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Gen3: Bewerbungsfrist für Batterie- & Chassis-Ausrüster verlängert, BMW nicht interessiert

Potenzielle Batterie- und Chassis-Hersteller für die dritte Formel-E-Generation bekommen zwei Wochen mehr Zeit, um ihre Bewerbungsunterlagen fertigzustellen. Wie die FIA am Donnerstag bestätigte, wird der Zeitraum, in dem sich interessierte Hersteller offiziell als Einheitsausrüster ab Saison 9 (ab Ende 2022) bewerben können, verlängert.

Die neue Deadline zur Einschreibung ist der 14. April 2020. Bislang hätten Interessenten bis zum 31. März Zeit gehabt, um sich zu bewerben. Warum die FIA die Frist verlängerte, ist nicht bekannt. Womöglich hat die Corona-Krise zu Verzögerungen geführt, dies ist jedoch Spekulation. Eine Entscheidung, wer das künftige Gen3-Chassis und die zugehörige Batterie bauen darf, soll im Juni verkündet werden.

Der deutsche Automobilhersteller BMW wird sich nach Informationen von 'The Race' nicht als Batterieausrüster bewerben. "Wollen wir mit Batterien in die Massenproduktion gehen? Nein!", stellt BMW-Motorsportchef Jens Marquardt klar. Zwar forsche der Münchener Konzern in seinem eigenen Batterie-Entwicklungscenter stets an vorderster Front, nichtsdestotrotz arbeite BMW auch mit starken Partnern zusammen.

"Ehrlich gesagt glaube ich, dass die Plattform (Formel E) aktuell sehr gut funktioniert", erklärt Marquardt. "Mit einem Team anzutreten, bringt uns wahrscheinlich mehr, als Hersteller einer einzelnen Komponente zu sein - selbst wenn sie in jedem Auto steckt."

Auch Porsche wohl ohne Ambitionen

Auch Porsche soll von einer Bewerbung als Batteriehersteller absehen, wenngleich sich die Stuttgarter bei den Kollegen nicht zu diesem Thema äußern wollten. Im September 2016 hatte sich Porsche - vor der Entscheidung, als Werksteam in die Formel E einzusteigen - bereits als Batterieausrüster für die zweite Fahrzeuggeneration beworben. Am Ende setzte sich jedoch McLaren Applied Technologies gegen die Bewerber Porsche, SAFT, Williams Advanced Engineering, DS und Mahindra durch.

Die künftige Gen3-Batterie soll bei ähnlicher Speicherkapazität wie bisher gut 100 Kilogramm leichter sein als der aktuelle Akku. Sie soll binnen 45 Minuten aufgeladen werden können und für 30-sekündige Schnellladevorgänge während des Rennens gerüstet sein. Welche Hersteller und Unternehmen sich dieser Herausforderung stellen wollen, ist noch nicht bekannt.

Foto: Peter Minnig / Spacesuit Media

von Timo Pape  

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