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Lotterer, Abt, Günther & Wehrlein: Die deutschen Formel-E-Fahrer im Interview

Für vier deutsche Formel-E-Fahrer steht am Samstag mit dem Berlin E-Prix das Heimrennen auf dem Programm: Andre Lotterer, Daniel Abt, Maximilian Günther und Pascal Wehrlein. Während Abt und Lotterer bereits ihre Erfahrungen mit dem "Tempelhof-Ring" gemacht haben, wird der zehnte Saisonlauf für Wehrlein und Günther zum Heimdebüt. Im Interview sprechen alle vier deutschen Piloten über ihre Erwartungen an das bevorstehende Berlin-Wochenende.

Pascal Wehrlein (Mahindra)

Pascal, für dich ist der Berlin E-Prix das erste Formel-E-Rennen vor heimischer Kulisse. Was erwartest du vom Wochenende?

Dieses Rennen wird schon etwas Besonderes für mich. Auf der einen Seite ist es mein Heimrennen, auf der anderen Seite weiß ich, dass Mahindra Racing ganz spezielle Erinnerungen an Berlin hat (Felix Rosenqvist und Nick Heidfeld holten beim Doppelrennen 2017 die Plätze 1, 2 und 3). Hoffentlich schaffen wir es, noch so ein erfolgreiches Wochenende abzuliefern.

Bisher war es eine Debütsaison mit Höhen und Tiefen für dich…

Ich habe das Gefühl, dass sich mit Blick auf die noch ausstehenden Rennen alles in die richtige Richtung entwickelt. Wir waren bei den letzten beiden Rennen in der Super-Pole und sind in Monaco aus der ersten Reihe gestartet. Wir haben also an den richtigen Schrauben gedreht und besitzen wieder die Pace für die Spitze. Die Strecke in Berlin sieht allerdings recht schwierig aus, weil sie viele Bodenwellen hat, und weil das Gripniveau auf dem alten Flugfeld nicht sehr hoch sein wird.

Andre Lotterer (DS Techeetah)

Andre, du kennst Tempelhof schon und bist 2018 Neunter geworden. Diesmal trägst du die deutschen Farben auf dem Auto. Was macht den Berlin E-Prix so besonders für dich?

Ein Heimrennen ist immer etwas Besonderes, Berlin ist eine coole Stadt und die Strecke bietet viele Überholmöglichkeiten und Action. Wir können dort unheimlich viele Gäste und Zuschauer begrüßen und generell ist auf dem Flugplatz eine coole Atmosphäre. Ich freue mich sehr, dort zu fahren und hoffentlich viele lokale Fans zu begrüßen. Außerdem freue ich mich auf das Podium - auf das will ich nämlich am Ende!

Du standst in dieser Saison schon öfter kurz vor deinem ersten Erfolg in der Formel E. Was für einen Stellenwert hätte ein Heimsieg in Berlin für dich?

Für mich hat ein Sieg allgemein einen hohen Stellenwert, da ich bisher noch keinen geschafft habe. Hongkong und Rom waren sehr knapp und am Ende dann leider immer wieder enttäuschend. Ob das ein Heimsieg ist oder nicht – für mich steht der Sieg an sich im Vordergrund. Aber wenn der in Berlin sein sollte, vor deutschem Publikum mit der deutschen Flagge, das wäre schon mega.

Maximilian Günther (Dragon)

Max, für dich steht das Heimdebüt bevor. Du bist nicht alle Rennen in dieser Saison gefahren. Wie wichtig ist der Berlin E-Prix für dich?

Er ist natürlich sehr wichtig. Berlin ist eine tolle Stadt, und als deutscher Fahrer ist es natürlich umso spezieller. Berlin ist auf jeden Fall ein Rennen, auf das ich mich extrem freue. Es ist immer toll, vor heimischer Kulisse zu fahren. Berlin ist im Kalender auf jeden Fall ganz hoch angesiedelt, was die Priorität betrifft.

Daniel Abt (Audi)

Daniel, als Fahrer der ersten Stunde bist du schon viermal in Berlin gefahren. Ist das Heimspiel trotzdem noch ein besonderes Rennen für dich?

Ja, absolut. Ein Heimrennen ist immer etwas Spezielles und für mich ja auch mit super schönen Erinnerungen verbunden. Deswegen gibt es für mich kein schöneres Rennen im Kalender, und ich freue mich extrem darauf. Und natürlich will ich auch jedes Jahr wieder einen so schönen Tag erleben, ein geiles Ergebnis einfahren und mit den Fans feiern.

Letzte Saison hast du den Heimsieg geholt. Ist der Druck in dieser Saison besonders groß?

Nein, der Druck ist überhaupt nicht größer. Ich sage mal, dass ich das persönliche Ziel dort zu gewinnen, ja schon erreicht habe. Und besser, als es das letzte Jahr geklappt hat, kann man es nicht machen. Aber natürlich ist es auch mein Wunsch, das zu wiederholen, weil ich weiß, wie schön es sich angefühlt hat und wie viel Spaß es gemacht hat. Deswegen werde ich immer mein Bestes geben und hoffe natürlich, dass es wieder so gut wird.

von Timo Pape 

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