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Formel E: Sam Bird gewinnt ersten Rom E-Prix, Lotterer wird 3.

Sam Bird hat das erste Formel-E-Rennen in Rom gewonnen. Der britische Virgin-Fahrer setzte sich am Ende knapp gegen den amtierenden Champion Lucas di Grassi im Audi durch und profitierte von einem Ausfall Felix Rosenqvists, der lange Zeit geführt hatte. Dritter wurde der Deutsche Andre Lotterer im Techeetah vor Daniel Abt und Jean-Eric Vergne. Maro Engel holte als Achter wichtige Punkte, Nick Heidfeld kam nach Unfall nur auf Position 16.

Am Start ging zunächst alles glatt. Pole-Sitter Rosenqvist verteidigte die Spitze, und auch direkt hinter ihm blieb alles wie gehabt. Lediglich Oliver Turvey machte zwei Plätze gut, wodurch Sebastien Buemi und Lucas di Grassi jeweils zurückfielen. Daniel Abt ging ebenfalls an seinem Teamkollegen vorbei. In den Folgerunden konnte Rosenqvist einen einigermaßen komfortablen Vorsprung von etwa 2,5 Sekunden auf Bird herausfahren. Ansonsten passierte in der ersten Rennhälfte noch relativ wenig.

Erst kurz vor dem Fahrzeugwechsel zur Rennmitte nahm der Rom E-Prix so richtig Fahrt auf. Heidfeld und Turvey kollidierten in der Haarnadelkurve. Am Ende waren jedoch sogar vier Autos involviert, denn Lokalmatador Luca Filippi krachte seinem NIO-Teamkollegen bei einem eigenen Überholversuch gegen Edo Mortara ins Heck. Glück im Unglück: Die Boxenstopps standen ohnehin unmittelbar bevor, und alle Beteiligten konnten aus eigener Kraft weiterfahren. Es folgte die erste Full-Course-Yellow-Phase des Rennens.

Beim Fahrzeugwechsel konnte vor allem Buemi profitieren. Der Schweizer ging an Evans und Lotterer vorbei und kam als Dritter wieder auf die Strecke. Auch d'Ambrosio, der als einziger Fahrer noch eine Runde später als die Nachzögler an die Box kam, machte dank der auf der Strecke geltenden Geschwindigkeitsbegrenzung einige Plätze gut. Di Grassi ging darüber hinaus beim Stopp an Teamkollege Abt vorbei.

Während sich Rosenqvist und Bird an der Spitze absetzten, kam es dahinter zu wilden Duellen. Evans holte sich zunächst Platz 3 von Buemi zurück, dessen Renault in der zweiten Rennhälfte nicht mehr so konkurrenzfähig war wie zuvor. Direkt dahinter schnappte sich di Grassi seinen alten Audi-LMP1-Kollegen Lotterer und nahm die Spur von Buemi auf.

Rosenqvist wirft erneut Sieg weg

Dann der Schockmoment für Felix Rosenqvist und Mahindra: Dem Schweden brach bei der Fahrt über den Randstein schlichtweg die hintere Aufhängung, und er musste seinen defekten Elektrorennwagen abstellen. "Als ich in Kurve 17 über den Randstein ging, gab die Aufhängung einfach nach. Auch die Antriebswelle war beschädigt, ich konnte also nicht einmal in die Box fahren." Statt mit dem Sieg verabschiedete sich Rosenqvist demnach mit lediglich drei Punkten für die Pole-Position aus Rom. Die Rennleitung veranlasste zum zweiten Mal Full-Course-Yellow, während Bird die Führung übernahm.

Di Grassi startete derweil den ersten Angriff auf Buemi, der sich jedoch zunächst noch mit seinem FANBOOST verteidige. Doch auch di Grassi konnte - ebenso wie Luca Filippi - auf die Extrapower im zweiten Auto zurückgreifen und überholte seinen ewigen Rivalen Buemi mit FANBOOST den Berg hinab. In den nächsten Runden gingen auch Lotterer, Abt und Vergne an Buemi vorbei, der am Ende nur Sechster wurde.

Während der letzten Runden entwickelte sich ein packender Dreikampf um den Sieg. Evans attackierte mehrfach Bird, kam jedoch nicht vorbei und verbrauchte dabei viel Energie. Quasi zeitgleich sah er sich den Angriffen von di Grassi ausgesetzt, den er letztlich passieren lassen musste. Di Grassi holte zwar noch auf Bird auf, doch der Brite rettete Platz 1 ins Ziel. Evans hingegen ging die Energie aus. Er rollte mehr oder weniger über die Ziellinie und musste bis dahin noch einige Piloten vorbeiziehen lassen - am Ende ein enttäuschender neunter Rang für den Jaguar-Fahrer, der ebenso hätte gewinnen können.

Durch seinen Sieg von Rom hat Sam Bird den zweiten Platz in der Gesamtwertung übernommen. Er liegt nach sieben von zwölf Saisonläufen noch 18 Punkte hinter Spitzenreiter Vergne. Daniel Abt hat durch seinen vierten Platz und die schnellste Rennrunde seinerseits Gesamtrang 5 übernommen. Auch Audi-Teamkollege di Grassi hat dank seinem zweiten Pokal in Folge einen großen Sprung auf Position 8 gemacht und liegt damit direkt vor Lotterer.

In der Teamwertung ist Audi an Jaguar vorbeigezogen und nun Gesamtvierter. An der Spitze liegt weiterhin komfortabel Techeetah vor DS Virgin und Mahindra. Die "rote Laterne" trägt nun nicht mehr Dragon, sondern Andretti. Das nächste Formel-E-Rennen findet bereits in zwei Wochen, am 28. April, in Paris statt.

Foto: Lou Johnson / Spacesuit Media

Das provisorische Rennergebnis von Rom

von Timo Pape 

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Kommentar von Helmut |

Also von einem über tollen Rennen zu sprechen, finde ich übertrieben. Das Rennen hatte ein paar gute Runden, aber der Großteil (vor allem die ersten zwei Drittel) waren einschläfernd.
Zum Kurs selber: das Layout war super aber von Rom war nix zu sehen. Da ist ja New York gefühlt mehr in NYC als dieser Kurs hier in Rom. Das hätte in jeder (südländischen) Stadt sein können.
Und ich weiß nicht, ob es die Kameraperspektive oder sonst was war, aber die gefühlte Geschwindigkeit der Autos war wie auf der Autobahn im Stau.
Wenn ich die F1 heute in Shanghai mit dem Rennen in Rom vergleiche, gefällt mir die F1 besser. Die erste Hälfte war zwar auch wenig aufregend, aber dann kam auch genug Würze ins Rennen.
Und jetzt freu ich mich auf die IndyCars in Long Beach. Das wird wohl das beste Autorennen des Wochenendes.

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