Andre-Lotterer-Paris

Formel E in Paris: Lotterer-Bestzeit & mehrere Regen-Unfälle im 1. Training

Andre Lotterer im DS Techeetah hat das 1. Freie Training von Paris für sich entschieden. Zweiter wurde Sebastien Buemi, Dritter sein Nissan-Teamkollege Oliver Rowland. Auf regennasser Strecke waren es aber vor allen die zahlreichen Unfälle, die für Aufregung sorgten. Nicht nur Lucas di Grassi und Jean-Eric Vergne sorgten für Schreckmomente, sondern auch die beiden Virgin: Sowohl Robin Frijns als auch Sam Bird schlugen in Kurve 2 in die Mauer ein, was zwei rote Flaggen nach sich zog.

Schon nach wenigen Sekunden ging ein Raunen durch den Paddock, denn Lucas di Grassi war bereits ohne Nase unterwegs. Dem Audi-Piloten war kurz nach dem Rausfahren auf gerader Strecke das Heck ausgebrochen. Er schlug an und beschädigte sich die Front ordentlich. "Meine Lenkstange ist verbogen", funkte er an sein Team und kam zur Reparatur an die Box zurück.

Wenig später die nächste kuriose Szene: Sebastien Buemi verbremste sich auf der langen Geraden und rutscht ins Auto von Sam Bird, wobei er den Briten drehte. Gleichzeitig stand auch noch Jean-Eric Vergne in der Auslaufzone - kuriose Anfangsphase in Paris.

Vergne hatte sich kurz zuvor einen spektakulären Dreher geleistet: Auf der langen Gerade drehte er sich mehrfach um die eigene Achse, blieb dabei aber immer gerade. So rutschte er selbst noch durch die Auslaufzone, ohne irgendwo anzuschlagen - unfassbares Glück für den Franzosen. Pünktlich um 8 Uhr kam dann zum ersten Mal die Sonne heraus, während sich Jose Maria Lopez die Bestzeit holte, wenig später aber von Lotterer beerbt wurde. Die Rundenzeiten waren zu diesem Zeitpunkt wegen der nassen Strecke gut zwölf Sekunden langsamer als der Streckenrekord des Vorjahres.

Nach 15 Minuten der nächste Aufreger: Robin Frijns verbremste sich in Kurve 2 und fuhr mehr oder weniger frontal in die TecPro-Barriere. Er beschädigte die Front seines Virgin und blieb zunächst stehen. Trotz gelber Flaggen verbremste sich Buemi in derselben Kurve, drehte sich dabei und rutschte neben Frijns mit dem Heck zuerst ebenfalls in die Streckenbegrenzung. Sein Nissan nahm jedoch keinen Schaden, er konnte direkt weiterfahren. "Die Strecke ist unfahrbar", funkte er anschließend. Die Rennleitung unterbrach die Session mit roten Flaggen, um die TecPro-Barriere flicken zu lassen.

Acht Minuten vor dem Sessionende stand der nächste Virgin in der Mauer. An derselben Stelle wie sein Teamkollege krachte auch Sam Bird in die TecPro-Barriere und zerstörte sein Auto links vorn. Die nächste rote Flagge folgte. Auch diesmal lief die Zeit weiter, sodass die Rennleitung die Session gar nicht mehr aufnahm. Es blieb also bei der Bestzeit von Andre Lotterer nach einer chaotischen Auftaktsession in Paris. Weiter geht es mit dem FP2 um 10 Uhr.

>>> zu den Ergebnissen des 1. Freien Trainings

Foto: DS Techeetah

von Timo Pape 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Nissan-Buemi-in-Bern

Power-Ranking: Unsere Fahrer-Bewertung nach dem Swiss E-Prix

Der Formel-E-Lauf in der Schweiz bot Spannung bis in die letzte Kurve. Nach einem Unfall am Rennstart widerstand Jean-Eric Vergne (DS) den wiederholten Angriffen von Mitch Evans (Jaguar), der den ...
von Tobias Bluhm
Bern-Dragon-Bern

Bern: Günther fährt trotz Schäden auf Platz 5 & steigert seinen Marktwert

Beim Swiss E-Prix in Bern wiederholte Maximilian Günther am vergangenen Wochenende sein bislang bestes Karriereergebnis in der Formel E. Der 21-Jährige überquerte nach einem hart umkämpften Rennen zwar den Zielstrich ...
von Tobias Bluhm
Agag-Vergne-Eder-voestalpine-Trophy-Bern-Formula-E

Formel E: Jean-Eric Vergne ist erster Gesamtsieger der voestalpine European Races

Anzeige | Jean-Eric Vergne hat sich mit seinem dritten Saisonsieg am vergangenen Samstag in Bern nicht nur in eine exzellente Position für die Titelverteidigung Mitte Juli in New York gebracht. Sein ...
von Timo Pape
Venturi-Audi-Bern-Chase

Postkarte aus Bern: Die Paddock-Themen vom Formel-E-Wochenende

Von einer Massenkarambolage am Start über rundenlange Kämpfe um die Führung bis hin zu plötzlich einsetzendem Regen hatte der Formel-E-Lauf in Bern fast alles zu bieten, was sich Fans der ...
von Tobias Bluhm