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Formel E in Berlin: Jaguar-Pilot Mitch Evans gewinnt 1. Freies Training

Die erste Session der Formel E in Berlin ging an Jaguar Racing: Im 1. Freien Training am Freitag setzte sich der Neuseeländer Mitch Evans mit der schnellsten Rundenzeit durch. In 1:08.162 Minuten unterbot er den bisherigen Streckenrekord von Tempelhof um gut 1,3 Sekunden. Zweiter wurde Edoardo Mortara im Venturi. Einen starken Eindruck hinterließ zudem Stoffel Vandoorne vom deutschen HWA-Team als Dritter. Bester deutscher Fahrer war Vorjahressieger Daniel Abt (Audi) auf Position 9.

Bei weitgehend sonnigen Bedingungen gingen die Fahrer um 15:30 Uhr auf die Strecke. Nach der obligatorischen Full-Course-Yellow-Übung war es zunächst Sebastien Buemi, der sich an die Spitze der Zeitentabelle setzte. In den folgenden Minuten sorgte vor allem Stoffel Vandoorne für schnelle Runden und übernahm die Führung. Lucas di Grassi leistete sich indes einen kleinen Verbremser, sonst passierte im ersten Drittel des Trainings allerdings sehr wenig.

Nach einer Viertelstunde setzte der Deutsche Andre Lotterer, dessen DS Techeetah zum Teil mit schwarz-rot-goldenen Farbakzenten glänzte, die neue Bestzeit. Etwa fünf Minuten später schaltete Landsmann Pascal Wehrlein als Erster in den Attack-Mode (225 statt 200 kW) und fuhr entsprechend die bis dahin schnellste Runde. In der Folge drehten noch weitere Fahrer auf. Schließlich war es Vandoorne, der als Erster den Streckenrekord von Jean-Eric Vergne aus dem Jahr 2018 (1:09.438 Minuten) unterbot.

Eine Viertelstunde vor dem Ende nahm Antonio Felix da Costa im BMW den ersten Platz ein. Auf den Plätzen 2 und 3 zu dieser Zeit: Daniel Abt und Mitch Evans, die beide einen guten Eindruck hinterließen. Robin Frijns vertat sich indes beim Einlenken und musste korrigieren, konnte seinen Virgin aber abfangen.

In den letzten fünf Minuten der Session riefen viele Fahrer ihre Maximalleistung von 250 kW ab. Zunächst setzte Jerome d'Ambrosio die Bestzeit mit gut einer halben Sekunde Vorsprung, dann holte sich Felix da Costa die Spitze zurück. BMW-Teamkollege Alex schlug derweil leicht an der Außenmauer in Kurve 6 an, nahm aber keinen größeren Schaden. Seine Runde reichte nichtsdestotrotz zum zwischenzeitlichen dritten Rang.

Auch in den letzten zwei Minuten fielen die Zeiten weiter. Erst fuhr Edo Mortara die schnellste Runde, dann Evans. Der "Kiwi" sollte seine Führungsposition bis zum Ende nicht mehr abgeben und untermauerte damit seine Ansprüche in Berlin. Das 2. Freie Training startet um 18 Uhr. Qualifying und Rennen sind für den Samstag angesetzt.

Foto: Lou Johnson / Spacesuit Media

>>> zum Ergebnis des 1. Freien Trainings

von Timo Pape  

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