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Formel E in Diriyya: Antonio Felix da Costa bricht Streckenrekord im 3. Freien Training

Antonio Felix da Costa hat das 3. Freie Training der Formel E in Diriyya für sich entschieden. Im einzigen Samstagstraining verbesserte der DS-Techeetah-Pilot den bisherigen Streckenrekord um mehr als drei Sekunden und setzte sich knapp gegen den Vortagessieger Sam Bird durch. Dritter wurde Alex Sims vor Oliver Rowland und Pascal Wehrlein.

Etwas später als am Vortag begann das einzige Freie Samstagstraining (FP3) um 6:45 Uhr deutscher Zeit. Ganz so sandig wie am Freitag war die Strecke diesmal nicht, auch weil kurz zuvor die Jaguar I-Pace eTrophy ihr Qualifying ausgetragen hatte. Nach der gewohnten Full-Course-Yellow-Phase erschienen nach fünf Minuten die ersten seriösen Rundenzeiten auf dem Zeitenmonitor.

Dann gelbe Flaggen in Kurve 18: Oliver Turvey musste mit seinem Nio den Notausgang am Ende der langen Geraden nehmen. Nach kurzem Stillstand konnte der Brite jedoch den Rückwärtsgang einlegen und aus eigener Kraft auf den Kurs zurückkehren. Nach gut sieben Minuten fiel bereits der Streckenrekord vom Freitag (1:14.353): Oliver Rowland im Nissan umrundete den Straßenkurs von Diriyya in 1:14.262 Minuten.

Fahrfehler vom Champion führt zu Unfall

Dann der nächste Rückschlag für den Meister: Nach seinem Lenkungsdefekt beim ersten Saisonlauf schlug Jean-Eric Vergne seitlich an der Mauer an und brach sich die hintere linke Aufhängung. Am Funk vermutete er, dass auch die linke Vorderradaufhängung Schaden genommen hätte. Im Schneckentempo schleppte er seinen DS E-Tense FE20 zurück an die Box.

"Das war ein dummer Fehler meinerseits", erklärte Vergne wenig später in der Garage. "Ich bin in Kurve 16 ein bisschen von der Spur abgekommen, wo es sehr rutschig war. Ich war nur noch Passagier." Das Problem mit seiner Lenkung am Freitag habe das Team ausmachen können: "Wir haben den Fehler letzte Nacht um 2 Uhr gefunden, da sollte nun alles passen."

Auf der Strecke purzelten weiter die Rekorde. Erst setzte Felipe Massa eine neue Bestzeit, dann Mitch Evans, Alex Sims und Edo Mortara - gute Pace der beiden Venturi. Die Rundenzeiten waren zu diesem Zeitpunkt schon fast eine ganze Sekunde schneller als am Freitag. Sims, der Pole-Sitter vom Vortag, konterte und übernahm wieder die Spitzenposition, musste sie jedoch wenig später wieder an seinen ehemaligen BMW-Teamkollegen Antonio Felix da Costa abgeben, der inzwischen für DS Techeetah fährt.

Strecke deutlich schneller als am Freitag

20 Minuten vor Schluss zauberte Rowland eine neue Bestzeit auf den Asphalt von Diriyya: In 1:12.752 Minuten war er gut 3,5 Zehntelsekunden schneller als Felix da Costa und unterbot als Erster die 1:13er-Marke. Sein Nissan-Teamkollege Sebastien Buemi tat es ihm gleich und sortierte sich knapp zwei Hundertstelsekunden hinter ihm ein. Mortara setzte aber noch einen drauf und holte sich Platz 1 zurück. Bei Teamkollege Massa lief es nicht ganz so rund: Der Brasilianer war mit dem rechten Vorderrad leicht an der Mauer angeschlagen. Das Venturi-Team musste daraufhin am Auto arbeiten.

Stoffel Vandoorne bewies indes, dass auch der Werks-Mercedes zu einer starken Pace fähig ist und übernahm eine Viertelstunde vor dem Ende die Führung. Erstmals an diesem Wochenende machte auch Pascal Wehrlein mit einer guten Runde auf sich aufmerksam, die ihm Platz 2 einbrachte. Dann gaben die beiden Virgin-Piloten richtig Strom und holten sich die Doppelführung - Sam Bird vor Robin Frijns. Weniger Grund zur Freude hatte Jaguar, denn Neuling James Calado krachte abermals gegen die Mauer und zerstörte die hintere linke Aufhängung seines I-Type 4. Er rollte langsam an die Box zurück.

Quali-Modus lässt die Rekorde purzeln

Zehn Minuten vor Sessionende schaltete Rowland als Erster in den Quali-Modus hoch (250 kW) und war abermals eine halbe Sekunde schneller - die erste 1:11er-Zeit. Maximilian Günther (BMW) und Mitch Evans (Jaguar) reihten sich hinter ihm ein. Dann machten noch zwei weitere deutsche Fahrer auf sich aufmerksam: Wehrlein und Daniel Abt zeigten mit den Positionen 2 und 3 das Potenzial ihrer Autos. Antonio Felix da Costa setzte knapp zwei Minuten vor Schluss aber noch ein echtes Ausrufezeichen: Mit drei Sektorenbestzeiten schraubte er den Rundenrekord abermals vier Zehntelsekunden nach unten. Sims war ähnlich schnell, kam aber nicht ganz an die Zeit des Portugiesen heran.

Einzig Sam Bird konnte Felix da Costa noch gefährlich werden, doch es sollte nicht ganz reichen für den Meisterschaftsführenden. Somit blieb DS Techeetah an der Spitze des Tableaus und holte sich damit den ersten Sessionsieg der neuen Saison. Das Qualifying (zur Übersicht der vier Quali-Gruppen) zum zweiten Saisonlauf in Diriyya beginnt um 9 Uhr deutscher Zeit - live zu verfolgen bei Eurosport im TV oder in unserem LGT Formel E Live-Ticker.

>>> zu den Ergebnissen des 3. Freien Trainings von Diriyya

von Timo Pape  

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