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Brüssel ePrix vor dem Aus: "Es wird sehr schwierig"

Der Brüssel ePrix droht bereits aus dem Formel-E-Kalender zu fliegen, bevor das erste Rennen überhaupt stattgefunden hat. Laut Promoter ist es "sehr schwierig", eine neue Location für den voraussichtlich achten Saisonlauf der Elektroserie am 1. Juli 2017 zu finden. Möglicherweise könnte das Rennen um ein Jahr auf 2018 verschoben werden. In der vergangenen Woche hatte sich die Lokalpolitik gegen den geplanten Straßenkurs in Koekelberg entschieden.

Die Formel E ließ nach dem Beschluss verlauten, dass man nach wie vor eine grundsätzliche Einigung mit der Stadt Brüssel für dieses Jahr habe - zumindest, wenn eine passende Alternativ-Location gefunden würde. Danach sieht es momentan nicht aus. Event-Promoter Stephan Uhoda betonte abermals sein Bestreben, einen anderen Austragungsort innerhalb der belgischen Hauptstadt zu finden. Die Suche gestalte sich jedoch als immer schwieriger.

"Wir sind sehr enttäuscht über die Entscheidung der Regierung, aber wir verstehen auch, dass die Formel E immer noch ein sehr junges Projekt ist mit ihrer ungewohnt urbanen Herangehensweise", sagt Uhoda gegenüber 'Motorsport Week'. "Die Ämter und auch die Anwohner sind sehr misstrauisch und möchten Sicherheiten haben. Die brauchen jedoch ihre Zeit."

"Es wird sehr schwierig, noch eine andere Stelle in Brüssel zu finden, wo wir dieses Jahr fahren könnten", erklärt der Promoter des Brüssel ePrix weiter, "aber wir sind mit der Formel E und der Stadt nach wie vor auf der Suche. Sollten wir nicht schleunigst eine andere Location finden, nehmen wir uns hoffentlich alle Erfahrungen aus diesem Jahr zu Herzen, um all die lokalen Probleme zu lösen und ein großartigen Brüssel ePrix 2018 zu organisieren."

Sollte das Formel-E-Rennen von Brüssel abgesagt werden, wonach es aktuell eher aussieht, würde voraussichtlich eine Lücke im Rennkalender zurückbleiben. Allerdings kamen vergangene Woche auch Gerüchte auf, nach denen über ein zweites Rennen in Deutschland diskutiert werde. Ob an diesen Spekulationen etwas dran ist, können wir nicht bestätigen. Ebenso wenig, ob es sich in einem solchen Fall um ein Doppelrennen in Tempelhof handeln würde oder um eine ganz andere Location.

von Timo Pape 

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