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Bringen große Namen auch großen Erfolg? - Venturi Formula E Team

Teil 6 unserer großen Teamvorstellungsrunde auf 'e-Formel.de' dreht sich um den einzigen monegassischen Rennstall der Rennserie: Venturi.

Auch das Team von Gildo Pastor geht seit Beginn der Formel-E-Geschichte an den Start. Der Sprung an die Spitze gelang bislang jedoch noch nicht, wenngleich es schon zweimal sehr knapp war... Venturi ist gemeinsam mit Andretti das einzige Team, das in vier Jahren keinen einzigen Sieg erzielen konnte. Um dies zu ändern, wurden vor der Saison alle Hebel in Bewegung gesetzt: Mit Felipe Massa wurde einer der ganz großen Namen im Formelsport verpflichtet. Neue Teamchefin und Anteilseignerin der Truppe ist Susie Wolff.

Wolff war zuvor selbst als Rennfahrerin aktiv. Über die Formel Renault und die Formel 3 kam die Schottin - damals noch unter ihrem Mädchennamen Stoddard - in die DTM. Hier fuhr sie sieben Jahre für Mercedes. Anschließend wurde sie, inzwischen verheiratet mit Toto Wolff, Test- und Entwicklungsfahrerin beim Formel-1-Team Williams, wo sie auch dreimal in Freien Trainings zum Einsatz kam. Die Tatsache, dass ihr Ehemann über eine Risikokapitalgesellschaft Anteilseigner bei Williams und gleichzeitig Vorstandsmitglied des Unternehmens war, mag hierbei nicht geschadet haben. Ende 2015 beendete sie ihre Rennfahrerkarriere. Wolff unterstützt seitdem mit ihrem Programm "Dare to be different" Mädchen und junge Frauen dabei, in den Motorsport einzusteigen.

Venturi setzt in der fünften Formel-E-Saison den gemeinsam mit ZF entwickelten Venturi VFE-05 ein. Auch Neueinsteiger HWA Racelab geht mit dem identischen Antriebsstrang von Venturi an den Start. Das Fahrzeug ist silber lackiert, zusätzlich gibt es hellblaue Elemente.

Mit der Verpflichtung von Felipe Massa gelang Venturi der wohl größte Coup im Vorfeld der fünften Formel-E-Saison. Der 37-jährige Ex-Formel-1-Pilot geht erstmals am 15. Dezember in Diriyya für die Monegassen an den Start und wird neuer Teamkollege von Edoardo Mortara, der seine zweite Formel-E-Saison bestreitet.

Felipe Massa (#19, Brasilien)

Seit mehr als 20 Jahren ist der 1,66 Meter große Brasilianer in Formelautos unterwegs. Nachdem er 1999 die Brasilianische Formel Chevrolet gewann, ging er nach Europa, wo er auf Anhieb den Formel Renault 2000 Eurocup und die Italienische Formel Renault gewann. Er stieg in die Euro Formel 3000 auf, die Nachfolgeserie der Italienischen Formel-3000-Meisterschaft. Mit sechs Siegen in acht Rennen gewann er auch hier den Titel.

Das Sauber-Formel-1-Team wurde so auf Massa aufmerksam und bot ihm ein Cockpit für die Saison 2002 an. Dies verlor er nach seiner Debütsaison jedoch wieder an Heinz-Harald Frentzen, woraufhin Massa als Testfahrer zu Ferrari wechselte. Ein Jahr später erhielt er jedoch wieder ein Stammcockpit bei Sauber und empfahl sich dort mit guten Leistungen. Dies führte dazu, dass er 2006 als Nachfolger von Rubens Barrichello zu Ferrari wechselte und Teamkollege von Michael Schumacher wurde.

