Simona-de-Silvestro-London-ePrix

De Silvestro: "Habe viele Optionen in anderen Serien"

Nach nur einer Saison in der Formel E ist die Zukunft der Schweizerin Simona de Silvestro ungewiss. Dass sie das Andretti-Team verlassen wird, für das sie im letzten Jahr in der Rennserie teilnahm, steht so gut wie fest. De Silvestro wird allem Anschein nach Antonio Felix da Costa, der bislang für Aguri startete, weichen müssen. Die Formel-E-Zukunft der 27-Jährigen ist alles andere als besiegelt.

Besonders klar wurde die Vertragsungewissheit beim finalen Saisonlauf in London, als das Team den Niederländer Robin Frijns als Fahrer für Saison drei bestätigen konnte, sich jedoch nicht zu de Silvestro äußerte. Ob die Eidgenossin überhaupt in der Formel E bleiben wird, steht noch nicht fest.

"Ich habe viele Optionen in anderen Rennserien", teilt de Silvestro gegenüber 'Motorsport.com' mit. Wichtig sei ihr, endlich bei einem konkurrenzfähigen Team zu unterschreiben. In der zweiten Formel-E-Saison sammelte sie gerade einmal vier Punkte und beendete die Meisterschaft auf einem enttäuschenden 17. Gesamtrang.

Insbesondere die US-amerikanische IndyCar-Serie sei auf de Silvestros Radar. "Natürlich ist meine Leidenschaft für die IndyCar groß. Ich habe viele Jahre in den USA verbracht und meine Karriere dort begonnen. Ich denke, dass ich mich dort auch weiterhin gut schlagen könnte", so de Silvestro. Zwischen 2010 und 2013 nahm sie an allen IndyCar-Rennen teil. In ihrem letzten Jahr konnte sie in Houston sogar einen Podiumsplatz einfahren.

Das größte Problem bei einer Rückkehr in die IndyCar könnten die Sponsoren sein. Bereits 2015 zwang der Geldmangel die Schweizerin zum Rücktritt, nachdem sie für zwei Grand Prix und das jährliche 500-Meilen-Rennen in Indianapolis in die USA zurückgekehrt war.

Dass ein Abgang von de Silvestro ein großer Verlust für die elektrische Rennserie wäre, steht außer Frage. Leider gibt es auch keine Anzeichen, dass sie mit anderen Formel-E-Teams verhandelt haben könnte. Ein Abgang von Andretti scheint indes so gut wie besiegelt. Die Zukunft von Simona de Silvestro bleibt bis auf Weiteres also ungewiss.

von Tobias Bluhm 

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Kommentar von Derbe_klopp_te |

Also über den letzten Absatz habe ich eine ganz andere Meinung.
Wurde nicht zuletzt in einem Statistik-Artikel Simona De Silvestro als die Unerforlgreichste Pilotin der Formel E bezeichnet? Das hat sicherlich nicht mit der Konkurrenzfähigkeit des Teams zu tun, wenn der Teamkollege dieses Jahr (mit Glück) einmal das Podium schafft. Sie ist einfach in keinem REnnen besonders stark aufgefallen und hat demnach nur einmal einen 8. Platz eingefahren.
Wenn Sie ein Mann wäre, hätte man Ihr/ihm bestimmt nicht so einen Artikel gewidmet.

Kommentar von Tobias Bluhm |

Hi Derbe_klopp_te! Die Statistik über Simona ergab sich aus dem Zusammenspiel von gefahrenen Rennen und ihren gesammelten Punkten. Natürlich gibt es mehrere Fahrer, die in ihren ePrix gar keine Punkte sammelten. Da dieser Vergleich aber ungerecht gegenüber den Kollegen Rowland, Villeneuve (...) ungerecht wäre, wurden diese für die Statistik vernachlässigt. De Silvestro sammelte in zwölf Formel-E-Rennen so viele Punkte wie Nathanael Berthon in drei ePrix.

Nichtsdestotrotz heißt das nicht, dass ein Abgang von Simona de Silvestro kein Verlust für die Formel E wäre. Natürlich weil es wichtig ist, Frauen im Motorsport zu etablieren - aber auch, weil sie im Fahrerlager immer sehr gut angenommen wurde. Zudem sind ihre Aussagen in Hinsicht auf die Unklarheit bezüglich der Andretti-Fahrerpaarung für S3 doch recht relevant... :) LG, Tobi.

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