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"Frustrierendes" Formel-E-Wochenende für DS Virgin in Santiago

Sam Bird fuhr als Fünfter über die Ziellinie des ersten E-Prix in Santiago de Chile. Für die schnellste Runde im Rennen wurde der Brite zudem mit einem Bonuspunkt belohnt. Bird und DS Virgin Racing gehören weiter zu den Titelanwärtern: Bird liegt in der Meisterschaft auf Position drei, ebenso wie der britische Rennstall in der Teamwertung. Trotzdem hielt sich die Freude am Ende des Tages in Grenzen...

Der Tag hatte für beide Piloten gut angefangen. Bird erzielte im 1. Freien Training die schnellste Zeit. Sein Teamkollege Alex Lynn belegte hingegen im FP2 Rang zwei. Im Qualifying stellten Bird und Lynn erneut ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Bird qualifizierte sich für die Super-Pole. Da Audi-Pilot Lucas di Grassi wegen eines Inverter-Tauschs strafversetzt worden war, starteten Bird und Lynn von der vierten respektive der sechsten Position.

Bereits in der ersten Runde kam nach Zwischenfällen das Safety-Car zum Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt belegten Bird und Lynn den fünften beziehungsweise sechsten Platz. Bird versuchte danach, Sebastien Buemi (Renault e.dams) zu überholen, was ihm jedoch nicht gelang. Sein Auto war zwar in den kurvigen Teilen der Strecke schnell, nicht jedoch auf den langen Geraden. Lynn konnte seine Position gegen di Grassi viele Runden lang verteidigen, musste sich aber schließlich geschlagen geben.

Die Piloten von DS Virgin folgten unterschiedlichen Rennstrategien. Lynn fuhr früher in die Box, Bird wartete noch eine weitere Runde ab. Im ersten E-Prix nach der Abschaffung der Mindestzeit in der Boxengasse verlief der Auto-Wechsel für beide Piloten reibungslos. Aufgrund eines mechanischen Problems musste Lynn schließlich aufgeben. Bird griff weiter an und kämpfte bis zur Zielflagge, obwohl die Telemetrie in der Box für alle Teams ausgefallen war.

"Das Rennen war frustrierend", sagt Bird, der bis zum Rennende nicht an Buemi vorbeikam. "Es ist uns nicht gelungen, wichtige Punkte zu erreichen. Wir haben versucht, unterschiedliche Rennstrategien zu fahren und die Boxenstopps auseinander zu ziehen. Das hat aber nicht gefruchtet. Es ist schade, was mit Alex passiert ist. Ich bin aber davon überzeugt, dass er und das Team in Mexiko umso stärker aufholen werden."

Teamkollege Lynn ist ebenfalls bedient: "Das Rennende war enttäuschend. Wir waren den ganzen Tag über wettbewerbsfähig. Im Rennen hatten wir zwar eine gute Ausgangsposition, aber ein mechanisches Problem zwang mich aufzugeben. Es war dennoch ein schönes Rennen mit einer großartigen Stimmung und einer herausragenden Strecke."

Teamchef Alex Tai sieht auch Positives: "Wir haben von Beginn an bewiesen, dass wir unseren Rhythmus schnell finden können und zur Spitzengruppe gehören. Leider spiegelt das Ergebnis dies nicht wider. Wir waren im Qualifying sehr wettbewerbsfähig. Sam qualifizierte sich für die Super-Pole, Alex verpasste knapp den Einzug. Trotzdem haben beide Piloten auf einer schwierigen Strecke mit starken Mitstreitern gute Leistungen abgeliefert. Wir haben wichtige Punkte erzielt und bleiben beim Kampf um den Titel in der Fahrer- und Teamwertung weiter im Rennen."

Xavier Mestelan Pinon, Direktor von DS Performance, ergänzt: "Die sportliche Bilanz des Wochenendes bleibt hinter unseren Erwartungen zurück. Dennoch waren unsere Fahrer im Qualifying und im Rennen schnell unterwegs. In der Formel E werden Fehler sofort und hart bestraft. Wir werden in Mexiko wieder angreifen."

von Erich Hirsch 

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