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Formel E: Daniel Abt entscheidet Sonntagstraining im Regen für sich

Audi-Pilot Daniel Abt hat das einzige Freie Training der Formel E am New-York-Sonntag für sich entschieden. Auf nasser Strecke setzte er in 1:18.699 Minuten die Bestzeit und bewies unter schwierigen Bedingungen Feingefühl. Zweiter wurde Mitch Evans im Jaguar vor Überraschungsmann Antonio Felix da Costa im Andretti. Sebastien Buemi und Lucas di Grassi komplettierten die Top 5.

Nach heftigen Regenfällen in der Nacht hatte es kurz vor Sessionbeginn erneut leicht angefangen zu regnen. Somit hatten die Piloten von vornerein mit stehendem Wasser auf der Strecke zu kämpfen. Entsprechend vorsichtig tasteten sich die Fahrer ans Limit heran. Statt Oliver Turvey, der sich am Samstag die Hand gebrochen hatte, kam Ma Qinghua bei NIO zu seinem Debüt in New York.

Nach einer Viertelstunde forderte der Regen sein erstes Opfer: Sam Bird kam beim Anbremsen ins Rutschen und schlug hinten rechts mit dem Heck an der Mauer an. Er brach sich die Aufhängung und fuhr zur Reparatur an die Box zurück. Wenig später leistete sich Jose Maria Lopez beim Herausbeschleunigen einen 360-Grad-Dreher, bei dem er allerdings mit dem Schrecken davon kam. Vor allem am jeweiligen Ende der langen Geraden kam es immer wieder zu Verbremsern. So mussten beispielsweise Maro Engel und Sebastien Buemi den Notausgang nehmen, um nicht anzuschlagen.

Mit Blick auf die Zeiten zeichnete sich ein ähnliches Bild wie am trockenen Samstag ab: Die Renault-Fahrzeuge von e.dams und Techeetah sowie die Audis gaben auch im Regen über weite Strecken den Ton an. Kurz nach der Halbzeit der Session schaltete jedoch Antonio Felix da Costa als Erster in den 200-kW-Modus und setzte sich an die Spitze der Zeitentabelle. Da es am Sonntag ausnahmsweise nur ein Training gab, wechselten schließlich auch die anderen Piloten frühzeitig in den Qualifying-Modus.

Folgerichtig platzierten sich nach und nach wieder die Favoriten an der Spitze, wenngleich sich Felix da Costa bis zum Ende in den Top 3 halten konnte. Wenige Minuten vor dem Ende verschätzte sich Felix Rosenqvist und rutschte frontal in die TECPRO-Barriere. Er beschädigte sich den Frontflügel seines Mahindra, konnte aber aus eigener Kraft an die Box zurückfahren.

Kurz vor Schluss gingen noch mal viele Fahrer in den Qualifying-Modus, um die eigene Zeit zu verbessern. Letztlich behielt Daniel Abt nichtsdestotrotz die Nase vorn. Im letzten Qualifying der Saison um 17 Uhr deutscher Zeit könnte es in New York ebenfalls regnen, für das Rennen soll es aber tendenziell eher abtrocknen.

Foto: Rebecca Jodgalweit für e-Formel.de

Das Ergebnis des 3. Freien Trainings

von Timo Pape  

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