Podium-Santiago

"Ein Podium mit Beigeschmack" - Die besten Fahrerstimmen aus Santiago

Nach einem kontroversen Santiago E-Prix 2019 kann sich Virgin-Pilot Sam Bird als Sieger in Chile feiern lassen. Der Brite beendete den dritten Saisonlauf vor Pascal Wehrlein und Alexander Sims auf dem ersten Platz. Sims wurde jedoch für das Verschulden einer Kollision nachträglich bestraft, weswegen Daniel Abt (Audi) im offiziellen Rennresultat das Podium komplettierte. Was die Fahrer nach dem Rennen zu sagen hatten, haben wir dir in diesem Artikel zusammengestellt.

Die besten Fahrerstimmen aus Santiago

Sam Bird (Virgin, 1.): "Das war ein sehr intensives Rennen. Das Team hat einen unglaublich guten Job gemacht. Schade ist es natürlich um den Ausfall von Seb (Buemi). Ich glaube, wir hätten einen guten Kampf gehabt. Ich war schneller als er und hätte ihn gern noch ein bisschen gejagt. Ich bin jetzt die einzige Person, die in jeder Saison ein Rennen gewonnen hat, das bedeutet mir viel."

Pascal Wehrlein (Mahindra, 2.): "Es ist ein tolles Gefühl, heute auf dem Podium stehen zu können. Dennoch hat es einen leichten Beigeschmack, weil ich sicherlich die Pace für den Sieg gehabt hätte. Am Ende musste ich allerdings auf die Batterietemperaturen achten und deswegen leider etwas abreißen lassen. Natürlich sollte ich jetzt überglücklich sein, aber ich wollte gewinnen."

Daniel Abt (Audi, 3.): "Das war ein wirklich, wirklich hartes Rennen. Vielleicht nicht das beste Rennen meiner Karriere, aber manchmal muss man auch in solchen vergleichsweise 'normalen' Rennen cool bleiben. Gerade bei diesen heißen Bedingungen wie hier in Chile. Für das Team ist dieses erste Podium der Saison wichtig, denn jeder hat sich diesen Erfolg verdient. Wir machen jetzt weiter Druck und konzentrieren uns auf das nächste Rennen."

Edoardo Mortara (Venturi, 4.): "Was für ein Wochenende! Schon im Training habe ich gemerkt, dass wir heute vorn mitfahren können. Dieser vierte Platz ist das Ergebnis harter Arbeit und basiert auf den Erkenntnissen, die wir in Diriyya und Marrakesch gewonnen haben. Wir haben gezeigt, dass wir uns in die richtige Richtung entwickeln. Natürlich gibt es noch eine Menge aufzuarbeiten, aber ich hoffe, dass wir in Mexiko ähnlich stark sind - oder vielleicht sogar noch besser."

Alexander Sims (BMW, 7.): "Es ist eigentlich alles super gelaufen. Leider kam es dann zu dem Zwischenfall mit Edoardo Mortara. Ich habe ganz ehrlich keine Berührung gespürt, aber ich vertraue der Untersuchung der Rennkommissare und akzeptiere die Strafe. Ich nehme trotzdem viel Positives aus Santiago mit und konzentriere mich jetzt auf das nächste Rennen. Vielen Dank an das Team, das mich hervorragend durch dieses sehr harte Rennens begleitet hat."

Oliver Turvey (NIO, 8.): "Nach einem enttäuschenden Qualifying haben wir uns auf Platz 8 ins Ziel gerettet. Das ist ein gutes Ergebnis, und ich denke, dass wir heute alles rausgeholt haben. Die Möglichkeiten haben sich für mich von allein ergeben, und ich war in der Lage, die richtigen Manöver zur richtigen Zeit zu fahren. Für das Team war es ein guter Tag."

Nelson Piquet jr. (Jaguar, 12.): "Es war ein hartes Wochenende. Man konnte hier nicht überholen, weil sich der Asphalt im Rennen aufgelöst hat. Das hat den Lauf noch härter gemacht, als er eh schon war. Die Effizienz ist dennoch nicht unser Hauptproblem - wir müssen uns mehr auf das Qualifying fokussieren. Ich glaube, dass die Startposition außerhalb der Top 10 heute einer der Hauptgründe für unser schweres Rennen war."

Sebastien Buemi (e.dams, DNF) bei 'e-racing365': "Es ist wirklich enttäuschend. Ich vermute, dass es ein technisches Problem an meinem Auto gab, was schon meinen Unfall im 1. Freien Training verursachte. Wenigstens war meine Pace im Rennen gut. Wir hätten heute unser erstes Rennen gewinnen können, keine Frage."

Stoffel Vandoorne (HWA, DNF): "Das war für mich ein frustrierendes Rennen. Anfangs lag ich zwar auf Platz 5, aber es war nicht einfach, mit der Spitzengruppe mitzuhalten. Nach der Full-Course-Yellow-Phase bin ich in Turn 3 etwas zu weit rausgekommen und landete in der Wand. Leider war es das Aus für mich, ein ärgerlicher Fehler. Es ist super schade, denn wir waren heute in der Position, um Punkte zu sammeln."

Jean-Eric Vergne (DS, DNF): "Das heutige Ergebnis war natürlich nicht das, was wir uns erwartet haben. Wegen der sich verändernden Streckenbedingungen im Qualifying mussten wir schon von einem schlechten Startplatz aus ins Rennen gehen. Im Mittelfeld passieren dann böse Dinge, wie heute bei mir, als ich von hinten getroffen und gedreht wurde. Das Auto war danach beschädigt, und ich musste das Rennen aufgeben."

von Tobias Bluhm 

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