DS-Virgin-Racing-in-Hongkong

Bird & Virgin vor Marrakesch: "Müssen Punkte einfahren"

Nach einer ermutigenden Leistung zu Beginn der Formel-E-Meisterschaft 2016/17 in Hongkong will das britisch-französische Team DS Virgin Racing im zweiten Rennen in Marrakesch Punkte einfahren. Für die Premiere der Rennserie auf dem afrikanischen Kontinent baut das Team auf die Leistungsfähigkeit des DSV-02 und seiner Fahrer.

Virgin fährt mit großer Entschlossenheit nach Marrakesch. Beim ersten Rennen in Hongkong hatten Jose Maria Lopez und Sam Bird zwar die zweite Startreihe erobert, konnten sich aber keine Punkte sichern. Das gesamte Team blickt nun auf das zweite Rennen der Saison.

Einigen Mitgliedern von Virgin ist die marokkanische Streckenführung schon bekannt: "Hier habe ich bereits dreimal in der FIA-Tourenwagen-Weltmeisterschaft gewonnen", sagt Lopez. "Die Strecke ist ein bisschen eng, aber ein Formel-E-Rennwagen ist nicht so groß wie ein WTCC-Bolide. Es wird ein spannender Wettkampf."

Neben dem Argentinier haben auch einige Ingenieure im Team schon Erfahrungen auf der Rennstrecke von Marrakesch gesammelt und dort Siege gefeiert. Von diesem Vorteil will das Team profitieren. Fahrtests im Virgin-Simulator haben ergeben, dass die Formel-E-Rennwagen eine Spitzengeschwindigkeit von 210 km/h erreichen können; das sind 5 km/h mehr als in der WTCC. Mahindra hatte Anfang der Woche Topgeschwindigkeiten von 190 bis 195 km/h genannt - warten wir ab, wer recht hat.

Die Streckenführungen in Marrakesch und in Hongkong unterscheiden sich stark voneinander. Die marokkanische Strecke misst rund 500 Meter mehr. Die längste Rennstrecke der Saison stellt eine weitere Herausforderung dar: Das Team muss die richtige Strategie wählen, um die Batterien zu schonen. In Hongkong hat sich Bird durch eine besonders hohe Energieeffizienz ausgezeichnet und ging vor dem Fahrzeugwechsel einige Runden lang in Führung.

Nicht nur auf der Rennstrecke wird die richtige Strategie eine große Rolle spielen. Der ePrix von Marrakesch findet während der COP22 statt. Zu dem Klimagipfel versammeln sich die wichtigsten Länder der Welt im Kampf gegen den Klimawandel. Hierzu hat DS Virgin Racing am 10. November 2016 einen Innovationsgipfel an seiner Box abgehalten, an dem Experten für Elektrofahrzeuge und nachhaltige Technologien teilnahmen.

Alex Tai, Teamchef von DS Virgin, vertraut auf die Werte seines Arbeitgebers: "Wir sind in den Weltraum gefahren, wir sind mit Biotreibstoff geflogen und wir haben als Erste eine alleinige Weltumrundung ohne Zwischenstopp absolviert. Virgin ist ein Unternehmen, das die nachhaltige Entwicklung vorantreibt."

Sportlich gesehen wollen "Pechito" Lopez und Sam Bird in Marrakesch den ePrix von Hongkong vergessen machen: "Für mich startet die Meisterschaft jetzt; wir müssen Punkte einfahren", erklärt Bird. "Das Team will die Gelegenheit ergreifen, ganz vorne mit dabei zu sein", so der Brite.

Fotocredit: DS Virgin/Dan Bathie

von Erich Hirsch 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Podium-Konfetti-Formel-E-Berlin-Tempelhof-Heidfeld-Rosenqvist

24.000 Fans in Berlin - Veranstalter mit Zuschauerzahlen "absolut zufrieden"

Der Berlin ePrix am 10. und 11. Juni glich einem Volksfest für die Mobilität von morgen. Egal ob Audi, Jaguar oder Mercedes - zahlreiche Automobilhersteller präsentierten ihr Elektroportfolio und lockten ...
von Timo Pape
Jose-Maria-Lopez-Virgin-Berlin-Tempelhof

DS Virgin Racing beim Berlin ePrix: 3 Zentimeter haben gefehlt

Die Fahrer von DS Virgin Racing, Jose Maria Lopez und Sam Bird, beendeten den ersten Lauf des ePrix von Berlin vor zwei Wochen in den Punkterängen. Im zweiten Rennen am ...
von Timo Pape
Audi-Logo-Formula-E-Car-Lucas-di-Grassi

"Alleinige Kontrolle" - Audi will Abt Formel E GmbH übernehmen

Der deutsche Automobilhersteller Audi steht offenbar vor der Übernahme der Abt Formel E GmbH. Das bestätigte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch in der 'Heilbronner Stimme'. "Abt Formel E" ist eine Tochter der ...
von Timo Pape
Berlin-Tempelhof-Round-8-Starting-Scenes

Regeländerungen Saison 4: Mehr Leistung, mehr Testtage, mehr Racing

Auf dem Weg zu umfangreichen Änderungen im Formel-E-Regelwerk ab 2018 passte die FIA am Montag mehrere Artikel im Sportlichen Reglement der Elektroserie für Saison vier an. Neben aufregenden neuen Schauplätzen ...
von Tobias Bluhm