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Formel E in Zürich: Bird & Virgin wollen "im Titel-Rennen bleiben", DS bestätigt Vergne & Lotterer

Der zehnte Lauf der Formel-E-Saison 2017/18 findet am kommenden Sonntag, dem 10. Juni, in Zürich statt. Seit 64 Jahren ist es das erste Rundstreckenrennen, das wieder in der Schweiz stattfindet. Sam Bird – aktuell Zweiter in der Fahrerwertung – will dem führenden Piloten Jean-Eric Vergne den Titel noch streitig machen.

Der Zürich E-Prix findet auf einer 2,465 Kilometer langen urbanen Strecke statt. Vorbei am Ufer des Zürichsees führt sie durch das Herz des Bankenviertels und die Innenstadt. Die Formel-E-Autos starten am malerischen Hafen Enge. Die Spitzengeschwindigkeit auf diesem Kurs soll 220 km/h betragen - mehr geht aktuell nicht.

Aufgrund eines Verbots fand seit 1954 kein Rundstreckenrennen mehr in der Schweiz statt. Nach einer Gesetzesmodifizierung im Jahr 2015 sind Rennen wieder erlaubt, wenn die Rennwagen rein elektrisch angetrieben werden. Titelanwärter Bird wird alles daran setzen, den Abstand auf seinen Rivalen Vergne zu verringern. In den drei letzten Läufen der Saison können noch 87 Punkte geholt werden.

Sam Bird sagt: "Im Vergleich zum vergangenen Rennen in Berlin passt der Streckenverlauf in Zürich mit seinen 90-Grad-Kurven, seinen Schikanen und den Haarnadelkurven besser zu mir. Wir wissen, dass unser Auto schnell ist. Wenn wir es schaffen, uns für die vorderen Startreihen zu qualifizieren, so wie es uns in der gesamten Saison gelungen ist, können wir vorn mitfahren."

Alex Lynn sagt: "Seit Berlin haben wir im Rennsimulator und in unserer Basis in Silverstone hart gearbeitet, um für den E-Prix in Zürich gut gerüstet zu sein. Aktuell ist für uns noch alles möglich. So werden wir erneut alles daransetzen, wertvolle Punkte zu holen, damit wir unsere Position in der Teamwertung verbessern können."

Sylvain Filippi, Technischer Leiter von DS Virgin Racing und Vertreter des zurückgetretenen Teamchefs Alex Tai, sagt: "Es ist fantastisch, wieder ein Rundstreckenrennen in der Schweiz erleben zu können. Das gilt insbesondere für Zürich – eine Stadt, die in Sachen Nachhaltigkeit zu den fortschrittlichsten gehört. Wir absolvieren die beste Saison unserer Geschichte. Unser hochmotiviertes Team wird weiter um den Titel in der Fahrer- und Teamwertung kämpfen."

Xavier Mestelan Pinon, Direktor DS Performance, sagt: "Unser wichtigstes Ziel ist es, im Titel-Rennen zu bleiben. Im Vergleich zu Berlin erwartet uns in Zürich ein typischer Formel-E-Streckenverlauf in der Innenstadt. Solch ein Kurs passt besser zu uns. Dort haben wir größere Chancen auf ein gutes Ergebnis."

DS Performance bestätigt Vergne & Lotterer als Entwicklungsfahrer

Davon abgesehen hat DS Performance am Mittwoch über Twitter vermeldet, dass die beiden aktuellen Techeetah-Piloten Jean-Eric Vergne und Andre Lotterer das Testprogramm für Saison 5 absolvieren und nun offizielle DS-Entwicklungsfahrer seien. Das ist insofern bemerkenswert, als dass die bevorstehende Trennung von DS und Virgin Racing nach wie vor nicht offiziell kommuniziert ist und erst nach Saisonschluss erwartet wird. Die Meldung, dass Techeetah künftig Antriebe von DS beziehen wird, wurde damit indirekt bestätigt.

Die ersten Testfahrten mit dem neuen DS E-TENSE FE 19 fanden Berichten zufolge bereits auf dem spanischen Circuit de Calafat statt. Techeetah-Ingenieure sollen nicht dabei gewesen sein. Wie das künftige DS-Techeetah-Team ab Ende 2018 genau aufgestellt und heißen wird, ist noch unklar. Virgin Racing wird indes aller Voraussicht nach den Motorenpartner wechseln und in Zukunft Antriebsstränge von Audi beziehen.

von Timo Pape 

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