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Finanzen: Allianz kauft 3,5-Prozent-Anteil an Formel E

Die Formel E hat einen neuen wichtigen Investor gefunden. Wie der britische 'Telegraph' berichtet, soll sich die deutsche Versicherungsfirma Allianz offenbar einen 3,5-Prozent-Anteil an der Elektroserie gesichert haben. Das Münchener Unternehmen, das die Serie seit Februar 2017 als Sponsor unterstützt, dürfte demnach etliche Millionen in die Formel E investiert haben. Dies geht aus einem kürzlich veröffentlichten Anteilseigner-Bericht der Formel E hervor.

Wie groß der 3,5-prozentige Anteil genau ist, lässt sich nur schätzen. Im Mai bot Formel-E-Geschäftsfürer Alejandro Agag 600 Millionen Euro, um alleiniger Anteilseigner der Serie zu werden. Das Unterfangen wurde von den anderen Teilhabern jedoch abgelehnt. Ausgehend von Agags 600-Millionen-Angebot würde sich der Allianz-Anteil auf etwa 21 Millionen Euro belaufen - dies ist jedoch Spekulation. Das Unternehmen bestätigte den Kauf gegenüber der Zeitung, stellte jedoch keinen weiteren Kommentar zur Verfügung.

Die neuen Allianz-Anteile gehören der Risikokapital-Abteilung des Unternehmens, der Allianz Digital Corporate Ventures, die auch Anteile an der Drone Racing League (DRL) und dem US-Versicherer Lemonade hält.

Bei der Formel E ist die Allianz in prominenter Gesellschaft. Die größten Anteilseigner der Serie sind Liberty Global und die Eurosport-Mutterfirma Discovery Communications, die 23,9 beziehungsweise 14,4 Prozent der Formel E besitzen. Julius Bär ist mit 7,5 Prozent drittgrößter Aktionär. Es wird davon ausgegangen, dass auch CMC Capital Partners und die FIA Anteile an der Serie besitzen. Ebenso sind die Privatpersonen Alejandro Agag und der Ex-Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg an der Elektroserie beteiligt.

Allianz einer der wichtigsten Formel-E-Sponsoren

Seit Beginn des vergangenen Jahres ist die Allianz ein wichtiger Sponsoren der Formel E. Der Versicherer ist Namensgeber des "Allianz E-Village", dem Entertainment-Bereich für Fans an den Rennwochenenden. Das Sponsoring der Allianz macht - gemeinsam mit Investitionen von weiteren Sponsoren wie TAG Heuer, DHL und Hugo Boss - rund 49,7 Prozent aller Formel-E-Einnahmen aus. Das übrige Einkommen stammte im letzten Jahr zum Großteil aus Renngebühren (30,3 Prozent) und Übertragungsrechten der TV-Partner.

Die Bedeutung des Titelsponsorings von ABB, das im Januar 2018 bekanntgegeben wurde, ist derzeit nur schwer abzusehen. Berichten zufolge zahlt das Schweizer Unternehmen rund zwölf Millionen Euro pro Jahr an die Serie. Die genauen Auswirkungen der ABB-Unterstützung werden sich jedoch erst nach Veröffentlichung des Berichtes zum im Juli gestarteten Geschäftsjahr beurteilen lassen.

von Tobias Bluhm 

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