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Fittipaldi, Haryanto, Kobayashi, Bennani, Carpentier - ruft die Formel E?

Es ist nicht nur "Silly Season", nein. Es geht auch noch schnurstracks auf die offiziellen Testfahrten von Valencia zu. Nur wenige Formel-E-Teams haben ihr Fahrer-Line-up für die kommende Saison bislang bestätigt. Somit ist noch völlig unklar, wer in knapp zwei Wochen alles auf dem Circuit Ricardo Tormo ins Lenkrad greifen wird.

Pietro Fittipaldi, der aktuell die World Series Formula V8 3.5 anführt, steht offenbar mit mehreren Formel-E-Teams im Gespräch. Ziel des jungen Brasilianers ist zunächst eine Ersatzfahrerrolle in der Elektroserie. Um das Formel-E-Auto kennenzulernen, könnte Fittipaldi, Enkelsohn des zweimaligen Formel-1-Weltmeisters Emerson, womöglich eine Testgelegenheit im Oktober bekommen.

"Ich denke, die Formel E ist inzwischen für jeden Rennfahrer sehr interessant, vor allem mit der Technologie und den ganzen großen Herstellern, die nun einsteigen", sagt Fittipaldi gegenüber 'e-racing365'. "Sie ist für junge Fahrer ziemlich attraktiv, man muss einfach einen Blick auf sie werfen."

Möglicherweise könnten Reservefahrer in Zukunft mehr Zeit auf der Strecke bekommen, denn es soll Überlegungen geben, den bisher 30-minütigen Shakedown am Freitag vor jedem Rennwochenende zu verlängern. In der Session, die eigentlich nur zum Testen der Systeme nach dem Transport dient, könnten die Teams künftig häufiger ihre Ersatzpiloten ranlassen. In Saison drei hatten lediglich Virgin (Alex Lynn) und Jaguar (Ho-Pin Tung) einen offiziellen Ersatzfahrer gemeldet.

Auf einen Ersatzfahrerjob hat es offenbar auch Rio Haryanto abgesehen. Der ehemalige Formel-1-Fahrer soll nach Informationen von 'e-racing365' mit mindestens einem Formel-E-Team über diese Option für Saison vier gesprochen haben. Es scheint durchaus realistisch, dass Haryanto beim Kollektivtest in Valencia (2. bis 5. Oktober) die Gelegenheit bekommt, ein Formel-E-Auto zu testen. Womöglich sogar ein unabhängiges Fahrzeug, das die Formel E zur Verfügung stellen würde (siehe Bild).

Ein weiterer Fahrer, hinter dem auch die Formel E selbst her ist, ist Berichten zufolge der ehemalige Formel-1-Fahrer Kamui Kobayashi. Wie wir bereits vor einiger Zeit berichteten, hegt der Japaner durchaus Interesse an der Elektroserie. Für Saison vier sieht es allerdings eher schlecht für ihn aus.

"Ich schaue mich schon um, aber es ist nicht einfach. Ich finde kein Cockpit für die nächste Saison", sagt Kobayashi gegenüber 'e-racing365'. "Ich habe das Thema schon auf dem Schirm, weil es in der Serie viele starke Fahrer gibt, aber im Moment passiert nichts." Zwar hätte die Formel E liebend gern einen Japaner in der Startaufstellung - auch um einen japanischen Hersteller anzulocken oder endlich einen ePrix in Japan fix zu machen -, doch aktuell sieht es danach aus, dass kein Team Interesse hat.

Noch ein Wort zu den Testfahrten von Valencia: Neben Haryanto haben auch die beiden Rennfahrer Patrick Carpentier (u.a. NASCAR und Botschafter des Montreal ePrix) und Mehdi Bennani (WTCC) gute Chancen auf einen Einsatz in Valencia. Mal sehen, wer in den nächsten Tagen noch so alles dazukommt…

von Timo Pape 

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