HWA-Formula-E-Car-from-Above-Paffett

HWA vor Marrakesch-Premiere: "Ziel ist, mit beiden Autos die Zielflagge zu sehen"

HWA Racelab fährt weiter von Premiere zu Premiere: Am kommenden Samstag tritt das neue deutsche Formel-E-Team erstmals in Marokko an. Nach Platz 16 für Stoffel Vandoorne und dem Ausfall von Gary Paffett beim Saisonauftakt in Diriyya geht es nun vor allem darum, die gewonnenen Daten und Erkenntnisse optimal zu verwerten, um beim Marrakesch E-Prix weiter an Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen. Entsprechend akribisch haben sich die Motorsport-Experten aus Affalterbach auf das Event in der nordafrikanischen Metropole vorbereitet.

"Wir haben bei unserem ersten Rennen in Saudi-Arabien positive, aber auch lehrreiche Erfahrungen gemacht", erklärt Teamchef Ulrich Fritz. "Positiv war sicher die Performance im Qualifying und auch der Zusammenhalt in unserer jungen Mannschaft, die unglaublich motiviert ist, diese für uns neue Serie kennenzulernen, zu verstehen und hier mittelfristig erfolgreich zu sein. Diesem Ziel kommen wir mit jeder Veranstaltung, jeder Session einen Schritt näher - auch wenn wir uns bewusst sind, dass dies noch ein langer Weg sein wird."

"Enttäuschend war sicherlich der Rennverlauf: Beide Fahrzeuge waren früh im Rennen in Unfälle verwickelt, wodurch Gary direkt ausschied und Stoffel mit einem stark beschädigten Auto kämpfte und somit bis ans Ende des Feldes durchgereicht wurde", so Fritz weiter. "Für Marrakesch ändert sich an unserer Zielvorgabe nichts. Unser primäres Ziel ist, mit beiden Autos am Samstag die Zielflagge zu sehen und weitere Erfahrungen zu sammeln."

Der Marrakesch E-Prix steht schon zum dritten Mal im Rennkalender der Formel E. Gefahren wird auf dem Circuit International Automobile Moulay El Hassan, einem temporären Straßenkurs in direkter Nähe zur Medina und den weltberühmten Souks. Das Rennen mit den neuen Gen2-Fahrzeugen führt über eine Distanz von 45 Minuten plus eine Runde.

Gary Paffett sagt vor seinem zweiten Formel-E-Rennen: "Ich freue mich sehr auf Marrakesch. Riad war ein tougher Auftakt - das erste Rennwochenende für mich in der Formel E und für das Team von HWA Racelab. Die Bedingungen mit dem Regen haben es uns nicht einfacher gemacht. Ja, das war ein schwieriger Samstag, aber wir fühlen uns nun besser vorbereitet für Marrakesch. Zumal ich dort im vergangenen Jahr bereits beim Rookie-Test gefahren bin. Was die Strecke angeht, habe ich also schon ein wenig mehr Erfahrung als in Riad. Wir alle haben beim ersten Rennen viel gelernt und wollen nun in Marrakesch weitere Erfahrungen sammeln."

Teamkollege Stoffel Vandoorne ergänzt: "Während der kurzen Winterpause war ich in Miami. Ein paar rennfreie Tage - das war sehr erholsam. Aber jetzt freue ich mich auf Marrakesch und die zweite Runde der Formel-E-Meisterschaft. Auf das erste Rennen in Riad blicken wir mit gemischten Gefühlen zurück: Es gab Höhen und Tiefen. Unser Speed im Training - aber im Grunde auch während des gesamten Wochenendes - war durchaus vielversprechend. Von daher bin ich gespannt auf Marrakesch. Die Strecke ist neu für mich. Einige andere Fahrer kennen sie schon, aber ich gehe es trotzdem zuversichtlich an. Wir bauen auf den Erfahrungen von Riad auf, und ich bin sicher, dass wir unsere Performance im Rennen deutlich verbessern können."

von Timo Pape 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Lucas-di-Grassi-Tom-Kristensen-Running-Lanzarote

Nach F1-Vorbild: Formel E diskutiert Mindestgewicht für Fahrer

Seit mehreren Jahren beschäftigt die Welt des Motorsports der schier allgegenwärtige "Abnehm-Wahnsinn". Auch in der Formel E wird das Thema des Fahrergewichts inzwischen heiß diskutiert. Denn während die Formel 1 ...
von Tobias Bluhm
Brendon-Hartley-Porsche

Formel E: Porsche setzt Brendon Hartley für Testarbeit ein

Die Vorbereitungen für den Formel-E-Einstieg von Porsche laufen auf Hochtouren. Kürzlich absolvierte der deutsche Sportwagenhersteller den ersten Rollout mit Neel Jani am Steuer am Stammsitz in Weissach. Wie 'e-racing365' nun meldet, soll ...
von Erich Hirsch
Frijns-Virgin-Rainy-Hongkong

Sieg verloren, Podium gewonnen: Frijns wird in Hongkong Dritter nach Bird-Strafe

Nach einem ernüchternden elften Platz in Mexiko war Robin Frijns beim Formel-E-Rennen in Hongkong wieder ganz vorne mit dabei: Nach Regen-Pech im Qualifying und dem daraus resultierenden Startplatz 10 pflügte ...
von Svenja König
Nelson-Piquet-Jaguar-Crash-Hong-Kong-Formula-E

Evans in Punkten, Piquet im Formtief: Licht & Schatten bei Jaguar Racing

Beim 50. Rennen in der Geschichte der Formel E erkämpfte sich Mitch Evans vom Team Panasonic Jaguar Racing in Hongkong den siebten Platz. Der Neuseeländer ist neben Daniel Abt nun ...
von Timo Pape