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LGT-Botschafter Daniel Abt im Interview: "Formel-E-Sieg vor heimischem Publikum wäre genial"

- Sponsored Post - Audi-Fahrer Daniel Abt ist in der aktuellen Saison zu einem der Topfahrer in der Formel E avanciert. Beim Mexico City E-Prix im März holte er sich seinen ersten Sieg - den ersten für Deutschland in der Formel E. Zu seinem Heimrennen in Berlin, das in diesem Jahr am 19. Mai in Tempelhof stattfindet, reist Abt erneut mit der Hoffnung auf den Sieg an. Wir haben den Botschafter der Liechtensteiner Privatbank LGT vor dem Berlin E-Prix befragt.

Daniel, der E-Prix in Berlin steht vor der Tür. Schon aufgeregt?

Ich freue mich auf alle Formel-E-Rennen, aber Berlin ist definitiv etwas Besonderes. Es ist mein Heimrennen, bei dem viele meiner Freunde und meine Familie vor Ort sind. Ich mag die Strecke, und die vielen Formel-E-begeisterten Fans schaffen eine geniale Atmosphäre.

Liegt dir die Strecke in Tempelhof?

Ja, sehr. Da die Organisatoren nicht an Straßen gebunden sind, können sie sich mit der Streckenführung ausleben. Das Design im vergangenen Jahr war sehr cool, hat gutes Racing und viel Action ermöglicht und dadurch auch bei den Zuschauern für tolle Stimmung gesorgt.

Wie sind die Berliner Fans?

Absolut begeisterungsfähig. Man spürt ihre Euphorie und ihren Spaß an der Sache. Generell habe ich das Gefühl, dass die Formel E eine andere Art Fans hat als alteingesessene Motorsportserien. Bei Letzteren spürt man eine Art Sättigung. Es kommen immer die gleichen Fans, die wissen, was passiert, und schon alles kennen. Das ist bei der Formel E anders - hier herrscht eine Atmosphäre, die ich im Motorsport noch nie erlebt habe.

Du bist seit Beginn der Formel E im Jahr 2014 als Fahrer mit dabei. Wie hat sich die Serie entwickelt?

Dass die Formel E in so kurzer Zeit so bedeutend wird, hat wahrscheinlich kaum einer vorhergesehen. Anfangs wurde die Serie belächelt, mittlerweile wird sie akzeptiert und respektiert. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass sie die höchste Herstellerdichte aller Rennserien weltweit aufweist.

Woran liegt das?

Die Elektromobilität wird für die Hersteller immer wichtiger, deshalb möchten sie auch im Motorsport dort präsent sein, wo ein Bezug zu ihren Produkten besteht. Außerdem ist ein Einstieg in die Formel E noch relativ kostengünstig.

Wird die Formel E die Elektromobilität voranbringen?

Ich denke schon. Sicherlich kann man nicht alleine dadurch, dass man mit Elektroautos Rennen fährt, die Welt verändern. Aber die Formel E treibt die Entwicklung der Technologie voran. Und was noch viel wichtiger ist: Sie hilft, das Bild, das die Menschen von E-Mobilität haben, zu verändern.

Inwiefern?

Viele denken bei Elektroautos an grüne Weltverbesserer. Aber das ist komplett falsch. Elektroautos zu fahren, macht wirklich Spaß. Sie haben Power ohne Ende und sind schon jetzt effizienter als jeder Verbrennungsmotor.

Viele eingefleischte Motorsportfans stören sich am fehlenden Geräuschpegel.

Aber Sound ist doch kein Argument für Rennsport. Rennsport bedeutet spannende Zweikämpfe, Rennsport ist das Fahren am Limit. Der Sound trägt absolut nichts zur Unterhaltung bei, sondern ist nur Gewohnheit.

Apropos Neuerungen: Für dich als Fahrer hat sich in dieser Saison einiges verändert.

Veränderungen am Auto gibt es im Prinzip zu jeder neuen Saison, daran sind wir gewöhnt. Aber im vergangenen Jahr hat Audi das Team übernommen und mich als Audi-Werksfahrer unter Vertrag genommen. Das heißt: neuer Chef, neuer Ingenieur, wesentlich mehr involvierte Leute und neue Strukturen und Abläufe. Auch als Fahrer muss man sich erst einmal in das Team einfinden und die Prozesse verstehen.

Deine Ergebnisse lassen vermuten, dass die Umstellung ganz gut geklappt hat?

Ja, ich fühle mich sehr wohl. Und diese Saison ist definitiv meine bisher erfolgreichste. In Mexiko meinen ersten langersehnten Sieg einzufahren, war für mich der Durchbruch. Aber es sind in dieser Saison auch ein paar Dinge schiefgelaufen, und wir haben einige wichtige Punkte liegenlassen müssen.

Wie hat sich dein erster Sieg angefühlt?

Das war ein sehr emotionaler Moment. Aber ehrlich gesagt war es in Hongkong noch viel emotionaler - dieser Sieg hat sich angefühlt wie ein perfekt geschriebenes Märchen. Ich habe die ganze Woche gesagt, dass ich an meinem 25. Geburtstag 25 Punkte einfahren möchte. Und dann passiert es tatsächlich. Die Disqualifikation nach der Siegerehrung war ein bitterer Moment. Vielleicht lag es auch an dieser Erfahrung, dass ich in Mexiko unbewusst das Ganze nicht komplett an mich herangelassen habe - falls wieder etwas passiert. Ist zwar bescheuert, so etwas zu denken, aber man kann das nicht abschalten.

Und welches Ziel hast du dir für Berlin gesetzt?

Ein Formel-E-Sieg vor heimischem Publikum wäre genial.

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Voller Kalender für Daniel Abt

Zwölf Rennen werden in dieser vierten Formel-E-Saison ausgetragen. Nur zwölf Arbeitstage für Daniel Abt? Weit gefehlt. Der Kalender des 25-Jährigen ist voll. PR-Termine, Testfahren, Sport, Sponsoren-Events und Videodrehs - langweilig wird es ihm nicht. Dass sich Daniel Abt nicht nur im Cockpit, sondern auch vor der Kamera wohlfühlt, sieht man auf den ersten Blick. Ob als eines der Gesichter der LGT Imagekampagne, als YouTuber oder im LGT Kinospot - wenn das rote Licht aufleuchtet, ist der Bayer nicht mehr zu bremsen. Sogar bei der Suche nach neuen Mitarbeitenden unterstützt Daniel Abt seine Partner: Für die LGT Lehrlingskampagne drehte der Kemptner einen Facebook-Clip, in dem er junge dynamische Schulabgänger auf die Ausbildung bei der Liechtensteiner Bank aufmerksam macht. Und auch live macht er eine gute Figur: Bei Veranstaltungen mit LGT Kunden und Mitarbeitenden erzählt er voller Begeisterung über seine Erfahrungen als Formel-E-Pilot und zieht sein Publikum überall auf der Welt in den Bann.

Foto: Audi Media Center

von Timo Pape 

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