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"Es gibt Interesse": Formel-E-Angebot von Jaguar für Hülkenberg?

Die Zukunft von Nico Hülkenberg in der Formel 1 steht auf der Kippe. Der 32-Jährige muss sich nach der Verpflichtung von Esteban Ocon bei Renault für die Saison 2020 nach einem neuen Arbeitgeber umsehen. Bis zuletzt galt er als heißer Kandidat bei Haas - eine Option, die nach der Vertragsverlängerung mit Romain Grosjean in der vergangenen Woche nicht mehr auf dem Tisch liegt. Dem Deutschen läuft die Zeit davon.

Sollte sich auch bei den verbleibenden Teams in der "Königsklasse" keine Möglichkeit ergeben, muss sich Hülkenberg womöglich gezwungenermaßen nach einer Alternative außerhalb des Formel-1-Fahrerlagers umsehen. Laut einem Bericht unserer Kollegen von 'Auto Bild Motorsport' sollen bereits Teams aus der Formel E bei ihm angeklopft haben.

Demnach habe unter anderem Jaguar um die Gunst des Emmerichers geworben, heißt es. Der britische Rennstall ist neben Mahindra, Nio, Venturi und BMW eines von insgesamt fünf Teams, die ihre finale Fahrerpaarung für die neue Saison, die am 22. und 23. November in Diriyya (Saudi-Arabien) startet, noch nicht endgültig bestätigt haben.

"Ich bin mit dem Kopf noch hier (in der Formel 1)", kommentiert Hülkenberg die Gerüchte um seine Person. "Es gab Interesse von Leuten aus der Serie, aber das habe ich nicht verfolgt. Ich würde es erst in Betracht ziehen, wenn es absehbar wäre, dass es hier nicht mehr weitergeht."

Optionen auch in Formel E rar

Doch auch in der Formel E werden die Cockpits rar. Bei BMW gilt Alexander Sims als heißer Kandidat für das zweite Cockpit neben Maximilian Günther, wenngleich eine offizielle Bestätigung aus München weiterhin aussteht. Besser stehen die Sterne bei Jaguar und Mahindra: Noch ist unklar, ob Alex Lynn auch in der neuen Saison an der Seite von Mitch Evans, der trotz einer noch ausstehenden offiziellen Bestätigung als gesetzt gilt, bei der "Raubkatze" fahren wird. Auch die Bekanntgabe von Mahindras Fahrerpaarung steht noch aus.

Felipe Massa hat bei Venturi für die neue Saison einen Vertrag. Es wird davon ausgegangen, dass Edoardo Mortara auch im neuen Jahr an der Seite des Brasilianers starten wird. Durch die neuen Eigentümer von Nio könnte eventuell auch ein Platz, womöglich jener von Dillmann, bei den Chinesen frei werden. Der Franzose absolvierte jedoch nach Informationen von 'e-Formel.de' einen signifikanten Anteil der Entwicklungsarbeit für das neue Fahrzeug des Teams, was die Chancen für Hülkenberg bei Nio eher klein erscheinen lässt.

Hülkenberg: Der Formel E "fehlen die Emotionen"

Ohnehin ist fraglich, ob die Formel E für Hülkenberg überhaupt infrage kommt. "Es geht noch kein Auge auf die Formel E. Sie ist eine junge Serie, die noch sehr weit entfernt ist von der Formel 1. Auch wenn es interessant ist, was da passiert", sagte er erst kürzlich im Interview mit der 'Süddeutschen Zeitung'. Er sei gegenüber der Elektroserie "skeptisch" und kritisiert: "Es fehlen die Emotionen. Es gibt keinen Sound. Und die Autos sind deutlich langsamer als Formel-1-Autos." Ein bekannter Name könnte der Serie, so Hülkenberg, "vielleicht etwas Glaubwürdigkeit verleihen".

Besonders im Lichte dieser Aussagen scheint es derzeit unwahrscheinlich, dass Hülkenberg in der kommenden Saison in der Formel E starten wird. Schließlich bedeutet Interesse von Formel-E-Teams nicht zwingend, dass "Hulk" in die Elektroserie wechseln wird. Es bleibt abzuwarten, was die Verhandlungen, die wie immer hinter verschlossener Tür stattfinden, in den kommenden Wochen bringen.

Foto: XPB / James Moy Photography

von Tobias Bluhm 

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