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Formel E im TV: ZDF zeigt (nur) Live-Streams zum New York E-Prix, Berlin-Quoten von ARD & Eurosport im Überblick

Das ZDF zeigt beide Finalrennen der Formel E in New York im Live-Stream. Das bestätigte ein Sprecher der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt am Freitagnachmittag gegenüber 'e-Formel.de'. Gleichzeitig bedeutet dies allerdings, dass die Live-Übertragung nicht im ZDF-Fernsehen stattfinden wird, wie bis zuletzt spekuliert wurde. Das ZDF wagt damit einen ersten vorsichtigen Schritt in Richtung Formel E, Live-Zuschauer müssen jedoch die Website des Senders besuchen oder wie gewohnt Eurosport einschalten.

"Wir werden die beiden letzten Saisonrennen (New York E-Prix) der Formel-E-Saison 2017/18 im ZDF-Live-Stream zeigen", bestätigt uns ein ZDF-Sprecher und nennt konkret die Läufe am Samstag, dem 14.07., sowie am Sonntag,  dem 15.07. (Rennstart jeweils um 22 Uhr). "Hinzu kommt eine ca. 20-minütige Zusammenfassung des Rennens vom 14.07. in einer SPORTextra-Strecke am Sonntag, 15.07." Die Formel E wird demnach zusammen mit Triathlon und Rudern in den Sendeplatz 14:00 bis 16:00 Uhr eingebettet. Reporter für beide Formel-E-Live-Streams und für die Zusammenfassung wird Aris Donzelli sein. Die Laufzeiten der Live-Streams:

  • Rennen 1: Samstag, 14.07., Start: 21:30 Uhr CEST (Ende 22:30)
  • Rennen 2: Sonntag, 15.07., Start: 21:00 Uhr CEST (Ende 22:00)

Quoten-Rekord für Formel E dank ARD-Übertragung in Berlin

Möglich wird die Übertragung dadurch, dass das ZDF eine Sublizenz von TV-Rechte-Inhaber Discovery Communications für die beiden Finalrennen von New York erworben hat. Ähnlich hat es am vergangenen Wochenende die ARD gemacht. Das Erste zeigte mit dem Berlin E-Prix am Samstag (19. Mai), den an der Strecke gut 22.000 Besucher verfolgten, erstmals ein Formel-E-Rennen live im TV - mit durchaus guten Einschaltquoten.

Insgesamt 1,46 Millionen Zuschauer schalteten das einzige Deutschland-Rennen der aktuellen Saison im Ersten ein - wie erwartet ein neuer Rekord für die Formel E im deutschen Fernsehen. Der lag bis dato bei knapp einer Viertelmillion Zuschauern (248.000), die zu Spitzenzeiten beim zweiten New-York-Rennen von 2017 zusahen.

Zwar blieb die Quote unter jener der beiden Fußball-Pokalfinal-Spiele der Frauen und Männer, zwischen denen die Formel-E-Übertragung stattfand. Trotzdem ist der erzielte Wert als klarer Erfolg einzustufen - gerade mit Blick auf die DTM-Übertragungen der vergangenen Jahre, mit denen das Erste in der Saison 2017 im Schnitt nur noch  0,89 Millionen Menschen erreichte. Zudem erzielte die Live-Sportschau einen Marktanteil von 20,2 Prozent - jeder fünfte TV-Zuschauer in Deutschland sah zwischen 18 und 19 Uhr die Formel E.

Den Quoten-Rekord der DTM hält übrigens das Nürburgring-Rennen von 2006, bei dem 2,61 Millionen Zuschauer zusahen. Der Marktanteil lag damals bei 16,8 Prozent - deutlich weniger als bei der allerersten Formel-E-Übertragung der ARD. Und noch ein Vergleich: Die Formel 1 brachte es bei RTL in der vergangenen Saison laut 'Motorsport-Total.com' auf einen Zuschauerschnitt 4,36 Millionen und einen mittleren Marktanteil von 29,19 Prozent. Allzu weit weg ist die noch junge Formel E gar nicht mehr.

Eurosport bekommt ARD-Übertragung zu spüren

Privatsender Eurosport, der als Tochter des Discovery-Konzerns jedes Formel-E-Rennen live überträgt, hatte es beim diesjährigen Berlin E-Prix erwartungsgemäß schwer ob der direkten Konkurrenz im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Nichtsdestotrotz konnten die Münchner das Zuschauerniveau von 2017 mit einem Spitzenwert von 134.000 Zuschauern in etwa halten. Durchschnittlich verfolgten 84.000 Zuschauer den Heimsieg von Daniel Abt - weniger als im Vorjahr. Die besten TV-Quoten beim Berlin E-Prix erzielte Eurosport übrigens vor zwei Jahren mit dem Straßenrennen auf der Karl-Marx-Allee.

Auch bei den Marktanteilen litt Eurosport unter der Dominanz der ARD. So kam der Sportsender auf jeweils 0,6 Prozent - sowohl im gesamten Markt als auch in der von Eurosport definierten Zielgruppe (männlich, 20-59 Jahre), die wir seit inzwischen fast drei Jahren Rennen für Rennen dokumentieren.

"Europaweit sahen das Berlin-Rennen durchschnittlich 0,35 Millionen Zuschauer", ergänzt ein Eurosport-Sprecher gegenüber 'e-Formel.de'. "Insgesamt erreichte die Formel-E-Saison 2017/18 bislang 32,8 Millionen verschiedene Zuschauer in Europa, davon 5,5 Millionen aus Deutschland (über Eurosport)." Das nächste Rennen, der Zürich E-Prix am 10. Juni, wird wie gewohnt auf Eurosport zu sehen sein.

Die Einschaltquoten der Formel E bei Eurosport seit 2015

von Timo Pape 

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