Felix-Rosenqvist-Rome

Formel E in Rom: Rosenqvist gewinnt 2. Training, Lynn erneut mit Unfall

Felix Rosenqvist hat das 2. Freie Training in Rom für sich entschieden. Der Schwede in Mahindra-Diensten brach mit einer Bestzeit von 1:35.467 Minuten nicht nur den bestehenden Rundenrekord aus dem 1. Training, sondern setzte vor der Qualifikation außerdem ein Zeichen für die Pole-Position. Formel-E-Champion Lucas di Grassi (Audi) schaffte es nach 30 Minuten auf Position 3, bester Deutscher wurde Daniel Abt (Audi) auf Platz 15. Ein erneuter Unfall von Alex Lynn (Virgin) beendete das Training wie schon am Morgen frühzeitig mit einer roten Flagge.

Schon zu Beginn der Session zeichnete sich die gute Performance von Rosenqvist ab. Der 26-Jährige führte nach einer ersten Qualifying-Simulation in der höchsten Motoreneinstellung (200 kW) das Feld nach zehn Minuten an und gab die Führung bis zum Ende nicht mehr ab. Auch Sam Bird (Virgin), der erst kurz vor Ende des Trainings in den 200-kW-Modus schaltete, kam nur dreieinhalb Zehntelsekunden an Rosenqvist heran, der seine ursprüngliche Zeit kurz zuvor nochmals verbessert hatte. Bird wurde am Ende Zweiter. Hinter Lucas di Grassi komplettieren Jose Maria Lopez (Dragon) und Nico Prost (e.dams) die Top 5.

Abermals stellte sich die spektakuläre Strecke in Rom als überaus anspruchsvoll heraus. Mehrere Fahrer hoben auf der Bodenwelle in der Bremszone vor Kurve 5 mit allen vier Rädern vom Asphalt ab und verbremsten sich. Unter anderem mussten Andre Lotterer (Techeetah) und Felix Rosenqvist den Notausgang in Anspruch nehmen, um ihr Fahrzeug zu wenden.

Die spektakulärste Szene gehörte allerdings zweifelsohne Alex Lynn. Nachdem der Brite schon in Mexiko, Santiago und dem ersten Rom-Training einen Trainingsabbruch verursachte, landete der 24-Jährige kurz vor Ende der Session erneut in der Mauer. Lynn verlor die Kontrolle in der langsamen Schikane 16/17 und rutschte seitwärts in die TECPRO-Barriere. Die rote Flagge, die die Rennleitung zur Bergung des havarierten Virgins schwenken ließ, beendete die Session vier Minuten vor Ablauf der regulären Zeit.

Dragon stark, Venturi enttäuschend

Die größte Überraschung im Training ist die gute Leistung der beiden Dragon-Piloten. Nach einem schweren Saisonstart scheint das US-Team endlich wieder Kurs auf regelmäßige Punkte nehmen zu können. Nachdem Jose Maria Lopez bereits in Punta del Este sein Talent bewies, stellte sich der Argentinier am Ende auf Rang 4. Auch sein Teamkollege Jerome d'Ambrosio (Platz 7) kommt langsam auf Touren.

Enttäuschend präsentierte sich hingegen Venturi. Nachdem Maro Engel und Edoardo Mortara schon im ersten Training nur auf die Positionen 16 und 17 kamen, schaffte es das Duo in der zweiten Session gar nur auf die Plätze 18 und 20. In den letzten 60 Minuten vor der Qualifikation gilt es für die Monegassen also, schnellstmöglich die Ursache für die mangelnde Pace zu finden und zu beheben.

Doch auch die deutschen Fahrer haben noch jede Menge Boden gutzumachen. So reihte sich beispielsweise Andre Lotterer (Techeetah) nur  zwischen den Venturi-Piloten auf Platz 19 ein. Durch die rote Flagge schaffte es Nick Heidfeld zudem nicht zu einem zweiten 200-kW-Run auf den Kurs. Der Mönchengladbacher wurde am Ende - zwei Positionen hinter Daniel Abt - 17.

Das Qualifying in Rom startet um 12 Uhr, Eurosport überträgt die Session live im Free-TV. Falls du heute unterwegs sein solltest oder noch arbeiten musst, begleiten wir die Session selbstverständlich auch im kostenlosen LGT Formel-E-Live-Ticker für dich.

Foto: Lou Johnson / Spacesuit Media

Das Ergebnis des 2. Freien Trainings in Rom

von Tobias Bluhm 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Venturi-Car-from-behind

FIA geht gegen vermeintliche Traktionskontrolle in Formel E vor

Die FIA hat mit der Veröffentlichung des Technischen Reglements für die kommende Saison auf mögliche Traktionskontrollen in der Formel E reagiert. Gerüchte besagen, dass gleich neun der elf Teams in Saison ...
von Tobias Wirtz
Max-Günther-climbs-Formula-E-Car

Thema Impfen: So schützt sich die Formel E auf ihrer Welttournee

Die Formel E bewegt sich seit ihrer Premierensaison 2014/2015 auf unterschiedlichen Kontinenten. Europa, Afrika, Asien, Nord- und Südamerika stehen dabei fast jede Saison im Rennkalender der Elektrorennserie. In der derzeitigen ...
von Erich Hirsch
Sam-Bird-Monaco

Formel-E-Fahrer wünschen sich Rückkehr zu fester Rundenzahl

Mit der vergangenen Saison 2018/19 führte die Formel E eine neue Regel zur Dauer eines E-Prix ein: Ab sofort gingen die Elektrorennen nicht mehr über eine fixe, im Vorfeld definierte ...
von Timo Pape
Alejandro-Agag-Extreme-E-Buggy

Agag über Extreme-E-Kritik: "Man kann nicht im Bett bleiben, nur um Emissionen zu vermeiden"

Die neue SUV-Rennserie Extreme E soll zum nächsten großen Streich von Formel-E-Gründer Alejandro Agag werden. Der Spanier, der sich in den kommenden Wochen von seiner Position als Geschäftsführer der Formel ...
von Tobias Bluhm