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Formel-E-Fahrer fordern einheitlicheres Strafmaß - und starten hitziges Wortgefecht auf Twitter

Nachdem es in den zurückliegenden Formel-E-Rennen immer wieder undurchsichtige Urteile der Rennleitung und vor allem inkonsequente Strafmaße für Rennunfälle gab, haben sich nun einige Fahrer öffentlich via Social Media Luft gemacht. Auslöser der hitzigen Twitter-Debatte war Lucas di Grassi. Der Audi-Pilot war beim Sanya E-Prix am Samstag in der vorletzten Runde von Robin Frijns torpediert worden, der wiederum von Sebastien Buemi angeschoben wurde. Di Grassi und Frijns verloren all ihre Punkte, während Buemi als Sechster ins Ziel fuhr. Zwar bestrafte ihn die Rennleitung nachträglich mit zehn Sekunden, dennoch nahm der Schweizer als Einziger des Trios Punkte mit nach Hause…

"Nur um das mal klarzustellen, warum die Strafen in der Formel E gerade nicht fair sind", leitet di Grassi ein. "Buemi fuhr auf Platz 8, crasht dann mit Frinjs [sic], und der nimmt mich aus dem Rennen. Buemi wird Sechster, bekommt eine 10-Sekunden-Strafe, wird Achter und bekommt vier Punkte. Frijs [sic] bekommt nichts dafür, dass er beim Bremsen noch rübergezogen ist. Buemi hätte eine viel härtere Strafen bekommen sollen, oder zumindest keine Punkte."

Als erster Fahrer nimmt Frijns den Ball auf und kontert di Grassi: "Wie kannst du sagen, dass ich beim Bremsen noch rübergezogen bin, wenn du nicht mal meinen Namen richtig buchstabieren kannst?", schreibt der Pilot vom Audi-Kundenteam Virgin und meint damit die beiden Tippfehler in di Grassis Tweet. "Buemi hat gesagt, dass du das gemacht hast - du solltest ihn wohl besser mal anrufen", antwortet di Grassi. Daraufhin Frijns: "Natürlich tut er das. Das nennt sich 'rette deinen eigenen Arsch'. Du solltest das inzwischen auch kennen. #storyofyourlife"

Dann schaltet sich Antonio Felix da Costa ein. Der ehemalige Teamkollege von Frijns kann sich ein paar lachende Emojis zwar nicht verkneifen, hebt die Debatte dann aber auf ein ernsteres Level: "Sims (bekommt eine) 30-Sekunden-Strafe in Chile, obwohl nicht mal sicher war, ob es einen Kontakt gegeben hat, und Mortara wird noch Vierter. Lotterer schießt mich und JEV in Santiago aus dem Rennen und bekommt nichts. JEV fährt (in Sanya) zu schnell unter Full-Course-Yellow und bekommt eine Verwarnung, keine Zeitstrafe. Nichts gegen diese Fahrer. Ich will nur konsistente Entscheidungen. Wir brauchen einfach einheitliche, harte Strafen. Für jeden gleich."

Dem schließt sich di Grassi an - wohl auch, um sein Gesicht zu wahren: "Korrekt. Nichts gegen irgendwelche Fahrer. Einheitlichkeit wäre einfach nur gut für die Meisterschaft… Wir brauchen auch den Video- und Datenbeweis. Aber wie auch immer - viele Fahrer wechseln noch beim Bremsen die Spur. Das sollte in keiner Weise erlaubt sein. Natürlich hast auch du das gemacht, und damit bist du nicht allein", meint der Brasilianer in Richtung Frijns.

Nissan-Pilot Oliver Rowland verfolgte die hitzige Diskussion übrigens gemütlich aus der Beobachter-Rolle mit einem Popcorn-GIF, das er zwischenzeitlich zum Besten gab…

von Timo Pape 

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Kommentar von Simon |

Das war es wohl mit der freundlichen Stimmung im Fahrerlager.

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