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Jean Todt begrüßt Gen2 EVO: "Formel E in einer Klasse für sich"

Mit der Vorstellung des Gen2-EVO-Fahrzeugs vor wenigen Tagen sorgte die Formel E für Schlagzeilen. Das neue Auto soll ab Ende 2020 zum Einsatz kommen, wenn die Elektroserie in ihre erste Weltmeisterschaftssaison 2020/21 startet. Auch bei FIA-Präsident Jean Todt stieß das neue Modell auf Begeisterung.

Der Franzose Todt gehört zu den "Gründervätern" der Formel E. Gemeinsam mit Alejandro Agag, inzwischen der Vorstandsvorsitzende der Elektroserie, entwickelte er 2011 das Konzept für die Formel E, die schließlich 2014 ihr erstes Rennen startete.

"Wenn man bedenkt, dass wir mit zwei Fahrzeugen und einem Autowechsel angefangen haben und inzwischen ein Auto ausreicht, dann ist das schon großartig. Wir demonstrieren damit, dass Motorsport nicht nur eine Show, sondern auch ein Technik-Labor ist", erklärt Todt auf der offiziellen Webseite der FIA Formula E. Vom Gen2 EVO ist er ein großer Fan: "Wir wollen kein Auto haben, das wie ein Formel-1- oder Formel-2-Auto aussieht. Wir wollen eines, das weitaus zukunftsweisender ist."

"Wir haben einen guten Designer gefunden", sagt der Franzose. "Das Fahrzeugdesign der Formel E ist anders als in allen anderen Einsitzer-Kategorien. Sie muss sich aber auch nicht mit anderen Motorsport-Serien vergleichen. Einige Leute fragen, ob sie vielleicht ein Konkurrent für die Formel 1 werden könnte, aber darum geht es nicht. Die Formel E ist in einer Klasse für sich."

Das Gen2-EVO-Auto ist eine Weiterentwicklung des derzeit eingesetzten Gen2-Fahrzeugmodells, das seit Ende 2018 von der Formel E genutzt wird. Das Optisch-Upgrade wird weitere zwei Jahre zum Einsatz kommen. Ab der Saison 2022/23 ist schließlich die Einführung eines gänzlich neuen Chassis geplant - das der dritten Generation der Formel E. Für das Gen3-Auto sind kleinere Akkus, zusätzliche Rekuperationsmöglichkeiten und Schnelllade-Boxenstopps geplant.

von Tobias Bluhm  

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