Günther-Santiago

Medienbericht: Max Günther verliert Formel-E-Cockpit an Felipe Nasr

Paukenschlag für die Fans von Formel-E-Fahrer Maximilian Günther: Der Deutsche muss bereits im nächsten Rennen in Mexiko-Stadt (16. Februar) sein Cockpit für Felipe Nasr räumen. Der Brasilianer, der 2015 und 2016 zwei Saisons in der Formel 1 bestritt, wird den Dragon-Renner mit der Startnummer 6 für weite Teile der verbleibenden Formel-E-Saison 2018/19 übernehmen. Günther wird laut eigener Pressemitteilung "mindestens ein weiteres Rennen" - voraussichtlich in Rom - bestreiten und weiterhin für Dragon als Simulator-, Entwicklungs- und Reservefahrer arbeiten.

Das Fehlen beim Rennen in Mexiko kommt für den Allgäuer selbst nicht überraschend und habe schon seit Vertragsabschluss mit Dragon festgestanden, heißt es im offiziellen Statement. "Es war von vornherein klar, dass ich mir die Saison mit einem anderen Fahrer teilen werde", erklärt Günther. "Ich weiß, dass ich in dieser Saison wieder für Dragon Rennen fahren werde. Bis dahin werde ich weiter die Simulatorarbeit übernehmen und dem Team als Test- und Ersatzfahrer zur Seite stehen. Ich hatte viel Spaß in Santiago, wo ich nach meinem super Qualifying bis zu meinem Ausfall auch ein starkes Rennen abliefern konnte. Ich freue mich, schon bald in den Penske EV-3 zurückzukehren!"

Nasr, dessen Name bereits auf der offiziellen Meldeliste der FIA für den Mexico City E-Prix erschien, sollte ursprünglich bereits in Marokko erste Erfahrungen im Formel-E-Auto mit Dragon sammeln. Damals lud ihn das Team im Rahmen des obligatorischen Rookie-Tests an die Strecke in Marrakesch ein, um das Fahrzeug gemeinsam mit dem ehemaligen Sauber-Piloten weiterzuentwickeln.

Nasr absolvierte allerdings keine einzige Runde, da sich die Vertragsverhandlungen zwischen Dragon Racing und seinem Management zu lang hinzogen. Die Gespräche zwischen beiden Parteien wurden zwischen den Rennen in Marrakesch und Santiago jedoch offenbar weitergeführt, sodass Nasr nun einen Vertrag für die restliche Saison unterschrieben haben soll.

Rückkehr voraussichtlich zum Rom E-Prix

Einzig beim Rennen in Rom, wenn der 26-Jährige im Rahmen seines Sportwagen-Engagements voraussichtlich in der IMSA-WeatherTech-Serie in Long Beach antreten muss, dürfte Günther in die Formel E zurückkehren. Nasr würde demzufolge für alle weiteren Läufe das Fahrzeug des Deutschen übernehmen und voraussichtlich zudem im Rahmen des Testtages nach dem Mexico City E-Prix für das Team fahren.

Günther sammelte in seinen ersten drei Formel-E-Rennen noch keine Zähler für sein Dragon-Team, überzeugte die meisten Beobachter der Serie jedoch mit durchaus überzeugenden Leistungen auf der Strecke. Zuletzt qualifizierte er sich in Santiago vor seinem Teamkollegen Jose Maria Lopez auf Startposition 7, musste das Rennen aufgrund eines technischen Defekts jedoch vorzeitig aufgeben. Zuvor arbeitete er sich in Marrakesch von Startplatz 21 auf Rang 12 vor. Erst im Dezember hatte Günther beim Saisonauftakt in Diriyya sein Formel-E-Debüt gegeben.

Nasr: "Tür für mich in Zukunft geöffnet"

Nasr hingegen blickt zuversichtlich auf den Mexico City E-Prix: "Ich bin sicher, dass ich mein Wissen und meine Erfahrung aus meiner Karriere einbringen kann, um dem Team das bestmögliche Feedback zu geben", erklärt Nasr indes bei den Kollegen von 'e-racing365'. Der Brasilianer wechselte nach seinem Formel-1-Aus in die renommierte IMSA-WeatherTech-Sportwagen-Meisterschaft, in der er im vergangenen Jahr den Titel erringen konnte.

"Diese Möglichkeit zu bekommen, zeigt meiner Meinung nach, dass die Tür für mich in dieser Serie in Zukunft geöffnet ist", so Nasr weiter. Der Brasilianer wird demnach voraussichtlich am 16. Februar an der Seite von Lopez in Mexiko-Stadt sein Debüt in der Formel E feiern.

Dragon-Teamchef Jay Penske sagt zu seiner Neuverpflichtung: "Felipe hat bereits sein unglaubliches Talent unter Beweis gestellt, indem er in seinen zwei Formel-1-Jahren 29 Punkte einfuhr und die IMSA Prototype Championship 2018 gewonnen hat. Er ist ein entscheidender Bestandteil, um Geox Dragon weiterzuentwickeln. Wir sind begeistert, einen Fahrer seines Kalibers in unserem Team zu begrüßen."

von Tobias Bluhm 

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Kommentar von EffEll |

Das ist ja schade. Hatte mich damals schon gewundert, warum sich die offizielle Bekanntgabe von Günther so lange hinaus zögerte.
Ärgerlich, dass er durch technischen Defekt nichts zeigen konnte.
Hoffentlich findet er für dieses Jahr noch ein Cockpit in einer Rennserie.
Echt schade für ihn.

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