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DS Virgin Racing: Sam Bird peilt Formel-E-Titel an

Der seit dem ersten Formel-E-Rennen im Jahr 2014 teilnehmende Rennstall Virgin Racing arbeitet seit letztem Jahr mit DS Performance zusammen. Diese Kooperation hat es dem in London ansässigen Team ermöglicht, mit einem Sieg und vier Pole-Positions auf dem dritten Platz in der Mannschaftswertung 2015/16 zu landen.

Zum Start der dritten Saison der Formel-E-Meisterschaft hat DS Virgin Racing für seinen neuen DSV-02 den allgemeinen Regeln entsprechend einen neuen Elektromotor entwickelt, der an ein 3-Gang-Getriebe gekoppelt ist. Die Expertise der französischen Marke sowie die in der letzten Saison hinzugewonnene Erfahrung haben es ebenfalls ermöglicht, die Hinterradaufhängung sowie die elektronische Schnittstelle zu verbessern.

Hongkong bildet den Auftakt zur dritten Saison auf einer für alle Konkurrenten neuen Rennstrecke gegenüber des Hafens. Hier startet die Formel-E-Weltreise mit insgesamt zwölf Rennen auf vier Kontinenten.

An der Seite des Briten Sam Bird verzeichnet DS Virgin Racing die Ankunft des Argentiniers Jose-Maria Lopez, dem dreifachen Weltmeister aus der WTCC. Bevor er Tourenwagenmeister wurde, glänzte er im Rennwagen mit einem Sieg in der GP2-Serie und Teilnahmen an Formel-1-Testfahrten.

Das sagen die Fahrer 

Sam Bird, der an allen Rennen seit der Gründung der Formel-E-Meisterschaft teilgenommen hat, kann die dritte Saison mit DS Virgin Racing kaum erwarten: "Ich habe das Gefühl, dass das Team mit der Vorbereitung dieser neuen Kampagne herausragende Arbeit geleistet hat. Die Tendenz war bei den letzten Rennen schon sehr positiv. Nun liegt es an uns, diese Arbeit in Siege umzuwandeln, denn ich denke, dass unser DSV-02 das Zeug dazu hat, in dieser Saison den Titel zu holen. In Hongkong ist es unser Ziel, möglichst viele Punkte zu sammeln", so der 29-Jährige.

Der 33-jährige Argentinier Lopez, der zwischen 2014 und 2016 im Tourenwagen drei Weltmeistertitel holte, stellt sich mit DS Virgin Racing einer neuen Herausforderung: "Die Formel E ist eine Kategorie, die in der Welt des Motorsports an Bedeutung gewinnt. Für mich stellt dies eine wichtige Etappe und echte Herausforderung dar. Seit einigen Wochen arbeite ich mit DS Virgin Racing, um meine ersten Rennen bestens vorzubereiten. Ich bin davon überzeugt, dass wir Großes erreichen können, und ich kann es kaum erwarten zu sehen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen werden. Die Saison auf einer Strecke zu starten, die für alle neu ist, erleichtert mir mein Debüt sicherlich, doch ich werde schnell und gut lernen müssen."

Das sagt die Teamführung

Alex Tai, Leiter von Virgin Racing: "Unsere Piloten, Ingenieure und die DS-Performance-Teams haben diesen Sommer extrem hart gearbeitet, um unsere Mannschaft in einer immer anspruchsvoller werdenden Meisterschaft noch wettbewerbsfähiger zu machen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir ein leistungsstarkes Gesamtpaket auf die Beine gestellt haben. Ich möchte mich jetzt schon bei jedem einzelnen unserer Teammitglieder für die Mitwirkung an der Vorbereitung dieser dritten Saison bedanken. Nun freuen wir uns schon darauf, uns auf der Rennstrecke der Konkurrenz zu stellen."

Xavier Mestelan Pinon, Leiter von DS Performance: "In der letzten Saison haben wir viel gelernt. Der innovative Charakter dieser Meisterschaft liegt in der Entwicklung der Forschungsgebiete. Wir haben schon feststellen können, dass es einen erheblichen Fortschritt in Sachen Leistung während der Testphase durch die Entwicklung der Antriebssysteme und zugehörigen Elektronik gab. Ebenso wichtig ist, dass wir schon einen Erfolg im Hinblick auf technologische Ergebnisse für die Marke DS Automobiles feststellen konnten. Unser Ziel ist es, zu beweisen, dass unsere technischen Lösungen wettbewerbsfähig sind. Der beste Beweis für die Qualität unserer Arbeit ist der Erfolg im Wettstreit. Das ist es, was wir in dieser dritten Formel-E-Saison erreichen möchten."

Thomas Chevaucher, Technischer Leiter von DS Performance, arbeitet schon seit mehreren Monaten an der Entwicklung des DSV-02: "Beim DSV-02 handelt es sich um ein neues Fahrzeug. Wir haben den Motor komplett ausgetauscht – ebenso wie das Getriebe, die stoßdämpfenden Teile und ihren Einbau in den Rennwagen. Ich darf nicht zu viel verraten, doch ich kann Ihnen sagen, dass wir uns für ein 3-Gang-Getriebe entschieden haben. Mit diesem Schaltgetriebe muss man einen Kompromiss zwischen Leistung und Effizienz finden. Die Formel E erweist sich aus vielerlei Gründen als einzigartig. Einer davon ist, dass wir keinen kompletten Rennwagen bauen. Wir bauen nur Teile davon, wie den Antriebsstrang. Wir verwenden auch eine innovative Technologie, die noch niemand erprobt hat. Hongkong wird eine der ersten Gelegenheiten bieten, an der wir unsere Fortschritte beurteilen können werden."

von Erich Hirsch 

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