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Bürger fordert Formel-E-Rennen in Köln, Stadtverwaltung bremst Euphorie

Das Kölner Rathaus hat eine "Bürgereingabe" bezüglich eines Formel-E-Rennens erhalten. Darin fordert ein Bürger eine dauerhafte Rennstrecke in Köln, auf der unter anderem einmal im Jahr die Formel E fahren könnte. Das berichtet 'Express.de'. Nun müssen sich die politischen Gremien mit dem Gesuch befassen. Die Chancen auf einen Köln E-Prix sind jedoch äußerst gering.

Erst kürzlich hatte eine Mehrheit im Stadtrat unter grüner Führung den Klimanotstand für Köln ausgerufen. Das Auto - ob nun elektrisch oder als Verbrenner - soll früher oder später verschwinden. "Das Ansinnen einer innerstädtischen Rennserie widerspricht den Bestrebungen der Stadt Köln, nachhaltig den Verkehr in Köln zu reduzieren, stärker in Richtung Klimaschutz zu agieren und den Straßenraum grundsätzlich den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung zu stellen", heißt es in einer ersten Stellungnahme der Verwaltung.

Zudem fehle in Köln der Platz für eine Rennstrecke. "Das Ansinnen steht in direkter Konkurrenz der Bedürfnisse einer wachsenden Stadt mit vermehrter Nachfrage nach Wohnnutzungen und Gewerbeflächen. Städtische Flächen für diese spezielle Freizeitnutzung können im öffentlichen Interesse unter Abwägung der unterschiedlichen Bedarfe nicht zur Verfügung gestellt werden", erklärt die Verwaltung. Auch private Flächen seien nicht vorhanden.

Der engagierte Kölner Bürger war mit der Frage "Warum gibt es eigentlich keine Rennstrecke in Köln?" auf die Stadtverwaltung zugegangen. In seiner Bürgereingabe argumentiert er mit einem Imagegewinn für die Stadt Köln. Ein Rennevent gehöre zur DNA der Automobilstadt Köln, erklärt er und nennt die Automobilhersteller Ford, Toyota und Renault, die allesamt Standorte in Köln haben und "sich bestimmt engagieren würden". Darüber hinaus würde man "mit einer dauerhaften Rennstrecke auch die ganzen 'illegalen' Rennfahrer von der Straße holen".

Die Stadtverwaltung schlägt vor, den Antrag, den der Bürger gemäß §24 der Gemeindeordnung NRW über das Online-Kontaktformular "Anregungen und Beschwerden" der Stadt Köln eingereicht hat, am 21. Januar 2020 in der Sitzung des Ausschusses für Anregungen und Beschwerden "aufgrund mangelnder Realisierbarkeit" abzulehnen. Das letzte Wort haben zwar die 13 stimmberechtigten Mitglieder des Ausschusses, der vom Grünen-Politiker Horst Thelen geleitet wird. In der Praxis folgen die Ausschussmitglieder jedoch dem Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung.

Selbst wenn die Stadt Köln einer Rennstrecke für die Formel E wider Erwarten zustimmen würde, wäre ein E-Prix äußerst unwahrscheinlich. Unzählige Städte weltweit machen sich Hoffnungen auf ein eigenes Formel-E-Rennen. Deutschland hat mit Berlin bereits einen Austragungsort. Zudem wäre ein zweites Rennen in Süddeutschland, wo die Formel-E-Hersteller Audi, BMW, Mercedes und Porsche ihre Werke haben, deutlich realistischer als Köln.

Foto: Shivraj Gohil / Spacesuit Media

von Timo Pape  

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Kommentar von EffEll |

Ich denke das hätte auch gut in die Kurzmeldungen gepasst. Im Gegenzug wäre die durchaus diskussionswürdige Kurzmeldung über Helmut Marko mMn besser in den News aufgehoben. Wäre es theoretisch eigentlich möglich, Kommentare in den Kurzmeldungen zuzulassen? Zu dem damaligen Einstieg von Abt in die Extreme E hätte ich gerne ein Kommentar abgesetzt. Leider gab es auch dazu damals nur eine Kurzmeldung

Kommentar von Timo |

Moin! Vom Newswert her war dieser Artikel tatsächlich als Kurzmeldung geplant. Da der Text dann aber doch recht lang wurde und ich für Samstag eigentlich gar keinen Hauptartikel eingeplant hatte, haben wir ihn "geupgradet" - erzeugt immer besser Aufmerksamkeit als eine Kurzmeldung. Helmut Marko war hingegen zu kurz für einen Hauptartikel, obwohl ich schon den Absatz zu den Generatoren hinzugeschrieben habe.

Deinen Hinweis mit der Kommentarfunktion unter Kurzmeldungen nehme ich auf. Das wird früher oder später kommen, versprochen. ;)

Gruß, Timo

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