HWA-Racelab-Gary-Paffett-New-York-Formula-E

Doppelte Punkte: HWA verabschiedet sich mit Top-10-Ergebnissen aus Formel E

#HWAstalavista - mit diesem Motto ging HWA Racelab in sein letztes Rennwochenende in der Formel E. Und der Abschied war durchaus gelungen. Beim Sonntagslauf des New York City E-Prix fuhren Stoffel Vandoorne und Gary Paffett als Achter und Zehnter in die Punkteränge und belohnten sich und das gesamte Team für die Entwicklungsarbeit im Laufe der Saison.

Der letzte Formel-E-Renntag begann für HWA zunächst mit einem kleinen Schock, als Paffett im einzigen Freien Training mit seinem Venturi VFE-05 in der Mauer von Kurve 11 landete. Das Team leistete danach Schwerstarbeit, um das Fahrzeug wieder renntauglich zu machen. Doch der Einsatz lohnte sich: Mit einem starken Qualifying platzierte sich der DTM-Champion auf Startplatz 9. Noch schneller war Teamkollege Vandoorne. Der Belgier schaffte es mit der zweitschnellsten Zeit zum fünften Mal in dieser Saison in die Super-Pole. Im Shoot-out der sechs besten Piloten landete Vandoorne schließlich auf Startplatz 5.

In den ersten Rennminuten orientierte er sich eher nach vorn und eroberte in Runde 4 kurz vor einer Safety-Car-Phase den vierten Platz. Beide HWA-Piloten bekamen jedoch bald Probleme mit dem Energiemanagement. Die hohen Temperaturen von rund 30 Grad machten den Fahrzeugen schwerer zu schaffen als gedacht. Paffett rutschte aus den Top 10, und auch Vandoorne hielt den Angriffen der Konkurrenz hinter ihm nicht lange stand. Nach und nach fiel er zurück auf Platz 10.

Der erhoffte Punkterfolg zum Abschluss war nun in Gefahr. Doch Vandoorne hielt konzentriert bis zur letzten Rennrunde seine Position, ehe das Glück der Tüchtigen den HWA-Piloten half: Wenige Meter vor der Ziellinie ereignete sich vor ihnen eine Kollision zwischen Mitch Evans und Lucas di Grassi. Vandoorne und Paffett zogen vorbei und überquerten als Achter und Zehnter die Ziellinie - ein Doppelerfolg zum Abschluss.

"Es ist wirklich schön, dass wir die Saison mit einem doppelten Punkterfolg für das Team beenden konnten", resümiert Vandoorne. "Das haben wir uns verdient nach einer anstrengenden Saison für jeden Einzelnen. Wir haben dieses Projekt vor einigen Monaten von Null gestartet, deshalb Gratulation an das ganze Team für die schnelle Entwicklung, die wir im Laufe der Saison gemacht haben. Manchmal war es hart, aber es ging um die Vorbereitung für die Zukunft, und das ist das Wichtigste. Jetzt freue ich mich erst einmal auf eine kleine Pause, das haben wir uns jetzt alle verdient."

Paffett pflichtet bei: "Ich bin sehr zufrieden mit unserem letzten Rennen. Nach einem guten Start konnte ich Platz 12 trotz der Temperaturprobleme, die wir hatten, verteidigen. Durch die Kollision am Ende habe ich noch zwei Plätze gewonnen und das Rennen in den Punkten beendet. Es ist großartig, die Saison so abzuschließen."

Auch Teamchef Ulrich Fritz zieht ein positives Fazit: "Wir hatten einen guten Start und hielten uns aus allen Schwierigkeiten heraus. Aus irgendeinem Grund hatten wir Temperaturprobleme, verloren an Energie und konnten nicht mehr mit den anderen mithalten. Deshalb können wir mit P8 und P10 heute wirklich hochzufrieden sein. Es war zugleich das letzte Rennen in der Formel E für HWA Racelab. Gemeinsam als Team haben wir viel gelernt. Es war eine großartige Reise mit einigen Rückschlägen aber auch vielen Highlights. Ich bin wirklich stolz auf das Team und darauf, was wir in den vergangenen Monaten erreicht haben. Ich kann mich nur bei jedem für die unglaublichen Anstrengungen, die jeder geleistet hat, bedanken. In Saison 6 kommen wir zurück mit dem Mercedes-Benz EQ Formula E Team und freuen uns schon sehr darauf."

Highlights der insgesamt 13 HWA-Rennen waren der Podestplatz von Vandoorne in Rom und seine Pole-Position in Hongkong. Insgesamt siebenmal landeten er und Paffett in der Super-Pole. Darüber hinaus entschied Vandoorne in zwölf von 13 Rennen das FANBOOST-Voting für sich. In Saison 6 nimmt das Team Mercedes-Benz EQ den Platz von HWA Racelab ein.

Foto: HWA Racelab

von Timo Pape 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Venturi-Car-from-behind

FIA geht gegen vermeintliche Traktionskontrolle in Formel E vor

Die FIA hat mit der Veröffentlichung des Technischen Reglements für die kommende Saison auf mögliche Traktionskontrollen in der Formel E reagiert. Gerüchte besagen, dass gleich neun der elf Teams in Saison ...
von Tobias Wirtz
Max-Günther-climbs-Formula-E-Car

Thema Impfen: So schützt sich die Formel E auf ihrer Welttournee

Die Formel E bewegt sich seit ihrer Premierensaison 2014/2015 auf unterschiedlichen Kontinenten. Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika stehen dabei fast jede Saison im Rennkalender der Elektrorennserie. In der derzeitigen ...
von Erich Hirsch
Sam-Bird-Monaco

Formel-E-Fahrer wünschen sich Rückkehr zu fester Rundenzahl

Mit der vergangenen Saison 2018/19 führte die Formel E eine neue Regel zur Dauer eines E-Prix ein: Ab sofort gingen die Elektrorennen nicht mehr über eine fixe, im Vorfeld definierte ...
von Timo Pape
Alejandro-Agag-Extreme-E-Buggy

Agag über Extreme-E-Kritik: "Man kann nicht im Bett bleiben, nur um Emissionen zu vermeiden"

Die neue SUV-Rennserie Extreme E soll zum nächsten großen Streich von Formel-E-Gründer Alejandro Agag werden. Der Spanier, der sich in den kommenden Wochen von seiner Position als Geschäftsführer der Formel ...
von Tobias Bluhm