Audi-Felge-Reifen-Formel-E

Audi enthüllt neues Formel-E-Auto, Lucas di Grassi & Daniel Abt bestätigt

Der Vorhang ist gefallen - Audi hat seinen ersten elektrischen Werksrennwagen für die kommende vierte Formel-E-Saison vorgestellt: den Audi e-tron FE04. Bei einem Launch-Event am Mittwochabend in Neuburg, dem auch 'e-Formel.de' beiwohnte, bestätigten die Ingolstädter außerdem das Fahrer-Line-up für die Saison 2017/18: Formel-E-Meister Lucas di Grassi bleibt wie erwartet im Sattel, und auch der deutsche Rennfahrer Daniel Abt darf ein weiteres Jahr in der Elektroserie Strom geben. Neuer Teamchef wird überraschend der ehemalige Audi-Fahrer Allan McNish.

In der Formel E dürfen die Teams und Hersteller den Antriebsstrang entwickeln, der aus Motor, Getriebe, Teilen des Fahrwerks und der entsprechenden Software besteht. Herzstück des Audi e-tron FE04 ist die Kombination aus Motor und Getriebe. Der Fokus der Ingenieure liegt darauf, diese Motor-Getriebe-Einheit immer effizienter zu gestalten und den Wirkungsgrad zu erhöhen. Bei der Kraftübertragung setzt das Team Audi Sport ABT Schaeffler in der Saison 2017/18 auf ein Hocheffizienz-Getriebe mit nur einem Gang.

Ein neues Design in den Grundfarben Weiß, Metallicgrün und Schwarz hebt den Audi e-tron FE04 auf den ersten Blick deutlich von jenem Auto ab, mit dem Lucas di Grassi im Juli den Meistertitel in der Formel E gewann. Der 33 Jahre alte Brasilianer geht erstmals in seiner Karriere mit der Startnummer 1 des Titelverteidigers in eine neue Saison und ließ es sich bei der Weltpremiere in Neuburg nicht nehmen, den neuen Elektrorennwagen leise surrend auf die Bühne zu fahren.

"Gemeinsam mit unserem Technologiepartner Schaeffler haben wir den Antriebsstrang komplett neu entwickelt", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Man erkennt das auf den ersten Blick am neuen Carbon-Gehäuse des Antriebs. Außerdem klingt das Auto auch anders, weil wir technisch neue Wege gehen", lässt der Deutsche geheimnisvoll verlauten.

Lucas di Grassi und Daniel Abt bilden in der Formel E seit dem ersten Tag ein starkes Duo, das bei den 33 bisher ausgetragenen Rennen 24 Podien, sechs Siege und vier Pole-Positions erzielte. Beide nehmen ihre vierte Formel-E-Saison in Angriff. Der 24-jährige Abt erhält einen Vertrag als Audi-Werksfahrer - mit der Startnummer 66 und zusätzlichen roten Farbmarkierungen, die es den Zuschauern erleichtern, die Autos der beiden Audi-Piloten zu unterscheiden.

Neuer Teamchef und damit das Gesicht des Teams Audi Sport ABT Schaeffler in der Formel E ist Allan McNish. Der Schotte hat das Team bereits die gesamte dritte Saison an den Rennstrecken begleitet und unterstützt. Nun führt der frühere Formel-1-Pilot, langjährige Audi-Werksfahrer und dreimalige Le-Mans-Sieger die Mannschaft offiziell und repräsentiert sie auch.

"Als erster deutscher Automobilhersteller engagieren wir uns nach fast 40 Jahren erfolgreichem Motorsport auf höchstem Niveau nun auch in der Formel E - mit dem Ziel, neue Technologien für die Serie zu erproben und weiterzuentwickeln", sagt Peter Mertens, Technik-Vorstand der AUDI AG. "Nach quattro, TFSI, TDI, Hybridantrieb und vielen anderen Innovationen ist unser erstes Formelauto ein Vorbote unserer Produktoffensive im Bereich der Elektromobilität, die wir 2018 mit dem Audi e-tron einläuten." Audi hatte auf der IAA angekündigt, noch vor 2025 mehr als 20 elektrische Modelle im Programm zu haben, darunter Plug-in-Hybride und rein batterieelektrische Autos.

Seine Rennpremiere feiert der Audi e-tron FE04 am 2. Dezember 2017 beim Saisonauftakt der Formel E in Hongkong. In den kommenden Tagen ist der neue Elektro-Rennwagen bereits auf der Rennstrecke zu sehen: An diesem Freitag und Samstag präsentiert Audi den FE04 mit Daniel Abt am Steuer bei den E-Mobility Play Days auf dem Red Bull Ring in Österreich. Danach ist von Montag bis Donnerstag das spanische Valencia Schauplatz der einzigen offiziellen Formel-E-Testfahrten vor Beginn der neuen Saison. Dort sind beide Audi-Piloten im Einsatz.

von Timo Pape 

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Kommentar von Simon |

Ich hätte mir etwas mehr Rot auf dem Auto gewünscht. Aber sonst sieht es gut aus

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