DS-Virgin-Racing

DS Virgin: Vielversprechender Auftakt bleibt unbelohnt

Beide DS-Virgin-Racing-Piloten qualifizierten sich beim Saisonauftakt in Hongkong für die zweite Startreihe. Zur Mitte des Rennes verlor Sam Bird jedoch die Führung aufgrund eines technischen Defekts. Wegen einer Berührung in der ersten Kurve kämpfte Jose Maria Lopez mit Handlingproblemen.

Den Fans bot der Auftakt zur dritten Formel-E-Saison spannende Unterhaltung. Das Rennen, das im Herzen von Hongkong stattfand, blieb bis zum Schluss genauso spannend wie unvorhersehbar. Für Virgin hatte der Tag gut angefangen, das Ergebnis war jedoch etwas enttäuschend. Die Leistungssteigerung des Teams während der Vorbereitung auf die neue Saison wurde nicht mit Punkten belohnt.

Bird zeigte sich den ganzen über Tag konkurrenzfähig. Der Brite überzeugte durch gute Leistungen in beiden Freien Trainings und fuhr in der Qualifikation die viertschnellste Zeit. Noch besser präsentierte sich Teamkollege Lopez. Obwohl er am Vormittag sein Zeitfenster nicht voll ausnutzen konnte, erzielte der Argentinier den dritten Startplatz. Mit der Eroberung der zweiten Startreihe unterstrichen die beiden DS-Virgin-Racing-Piloten die Entwicklungsarbeit am DSV-02 in den vergangenen sechs Monaten.

Nachdem alle Lichter an der Startampel erloschen waren, gelang beiden Piloten ein guter Start. Bird überholte Lopez in der ersten Kurve. Am Kurvenausgang aber touchierten sich beide - Lopez kämpfte anschließend mit Handlingproblemen. Dadurch wurde Lopez zuerst von den Konkurrenten überholt und landete letztlich in der Mauer. So konnte er nicht den FanBoost nutzen, den er für das Rennen gewonnen hatte.

Bird übernahm schnell die zweite Position, überholte den vom Pech verfolgten Nelson Piquet jr. und ging in Führung. Der Brite wehrte sich gegen Sebastien Buemi. Mit 3,3 Sekunden Vorsprung auf die Konkurrenz schien der Sieg greifbar. Aufgrund eines technischen Defekts beim Autowechsel fiel Bird eine Runde hinter den Führenden zurück. Ihm gelang es, alle vor ihm fahrenden Piloten zu überholen und sich zurückzukämpfen; den Abstand aber konnte er nicht mehr aufholen. Er belegte schließlich den 13. Platz und erhielt somit keine Punkte.

Das sagen die Beteiligten

Sam Bird: "Wir hatten leider technische Probleme. Natürlich bin ich frustriert, die erste Position zur Rennhälfte verloren zu haben. Aber es ist besser, jetzt im ersten Rennen mit dem Problem konfrontiert zu werden und es zu lösen als im späteren Verlauf der Saison."

Jose Maria Lopez: "Ich wurde in der ersten Kurve touchiert und konnte meinen Rhythmus nicht finden. Ich konnte ein fantastisches Resultat in der Qualifikation erzielen und den FanBoost gewinnen. Jetzt weiß ich, dass ich in der Formel E erfolgreich sein kann. Hoffentlich werde ich in Marrakesch einen besseren Start haben."

Alex Tai, Teamchef von DS Virgin Racing: "Wir haben bewiesen, dass sich die harte Arbeit, die wir in den letzten sechs Monaten in die Entwicklung des DSV-02 investiert haben, gelohnt hat. Unser Rennwagen ist eindeutig schnell; wir hatten aber kein Glück. Wir hätten einen Podiumsplatz holen, vielleicht sogar das Rennen gewinnen können. Wir sind mit großer Leidenschaft dabei, und ich weiß, dass der Tag uns alle hart getroffen hat. Aber wir müssen unsere Stärken und die Leistungsfähigkeit unseres Fahrzeugs im Auge behalten. Ich bin überzeugt, dass wir in Marrakesch wieder auf die Beine kommen und zeigen werden, was wir wirklich können."

Xavier Mestelan Pinon, Direktor von DS Performance: "Die Wertung spiegelt nicht den Leistungsstand des Teams und unseres Rennwagens wider. Lopez hat bewiesen, dass wir in der Qualifikation sehr schnell sein können und Bird, dass wir Energieeffizienz aufweisen. Wir können es kaum erwarten, beim nächsten Rennen an den Start zu gehen."

Sylvain Filippi, Technischer Direktor und Hauptakteur der Kampagne "Human Element", die bei jedem Formel-E-Rennen das gesamte Team in den Vordergrund stellt: "Das ist natürlich nicht das Ergebnis, das wir nach dem Qualifying erwartet haben. Wir haben vor dem Start der dritten Formel-E-Saison auf allen Gebieten Fortschritte erzielt. Der Tag, den wir heute erlebt haben, zeigt diese Fortschritte nicht, und das frustriert uns sehr."

von Erich Hirsch 

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