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"Envision Virgin Racing" verpflichtet Robin Frijns und zeigt neues Formel-E-Auto

Auftakt in die Formel-E-Saison 2018/19 für Virgin Racing: Am frühen Freitagnachmittag stellte das Team von Multi-Milliardär Sir Richard Branson im britischen Silverstone feierlich den neuen Boliden für die fünfte Elektro-Saison vor. Der Rennstall, der ab Dezember 2018 erstmals mit Audi-Antrieben an den Start geht, präsentierte außerdem die Fahrerpaarung für das neue Jahr: Erwartungsgemäß setzt Virgin weiterhin auf Sam Bird, verpflichtet jedoch zusätzlich den Niederländer Robin Frijns, der nach einer einjährigen Pause sein Sensationscomeback in der Elektroserie feiert.

Wie in den ersten vier Jahren tritt Virgin hauptsächlich in Violetttönen an, hinzu kommen rote Verzierungen. Bemerkenswert ist dabei jedoch der neue Einfluss von Envision Energy, einem chinesischen Windkraftanlagenhersteller, der im April 2018 die Mehrheitsanteile am Team kaufte und zur neuen Saison prominent mit seinen Logos auf dem Auto sowie auch im neuen Teamnamen "Envision Virgin Racing Formula E" vertreten ist.

Wie wir bereits in der vergangenen Woche berichteten, wird das Formel-E-Projekt von Envison von Franz Jung, einem ehemaligen BMW-Manager, als Vorstandsvorsitzender geleitet. Jung war mehr als 20 Jahre für den bayrischen Autobauer tätig, ehe er 2015 erst als CEO in die chinesische Abteilung zu Porsche und 2018 schließlich zu Envision wechselte. In seiner BMW-Zeit durchlief er diverse Management-Positionen, darunter die des Präsidenten und CEOs von BMW Nordic (Skandinavien), BMW Kanada und BMW Italien.

"Wir fühlen uns geehrt, mit einer innovativen Gruppe wie Envision zusammenarbeiten zu dürfen", freut sich Virgins Managing Director über den Deal mit den Chinesen. "Für uns ist die Formel E seit jeher mehr als nur eine Meisterschaft gewesen. Sie bietet eine Möglichkeit, die Zukunft nachhaltig zu verändern. Wir wollen auf den Klimawandel und Umweltschutz aufmerksam machen und finden, dass wir diese Botschaft gemeinsam mit Envision weiter vorantragen können."

Wie in der letzten Woche offiziell bekannt wurde, wird Virgin ab der kommenden Saison zudem mit Antriebssträngen von Audi in der Formel E antreten. Das britische Team setzt damit die gleiche Hardware wie das Neuburger Werksteam ein. Der einzige Unterschied zwischen beiden Teams liegt demnach beim Saisonstart in Diriyya im Setup und der Software. Die 52-kWh-Batterie von McLaren Applied Technologies (MAT) ist ein Einheitsbauteil für alle Teams.

Frijns-Comeback perfekt

Der bemerkenswerteste Teil des Audi-Deals ist jedoch wohl die Verpflichtung des Niederländers Robin Frijns. Der 27-Jährige ist einer der Werksfahrer Audis und startete bereits zwischen 2015 und 2017 mit Andretti in der Formel E. Nach zwei erfolgreichen Saisons, mehreren Punkteplatzierungen und einem Podium in Malaysia 2015 ersetzte ihn das US-Team jedoch infolge des erhöhten BMW-Einflusses mit Tom Blomqvist. Nach einem Jahr "Auszeit" in der DTM ist Frijns nun an der Seite von Sam Bird, der in sein fünftes Virgin-Jahr startet, zurück in der Elektroserie.

"Es ist sehr aufregend, mit Envision Virgin Racing in die Formel E zurückkehren zu dürfen", freut sich Frijns über seinen neuen Vertrag. "Wir sind stark aufgestellt und haben im Sommer gute Arbeit geleistet. Ganz klar haben wir ein gutes Paket. Ich freue mich schon auf die Pre-Season-Testtage in Valencia, wenn wir hoffentlich ein besseres Gefühl für unsere Leistung auf der Strecke bekommen."

Die Paarung Bird/Frijns gilt schon jetzt als eine der stärksten im gesamten Starterfeld der Formel E - hinzu kommen die leicht favorisierten Audi-Antriebe. Sam Bird kämpfte im vergangenen Jahr bis zum finalen Rennwochenende um den Fahrertitel der Elektroserie, musste sich jedoch schlussendlich seinem ehemaligen Teamkollegen Jean-Eric Vergne (Techeetah) geschlagen geben.

Pre-Season-Testtage rücken näher

Die erste Möglichkeit, den neuen Virgin-Boliden im direkten Vergleich mit der Konkurrenz zu erleben, rückt währenddessen immer näher. In weniger als zwei Wochen treffen sich die Formel-E-Teams zum obligatorischen "Pre-Season-Test" im spanischen Valencia, um die neuen Fahrzeuge auf Herz und Nieren zu prüfen. Anschließend werden die Fahrzeuge für den Transport nach Saudi-Arabien verladen, wo in Diriyya, einem Vorort von Riad, am 15. Dezember die Formel-E-Saison 2018/19 startet.

Der neue Formel-E-Rennwagen von Virgin

von Tobias Bluhm 

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Kommentar von EffEll |

Den Audi-Deal kann man nur beglückwünschen. Da kann das Ziel nur die Meisterschaft sein, gerade wegen der starken Fahrerpaarung, und das sie sich nicht hinter dem Werksteam verstecken müssen, hat Techeetah diesjährig eindrucksvoll bewiesen

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