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"Das Blatt hat sich gewendet" - Die besten Fahrerstimmen aus Zürich

Piero Taruffi, Alberto Ascari, Juan Manuel Fangio - Lucas di Grassi. Beim ersten Zürich E-Prix setzte sich der Brasilianer nach 39 packenden Runden gegen seine Formel-E-Rivalen im ersten Rundstreckenrennen der Schweiz seit 64 Jahren durch und fügte seinen Namen zur Liste der legendärsten Namen der Rennsportgeschichte hinzu. Was di Grassi und seine Fahrerkollegen nach dem Event zu sagen hatten, haben wir dir hier zusammengetragen.

Lucas di Grassi (Audi, 1.): "Das Wochenende hier in Zürich war fantastisch, man hat die Atmosphäre bis ins Auto gespürt. Im ersten Stint habe ich ein bisschen Energie gespart und drei Autos überholt, auch wenn das Manöver gegen Mitch (Evans) kurz vor der Full-Course-Yellow-Phase Glück war. Die erste Hälfte der Saison sah nicht gut aus für uns, aber das Blatt hat sich gewendet. Fünf aufeinanderfolgende Podien - ich glaube, das ist ein Rekord."

Jerome d'Ambrosio (Dragon, 3.): "In der Formel E geht es darum, konstant zu fahren. Wir hatten gute Qualifyings in Paris, Berlin und Zürich - und heute hat es endlich (auch im Rennen) geklappt. Im Fahrzeug war ich wie immer sehr beschäftigt, weil man jede Menge Aufgaben gleichzeitig lösen muss. Aber das ist inzwischen Teil des Alltags in dieser Serie."

Mitch Evans (Jaguar, 7.): "Unsere erste Formel-E-Pole-Position gibt dem gesamten Team Aufwind und zeigt, wie weit wir inzwischen gekommen sind. Leider lief das Rennen dann nicht so, wie wir uns erhofft hatten. In New York attackieren wir wieder und greifen nach noch mehr Punkten, um die Saison mit einem Höhepunkt zu beenden."

Oliver Turvey (NIO, 9.): "Das war eine wirkliche Achterbahnfahrt! Ein Fehler im Qualifying hat mir alle Chancen auf eine gute Startposition geraubt. Trotzdem haben wir wohl alles aus dem Fahrzeug im Rennen rausgeholt und noch gute Punkte gesammelt. Die Full-Course-Yellow-Phase kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt für uns, weil ich die Energie, die ich mühevoll angespart hatte, dann nicht mehr ummünzen konnte. Trotzdem bin ich nach meiner schlechten Startposition mit ein paar Punkten mehr als zufrieden."

Jean-Eric Vergne (Techeetah, 10.): "Das Auto war unglaublich, ich habe einige Fahrer mehrmals überholen können. Die Durchfahrtsstrafe ist natürlich bitter, aber auch unser Fehler beim Boxenstopp war ärgerlich. Der Gang sprang nicht rein und ich habe sechs, sieben Sekunden verloren. Heute hätte ich aufs Podium fahren können - stattdessen nehmen wir den Titelkampf mit nach New York."

Daniel Abt (Audi, 13.): "Die Jungs haben den Heckflügel nach meinem Unfall superschnell montiert. Aber wir hätten ein Safety-Car benötigt, um wieder ins Rennen zu kommen. Das kam leider nicht. Ich bin sehr enttäuscht, freue mich aber für Lucas (di Grassi) und das Team."

Felix Rosenqvist (Mahindra, 15.): "Vorab: Es war ein gutes Wochenende für uns. Das Auto war sehr gut ausbalanciert, obwohl sich unser Los für Qualifying-Gruppe 1 relativ früh am Tag als Achillessehne entpuppte. Im Rennen hatte ich dann einen Vorfall mit JEV. Ich glaube nicht, dass er realisiert hatte, dass ich ihn vorbeilassen würde. Ich musste ihm ausweichen, und er war der Glückliche."

Die Highlights des Zürich E-Prix

von Tobias Bluhm 

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