'e-racing365' gegenüber im Rahmen des New York City E-Prix die Pattsituation: "Ich habe es versucht, was immer gut ist. Gott liebt diejenigen, die etwas versuchen. Daher habe ich mit einigen Unterstützern versucht, einen größeren Anteil am Unternehmen zu erwerben. Natürlich habe auch ich keine 600 Millionen Euro unter meinem Kopfkissen, aber meine Teilhaber, mit denen ich ein großartiges Verhältnis habe, sind nicht scharf darauf, ihre Anteile abzutreten."

Agags derzeitiger Anteil an der Formula E Holdings Ltd. wird auf 8 bis 10 Prozent geschätzt. Größter Anteilseigner ist der Konzern Liberty Global, der mindestens 25 Prozent der Anteile besitzen soll.

Trotz des gescheiterten Übernahmeangebotes bleibt Agag CEO des Unternehmens: "Ich bin zu 100 Prozent der Formel E verpflichtet. Im Grunde will niemand jetzt gerade Anteile an der Formel E verkaufen. Ganz im Gegenteil, jeder will Anteile erwerben, sodass es wohl darauf hinauslaufen wird, dass ich nicht mehr Anteile kaufen werde. Aber das verringert mein Engagement für die Rennserie nicht im Geringsten. Wir starten nun in eine neue Ära, daher ist es nun wichtig, die Marke mit weiteren Investitionen voranzubringen. Aber die neue Ära wird anders sein."

Gerüchten zufolge hat sich die finanzielle Situation der Formel E durch eine bedeutende Vorauszahlung aus Riad massiv verbessert. In der saudi-arabischen Hauptstadt wird im Dezember der erste E-Prix der fünften Formel-E-Saison stattfinden. Die Organisatoren des ersten Formel-E-Rennens auf der arabischen Halbinsel haben einen 10-Jahre-Vertrag mit der Formel E abgeschlossen. Dieser Vertrag soll einen hohen zweistelligen Millionenbetrag in die Kasse der Rennserie spülen.

"Die Firma (Formula E Holdings) verdient offensichtlich Geld, es gibt einen positiven Cashflow. Aber wir investieren alles wieder, um die Formel E noch erfolgreicher zu machen. Der Plan für das nächste Jahr ist, immer größer und größer zu werden. Und ich werde weiterhin dabei sein", so Agag.

von Tobias Wirtz 

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