NIO-Formula-E-Launch-Season-5

Formel E: NIO zeigt neue Lackierung & präsentiert Dillmann als Stammfahrer

Auch bei NIO ist der Vorhang für die neue Formel-E-Saison gefallen. Nachdem bereits am Mittag das deutsche HWA-Team sein neues Auto sowie Gary Paffett als Fahrer präsentierte, folgte am späten Montagabend das Team des chinesischen Elektroauto-Start-ups. Bei einer feierlichen Veranstaltung, die über Facebook gestreamt wurde, präsentierte NIO nicht nur sein neues Fahrzeug, sondern auch seine Fahrerpaarung für das neue Jahr: Erwartungsgemäß startet Oliver Turvey weiterhin im NIO, bekommt jedoch mit dem Franzosen Tom Dillmann einen neuen Teamkollegen an die Seite gestellt.

Dillmann startete in den vergangenen zwei Saisons bei insgesamt zehn E-Prix für Venturi. Trotz mehrerer Punkteergebnisse - zuletzt feierte er beim 2018er-Saisonfinale in New York mit Platz 4 sein bestes Formel-E-Resultat - bekam er allerdings keinen Langzeit-Vertrag vom monegassischen Team. Stattdessen verpflichtete nun zum Start der fünften Saison NIO den Elsässer, der den erfolglosen Luca Filippi nach nur einem Jahr ersetzen wird.

Der Deal mit Dillmann ist jedoch nicht die einzige Änderung bei NIO für das neue Jahr. Während das Team noch in der letzten Saison gänzlich in einem glänzenden Türkis an den Start ging, setzt man beim Design des "NIO 004" fortan auch auf jede Menge Weiß. Allgemein wirkt der NIO durch die optischen Anpassungen deutlich aufgeräumter als noch in der vorangegangenen Saison. Auch besteht fortan keine Verwechslungsgefahr mehr mit dem im Vorjahr ähnlich lackierten Andretti-Boliden.

"Ich freue mich sehr, ab sofort für NIO zu fahren", sagt Neuling Dillmann. "Wir hatten ein paar echt gute Testtage, in denen wir unser Auto entwickelt haben und eine gute Beziehung zueinander aufgebaut haben. Ich kann es kaum erwarten, gemeinsam mit NIO in diese spannende neue Ära der Formel E zu gehen."

Teamkollege Turvey ergänzt: "Es ist ein gutes Gefühl, weiterhin für NIO zu fahren. Ich möchte Gerry (Hughes, Teamchef) und jedem im Team danken für die kontinuierliche Unterstützung. Wir sind in den vergangenen drei Jahren als Team zusammengewachsen, haben uns jedes Jahr weiter verbessert, ich bin stolz, vergangene Saison in Mexiko unser erstes Podium geholt zu haben."

NIO ist eines der Gründungsteams der Formel E, wenngleich der Rennstall in seiner Zeit unter mehreren Namen an den Start ging. Als "Team China Racing" und anschließend "NextEV TCR" feierten die Chinesen im Sommer 2015 mit dem Fahrertitel von Nelson Piquet jr. (inzwischen Jaguar) den größten Erfolg. Zur dritten Saison (2016/17) tauchte schließlich der Name NIO auf der Meldeliste auf.

Fotos: Drew Gibson / NIO

Zusätzliche Berichterstattung: Timo Pape

von Tobias Bluhm  

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

White-Logo-Tesla-Model-X-Wooden-Logs

Formel-E-Boss Reigle erklärt: Darum hat Tesla (noch) kein eigenes Motorsport-Team

Die Liste der Automobilhersteller in der Formel E ist lang: Neben Audi und BMW nehmen seit 2019 auch Mercedes und Porsche mit eigenen Werksteams an den Rennen der Elektroserie teil. ...
von Tobias Bluhm
Mitch-Evans-Panasonic-Jaguar-Racing-Berlin-E-Prix-2020-Attack-Mode-activated-ABB-logo-background-blur

"Völlig unparteiisch" - Gen3-Batterie-Hersteller Williams ohne Bedenken wegen Jaguar-Partnerschaft

Williams Advanced Engineering (WAE), 2010 als Tochterfirma des Williams-Formel-1-Rennstalls gegründet, wird die Batterien für die dritte Fahrzeuggeneration der Formel E liefern. WAE nimmt diese Rolle damit nach vier Jahren erneut ...
von Tobias Wirtz
Starting-Lights-Saudi-Arabia-ABB-Formula-E-Championship-Blue

Offener Brief an EU-Kommission: Formel E schließt sich UN-Kampagne "Race To Zero" an

Die ABB FIA Formel-E-Meisterschaft hat am 15. September den "EU 2030 Letter" unterzeichnet. Damit unterstützt die Rennserie die globale Kampagne der Vereinten Nationen für eine CO2-neutrale Wirtschaft. Die Ziele: vor ...
von Tobias Wirtz
Stoffel-Vandoorne-Black-Mercedes-Berlin-Season-Six-Finale

Für Saisons 7 & 8: Formel E passt Homologationsprozedur für neue Antriebe an

Um bei den durch die COVID-19-Pandemie finanziell angeschlagenen Formel-E-Herstellern Kosten einzusparen, hat die FIA beschlossen, dass die Konstrukteure für die Saisons 7 und 8 nur einen neuen Antrieb homologieren dürfen. ...
von Tobias Wirtz