Nach einem dritten und einem vierten Platz in der WM hatte Massa 2008 die große Chance auf den Titel: Er gewann das Saisonfinale in seinem Heimatland - sein Team und tausende Fans wähnten ihn schon als Formel-1-Weltmeister. Lewis Hamilton überholte bei stärker werdendem Regen wenige Kurven vor dem Ziel noch den auf Trockenreifen chancenlos herumrutschenden Timo Glock und sicherte sich mit einem Punkt Vorsprung seinen ersten WM-Titel. Im folgenden Jahr hatte Massa einen schweren Unfall, der fast sein Karriereende bedeutet hätte: Bei einer Geschwindigkeit von 240 km/h traf ihn eine Metallfeder, die ein vorausfahrendes Fahrzeug verloren hatte, am Helm. Massa erlitt schwerste Kopfverletzungen und fiel monatelang aus.

In den folgenden Jahren konnte er als Teamkollege von Fernando Alonso nicht mehr an die Leistungen der Vorjahre anknüpfen und wechselte 2014 zu Williams. Nach drei Jahren, in denen er jeweils von seinem Teamkollegen Valtteri Bottas geschlagen wurde, gab er sein Karriereende in der Formel 1 bekannt. Nachdem Bottas jedoch als Nachfolger des zurückgetretenen Nico Rosberg zu Mercedes wechselte, fuhr er noch eine weitere Formel-1-Saison bei Williams. Zuvor hatte Massa bereits für das mit Williams kooperierende Jaguar-Team einen Formel-E-Rennwagen getestet.

Nach seinem Formel-1-Karriereende wurde Massa im Dezember 2017 Präsident des FIA-Kartsportverbandes CIK.

Edoardo Mortara (#48, Schweiz)

Edoardo Mortara fuhr erstmals 2006 im Formelsport: In der Italienischen Formel Renault belegte er am Saisonende Platz 4. Er wechselte in die Formel-3-Euroserie, wo er als bester Rookie die Saison auf dem achten Rang beendete. Im folgenden Jahr wurde er Vizemeister hinter Nico Hülkenberg. Es folgte der Wechsel in die GP2, wo er beim Auftaktwochenende seinen ersten Sieg feierte. Im weiteren Saisonverlauf konnte er jedoch nicht mehr an die Leistung anknüpfen und hatte mehrere Ausfälle. Anders lief es beim Macau Grand Prix - hier gewann Mortara das Formel-3-Rennen.

Da er im folgenden Jahr kein Cockpit in der GP2-Serie fand, wechselte er wieder in die Formel-3-Euroserie, wo er mit sieben Siegen in 18 Rennen Meister wurde. Beim Macau Grand Prix siegte er erneut und war damit der erste Pilot seit Geoff Lees im Jahr 1980, der dieses Rennen zweimal in Folge gewinnen konnte. Am Saisonende wechselte Mortara zu Audi in die DTM. In sechs Jahren, in denen er für die Ingolstädter fuhr, gewann er achtmal. 2016 wurde er sogar Vizemeister. Außerdem trat er zwischen 2011 bis 2013 im GT-Cup in Macau an und gewann alle drei Rennen.

2017 wechselte Mortara innerhalb der DTM zu Mercedes, wo er jedoch nicht an die Erfolge seiner Audi-Zeit anknüpfen konnte und somit keine Rolle im Titelkampf spielte. Mercedes vermittelte ihm ein Cockpit bei Venturi für die Formel-E-Saison 2017/18, die er parallel zur DTM bestritt. Bereits beim Auftaktwochenende in Hongkong erzielte er sein erstes Podiumsresultat, und ohne einen Dreher kurz vor dem Ziel hätte er sogar gewonnen. Er schloss die Saison als zweitbester Rookie auf dem 14. Platz ab.

Mortaras Statistik in der Formel E:

  • 9 Rennen
  • 29 Punkte
  • 0 Siege
  • 1 Podium
  • 0 Poles
  • 0 Schnellste Rennrunden
  • 0 FANBOOSTS

Morgen früh geht es schon weiter mit der großen Teamvorstellungsreihe auf e-Formel.de - erfahre dann alles über Nissan e.dams.

von Tobias Wirtz 

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Kommentar von Simon |

Ich glaube die ARD und ZDF werden sich vor ihren Übertragungen bei euch auf der Seite informieren. Nicht das die Kommentatoren wieder so ahnungslos sind wie beim Berlin Rennen.

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