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FIA gibt exakte Kosten für neues Formel-E-Auto bekannt & setzt Herstellern Deadlines

Am Freitag hat die FIA bekanntgegeben, wie sich die Rahmenbedingungen für Konstrukteure und Teams in den nächsten Jahren ändern werden. Dies beinhaltet zum einen die Registrierung von Konstrukteuren, die ab 2019 in die Formel E einsteigen wollen. Zum anderen aber auch die Preise, zu denen die Teams Fahrzeuge der zweiten Formel-E-Generation und Antriebsstränge kaufen können.

Für die Saison 2019/20 haben neue Hersteller nur noch bis zum 1. Februar 2018 die Möglichkeit, sich offiziell zu bewerben. Im März 2017 war noch der 15. November 2018 als Bewerbungsschluss angegeben worden. Die FIA verkürzt damit die Deadline um mehr als neun Monate. Als Termin für die Homologation der Antriebsstränge ist Ende August 2018 vorgesehen.

Genau wie alle etablierten Hersteller bekommen auch Neueinsteiger (Mercedes und Porsche stehen hier ja bereits fest) auf Basis eines festen Zeitplans Informationen und Teile zur Verfügung gestellt. Hierfür sind die von der FIA bestimmten Lieferanten der neuen Generation der Formel-E-Fahrzeuge verantwortlich.

Jeder Hersteller muss außerdem Antriebsstränge für Kundenteams liefern können. Die FIA fordert die Konstrukteure auf, für die sechste Saison für mindestens zwei Wettbewerber vollständige Ersatzteilkits bereitzustellen. Für die darauffolgende Saison erhöht sich die Zahl sogar auf drei.

Die FIA verdient mit: 55.000 Euro Verwaltungsgebühr pro Fahrzeug

Die Entwicklung der zweiten Fahrzeuggeneration der Formel E mit dem Namen SRT05e läuft bereits seit auf Hochtouren. Der Weltautomobilverband legte jetzt die Kosten für die fahrbereiten Autos inklusive Antriebsstrang auf maximal 817.300 Euro fest. Diese unterteilen sich wie folgt: 299.600 € für das Chassis, 200.000 Euro für die Batterie von McLaren Applied Technologies, 12.700 Euro für das Halo-Sicherheitssystem und 55.000 Euro Verwaltungsgebühr. Für Kundenteams werden weitere 250.000 Euro für einen Antriebsstrang fällig, also 500.000 pro Team.

Die aktuellen Fahrzeuge schlagen mit nur 480.000 Euro zu Buche. Obwohl dies eine Kostensteigerung von mehr als 70 Prozent darstellt, sparen die Teams insgesamt sogar Geld ein: Dank der neuen Batterie, deren Energiemenge von 28 kWh auf 54 kWh steigt, entfällt der obligatorische Fahrzeugwechsel zur Rennhalbzeit. Die Teams benötigen also statt insgesamt vier nur noch zwei Autos. Die Gesamtkosten sinken damit um mehr als 285.000 Euro. Ein weiterer Unterschied: Die Teams müssen die Fahrzeuge nun nicht mehr leasen, sondern sie kaufen sie von den Herstellern.

Auch der Stichtag zur Belieferung von Kundenteams wurde vorverlegt, statt dem 28. März ist hier nun der 15. Januar maßgeblich. Wenn ein potenzielles Kundenteam einen Konstrukteur bis zu diesem Datum zur Lieferung seines Antriebsstranges auffordert, muss dieser das Team in der kommenden Saison auch beliefern. Nach dem Termin entfällt die Verpflichtung für einen Konstrukteur, ein Kundenteam zu beliefern - eine Lieferung auf freiwilliger Basis ist dennoch möglich.

Die FIA ​​hat außerdem bestätigt, dass das Fenster für die 15 privaten Testtage, die einem Konstrukteur zur Verfügung stehen, um einen Monat auf den 1. September verlängert wird. Diese Testfahrten dürfen nun aber mit nur noch mit einem einzigen Monocoque und einer einzigen Batterie durchgeführt werden.

Für Konstrukteure, die mehrere Teams beliefern, sind weitere sieben Testtage vorgesehen. Weiterhin stehen jedem Team bis zum 31. Dezember Fahrten im Rahmen von sechs sogenannten Promotion-Events zu, wobei davon maximal drei auf einer Rundstrecke stattfinden dürfen.

von Tobias Wirtz 

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