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Formel E: Lotterer & Vergne schimpfen über "unfaires" Qualifying-Format

DS Techeetah hat in Santiago de Chile einen herausfordernden E-Prix voller überraschender Wendungen erlebt. Jean-Eric Vergne musste aufgeben, Andre Lotterer belegte den 13. Platz. Für Techeetah war es das erste punktlose Rennen seit dem Paris E-Prix 2017. Nach dem E-Prix klagten die beiden Fahrer vor allem über das Qualifying-Format, durch das sie in Gruppe 1 einen klaren Nachteil hatten.

Nur vierzehn Rennwagen erreichten beim Santiago E-Prix, der bei einer Rekordhitze von 37 Grad stattfand, die Ziellinie. Nach einem guten Start vom zwölften und vierzehnten Platz kämpften Vergne und Lotterer um Punkte. Das Rennen für den französischen Piloten endete jedoch vorzeitig wegen Schäden an seinem Monocoque. Lotterer musste sich wegen technischer Probleme mit dem dreizehnten Platz begnügen.

"Es war nicht unser Tag", meint Lotterer. "Wir haben hart gearbeitet, um einen guten Platz in der Startaufstellung zu erlangen. Es ist unfair, am Ende des Feldes zu starten, weil die erste Gruppe im Qualifying die Strecke sauber fahren musste. Während des Rennens konnte ich einige Plätze gutmachen, jedoch habe ich wegen eines Temperaturanstiegs an Leistung verloren. Also musste ich langsamer fahren, um die Ziellinie noch zu erreichen. Wir müssen herausfinden, was schiefgelaufen ist."

Vergne hatte seinerseits nicht nur mit Quali-Gruppe 1 zu kämpfen, sondern wurde auf der Strecke auch noch gedreht. Lotterer war Antonio Felix da Costa ins Heck gefahren, der seinerseits zwangsläufig Vergne anstieß. "Das Team hat hervorragende Arbeit geleistet", sagt Vergne. "Trotz des ersten Platzes in meiner Qualifying-Gruppe musste ich wegen des Streckenzustands vom zwölften Platz starten. Ich wollte gerade angreifen, als ich von hinten angestoßen wurde. Danach habe ich bemerkt, dass mit meinem Rennwagen etwas nicht stimmte und musste stoppen."

Teamchef Mark Preston sagt: "Das Rennen ist nicht so gelaufen wie geplant. Jean-Eric musste wegen eines technischen Defekts aufgeben. Bei Andres Rennwagen hat die Antriebseinheit kurz vor Rennende überhitzt. Die Ursache für dieses Problem müssen wir noch herausfinden. Bereits das Qualifying war frustrierend. Dennoch hat das Team hervorragende Arbeit geleistet und hätte es verdient gehabt, dafür belohnt zu werden."

Xavier Mestelan Pinon, Direktor von DS Performance, sagt: "Wir sind sehr enttäuscht über das Ergebnis. Unsere Gruppe war im Qualifying wegen des Staubs auf der Strecke benachteiligt, danach mussten wir im Mittelfeld starten. Im Rennen hatte Jean-Eric seinen Rhythmus gefunden und auch ausreichend Energie, als er Opfer eines Zusammenstoßes wurde. Wir müssen diesen Tag hinter uns lassen und uns auf das nächste Rennen in Mexiko konzentrieren." Dies findet am 16. Februar statt.

von Timo Pape  

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Kommentar von Mr. KnowItAll |

Ihr meint im ersten Absatz sicher, dass es ein "klarer Nachteil" ist und nicht ein "klarer Vorteil" in Gruppe 1 zu sein.

Kommentar von Timo |

Natürlich - vielen Dank für den Hinweis!

Kommentar von Derbe_klopp_te |

Klar ist das ein Nachteil, aber so sind halt die Regeln und es gilt ja für alle in der ersten Gruppe, also die direkten Kontrahenten im Titelkampf. Von daher ist es auch irgendwie gerecht.

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