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BMW-Pilot Sims verzweifelt nach Rom-Debakel: "Nur einmal ein problemloses Rennen…"

In einem turbulenten siebten Saisonrennen der Formel E in Rom kam BMW-Pilot Antonio Felix da Costa, der als Gesamtführender in das Rennwochenende gegangen war, nicht über einen neunten Platz hinaus. Immerhin holte der Portugiese noch zwei Punkte für die Meisterschaft, die am Ende womöglich noch wichtig werden könnten. Sein Teamkollege bei BMW i Andretti Motorsport, Alexander Sims, hatte beim Rom E-Prix Pech und kam nur als 17. ins Ziel.

Im Qualifying war Felix da Costa als Führender in der Fahrerwertung in der ersten Gruppe angetreten. Obwohl er hier der Schnellste war, kam er am Ende nicht über Position 13 hinaus, denn die erste Startgruppe hatte erneut die schwierigsten Streckenbedingungen, die keine schnelleren Rundenzeiten zuließen. Aufgrund von zwei Startplatz-Strafen für Konkurrenten ging Felix da Costa schließlich als Elfter ins Rennen. Allerdings wurde der E-Prix bereits in der zweiten Runde infolge eines Unfalls abgebrochen. Es dauerte mehr als 45 Minuten, bis die Fahrzeuge hinter dem Safety-Car wieder auf die Strecke zurückkehrten.

Im weiteren Rennverlauf kämpfte Felix da Costa im Mittelfeld um jede Position und beendete das Rennen auf dem neunten Platz. In der Fahrerwertung liegt der Portugiese nun auf dem zweiten Rang, hat aber nach wie vor alle Chancen auf den Titel.

"Zunächst einmal ist es wichtig, wieder einige Punkte gesammelt zu haben und in der Fahrerwertung vorne dabei geblieben zu sein", erklärt Felix da Costa. "Trotzdem bin ich etwas frustriert, denn unser Fahrzeug war heute deutlich schneller, als wir es im Rennen zeigen konnten. Leider hat uns die Qualifying-Gruppe einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aus dem Mittelfeld dann noch ganz nach vorn zu kommen, ist in der Formel E extrem schwierig."

Sims: "Ein wirklich harter Tag für mich"

Teamkollege Sims hatte bereits im Qualifying Pech. Auf seiner schnellen Runde stoppte ihn ein technisches Problem, sodass er vom Ende des Feldes ins Rennen gehen musste. Auf der rutschigen Strecke beschädigte er sich dann in der ersten Runde die Front seines BMW iFE.18. Nach dem Re-Start wurde er von der Rennleitung mit einer 10-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe belegt. Sims überquerte schließlich als 17. die Ziellinie.

"Das war ein wirklich harter Tag für mich. Eigentlich hatte ich mich in den Trainings gut auf die Strecke eingestellt und war recht gut unterwegs", erklärt Sims. "Doch dann war nach dem technischen Problem im Qualifying eigentlich auch schon der Rest des Tages gelaufen. Vom letzten Startplatz ging es eigentlich nur noch darum, viele Runden im Rennen zu drehen und möglichst viel zu lernen. Ich habe wieder einmal gesehen, dass in der Formel E unglaublich viel passieren kann, mit dem man nicht rechnet. Trotz allem bin ich überzeugt, dass ich einen guten Speed habe. Es muss uns nur einmal gelingen, ein problemloses Rennen zu absolvieren. Das werde ich in Paris erneut versuchen."

BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt sagt: "Die Formel E hat sich auch beim ersten Europa-Rennen als unberechenbar präsentiert. Wieder gab es einen Rennabbruch, wieder bekamen die Fans eine Menge Action auf der Strecke zu sehen. Antonio konnte als Neunter weitere Punkte sammeln. Mehr war heute nicht drin, aber diese Zähler können am Ende noch sehr wertvoll sein. Alexander steckte nach technischen Schwierigkeiten im Qualifying und dem Start vom letzten Platz im hinteren Feld fest und kam am Ende auf Rang 17. Jetzt werden wir uns konzentriert auf Paris vorbereiten. Glückwunsch an Jaguar zum ersten Formel-E-Sieg."

Teamchef Roger Griffiths ergänzt: "Das Rennen war für uns eine gute Lektion in Sachen Schadensbegrenzung. Angesichts unserer Startplätze ging es darum, Antonio im Rennen um die Spitzenplätze in der Fahrerwertung zu halten. Das ist uns gelungen. Er liegt als Zweiter nur einen Punkt hinter Platz 1 und hatte im Rennen einige Zweikämpfe im Mittelfeld. Dabei lag der Fokus immer darauf, das Auto ins Ziel zu bringen und wichtige Punkte mitzunehmen. Alexander konnte vom letzten Startplatz nicht viel ausrichten, zumal dann noch die Strafe dazukam. Dennoch hat er das Rennen genutzt, um mit Blick auf den Rest der Saison so viel wie möglich zu lernen."

von Timo Pape 

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