Vandoorne-HWA-Tempelhof-Airport-Berlin

HWA in Berlin: Stoffels nächste Sternstunde, Paffett mit Mauerkontakt

Beim Formel-E-Heimspiel des deutschen Teams HWA Racelab konnte der schwäbische Rennstall am Ende ein mittelmäßiges Ergebnis verbuchen. Nach einer starken Qualifikation in Berlin startete das HWA-Duo zwar aus den ersten zwei Startreihen. Nach einem Mauerkontakt fiel der amtierende DTM-Champion Gary Paffett jedoch im Verlauf des Rennens weit zurück. Stoffel Vandoorne begeisterte über weite Strecken und erreichte mit Platz 5 das zweitbeste Ergebnis seiner noch jungen Formel-E-Karriere.

"Natürlich will man, wenn man von Platz 2 startet, auch auf das Podium. Von daher bin ich auch ein wenig enttäuscht, aber alles in allem war es ein positives Rennen für mich", resümiert der Belgier gegenüber 'e-Formel.de'. "In der Vergangenheit war unsere Rennpace immer etwas schlechter als die der anderen. Wenn man das bedenkt, ist mein fünfter Platz heute ein starkes Ergebnis. Ich bin happy, dass ich wieder Punkte für das Team holen konnte."

Auto effizient und sparsam, "aber uns fehlt die Performance"

Vandoorne, der vor dieser Saison aus der Formel 1 in die Elektroserie gewechselt war, nahm den E-Prix nach zwei sehr starken Runden im Gruppen-Qualifying und anschließend im Super-Pole-Shoot-out vom zweiten Startplatz auf. Nachdem er sich in der Startphase auf den Podiumsrängen halten konnte, rutschte er nach den ersten Attack-Mode-Aktivierungen auf den fünften Platz ab, den er bis zum Ende verteidigte.

"Beim Heimrennen des Teams ist es natürlich schade, dass es nicht für die Top 3 gereicht hat. Am Ende war es einfach nicht genug", sagt Vandoorne. Wir waren effizient und sparsam, aber uns fehlt einfach die Performance. Trotzdem haben wir viel gelernt. Ich denke, ich kann zufrieden sein mit meinem Tag."

Paffett fällt nach Mauerkontakt weit zurück

Auch Gary Paffett schaffte es in die Super-Pole, die er mit einem vierten Platz krönte - sein bislang bestes Qualifying-Resultat in der Formel E. In einem harten Positionskampf berührte Paffett dann jedoch die Mauer, als er von Alex Lynn (Jaguar) überholt wurde. Beim Kontakt beschädigte er sich die Hinterachse seines Fahrzeugs, das ab diesem Zeitpunkt nicht mehr mit dem Tempo der Spitze mithalten konnte. Paffett beendete das Rennen außerhalb der Punkteränge auf Platz 16.

"Der Start lief noch ganz gut, aber nach meinem Mauerkontakt bis zum Schluss des Rennens hatte ich, aus welchem Grund auch immer, nicht mehr genug Pace", erklärt uns Paffett. "Ich hatte sehr mit der Balance zu kämpfen. Das war ein enttäuschender Rennverlauf für mich, gerade weil ich von Platz 4 gestartet war."

Das nächste Formel-E-Rennen für HWA Racelab ist der Swiss E-Prix, der am 22. Juni in Bern stattfindet. Der Affalterbacher Rennstall möchte dort die Führung vor Dragon und NIO auf Platz 9 der Teammeisterschaft ausbauen und den Rückstand auf Jaguar verringern. Die "Raubkatze" liegt derzeit 36 Punkte vor HWA.

Foto: HWA

von Tobias Bluhm  

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Formula-E-Cars-Santiago-de-Chile

Formel E erreicht als 1. globale Sportart Klimaneutralität durch Ausgleichsprogramme

Die Formel E hat als erste global ausgetragene Sportart das Prädikat "klimaneutral" erreicht. Das gab die Elektrorennserie am Montag bekannt. Durch Investitionen in Umweltprojekte in allen Ländern, in denen die Formel E ...
von Timo Pape
Rokit-Venturi-Marrakesh-E-Prix-Rookie-Test

Nato, Hughes, Leclerc & Co. - Wer wird Felipe Massas Nachfolger in der Formel E?

Zeitgleich mit dem Zieleinlauf zum finalen Rennen des Berlin E-Prix 2020 verkündete Venturi den Formel-E-Abschied von Felipe Massa. Der Brasilianer, der ursprünglich auch eine Vertragsoption für die nächste Saison besaß, ...
von Tobias Bluhm
Nyck-de-Vries-White-Baseball-Cap-Earphones

De Vries vom F2-Meister zum Formel-E-Rookie des Jahres: "Junge Fahrer haben bewiesen, dass sie es können"

Der niederländische Rennfahrer Nyck de Vries zählte zu den größten Überraschungen der abgelaufenen Formel-E-Saison 2019/20. Als Mercedes-Werksfahrer krönte er sein erstes Jahr in der Elektroserie mir dem besten Gesamtergebnis eines ...
von Tobias Bluhm
Extreme-E-Dust-Sand-Desert-Speed

Lucas di Grassi: Extreme E ist "eine großartige Marketing-Plattform"

In etwas mehr als vier Monaten soll das erste Rennen der Formel-E-Schwesterserie Extreme E starten. Die Meisterschaft für Rallye-Buggys, die im vergangenen Jahr vom ehemaligen Formel-E-Geschäftsführer Alejandro Agag gegründet wurde, ...
von Tobias Bluhm