Audi-Formula-E-Car-pushed-back-into-Garage

Mehr als 70.000 Kilometer: Audi startet Welttournee zur 5. Formel-E-Saison

Der Countdown läuft: In 16 Tagen startet die Formel E in ihre neue Saison. Audi Sport ABT Schaeffler geht mit seinen Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi als Titelverteidiger ins Rennen. Nun haben die beiden rein elektrischen Audi e-tron FE05 ihre Welttournee angetreten, die sie über fünf Kontinente, durch elf Länder und über insgesamt mehr als 70.000 Kilometer führen wird.

Die Container sind geschlossen, die Frachtpapiere komplett: Insgesamt gut acht Tonnen Material sind jetzt auf dem Weg zur fünften Formel-E-Saison. Erster Stopp ist Diriyya vor den Toren von Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad. Dort nehmen die Audi-Mechaniker ihre beiden e-tron FE05 zum Auftakt der Saison wieder in Empfang. Am 15. Dezember um 15 Uhr Ortszeit schaltet die Startampel zum ersten Mal wieder auf Grün. Es ist das erste Etappenziel einer langen Reise, die schon 2017 mit dem Entwicklungsstart des rein elektrischen Rennautos begann.

In den Containern und Boxen des Teams befinden sich nicht nur die Autos. Auch zwei komplette Sätze Bodywork sowie fünf Fahrzeugnasen inklusive Frontflügel als Reserve gehen mit auf die Reise. Zudem transportiert DHL - Logistikpartner der Formel E und des deutschen Audi-Teams - die vollständige Ausstattung der Boxen, das gesamte Werkzeug der Mechaniker sowie zahlreiche weitere Verbrauchsmittel und Ersatzteile. Außerdem an Bord: eine italienische Espressomaschine, eine Stereoanlage und zwölf Schirme für Sonne oder Regen.

"Es ist ein bisschen wie beim Roulette: Nichts geht mehr", scherzt Teamchef Allan McNish. "Unser neu entwickelter Antriebsstrang ist versiegelt, die Testfahrten sind beendet, die Rennautos verladen - wenn wir die Kisten wieder öffnen dürfen, startet endlich die neue Saison. Auf diesen Moment haben wir uns die vergangenen Monate intensiv vorbereitet, und entsprechend groß ist die Aufregung und Vorfreude."

Nach dem ersten Rennen führt die Tournee die Teams nach Marrakesch, Santiago de Chile, Mexiko-Stadt, Hongkong und in den chinesischen Urlaubsort Sanya. Erst vor der Rückkehr der Formel E nach Europa im April kommen die Rennautos zurück nach Neuburg zu Audi Sport. Bis dahin werden sie direkt von Rennstrecke zu Rennstrecke transportiert - eine logistische Herausforderung, die DHL mit einer optimierten Kombination aus Flug-, Schiffs- und Landtransport meistert.

Durch die Auswahl der effizientesten Transportmittel und Routen sowie den gemeinsamen Transport von Fahrzeugen und Materialien werden die Emissionen so gering wie möglich gehalten. Grundsätzlich verfolgt die Formel E das Ziel, ihre Emissionen stufenweise zu reduzieren und langfristig zu kompensieren.

In der zweiten Saisonhälfte geht es für Mannschaft und Technik quer durch Europa mit Rennen in Rom, Paris, Monaco, Berlin und Bern. Krönender Abschluss der mehr als 70.000 Kilometer langen Welttournee ist Mitte Juli 2019 das Saisonfinale in New York.

von Timo Pape 

Zurück

Einen Kommentar schreiben

NEUESTE NACHRICHTEN

Stadium-Mexico-City

Power-Ranking: Unsere Fahrer-Bewertung nach dem Mexico City E-Prix

Wie bereits in den letzten Jahren bot das Autodromo Hermanos Rodriguez der Formel E auch 2019 den Schauplatz für eine spektakuläre Schlussphase des Mexico City E-Prix. Nach rundenlangen Verteidigungsmanövern gegen ...
von Tobias Bluhm
Stoffel-Vandoorne-Drivethrough-Penalty-Mexico

Mexiko: Doppel-Shutdown & kuriose Doppel-FANBOOST-Strafe für Vandoorne

Beim turbulenten vierten Saisonlauf der Formel E in Mexiko-Stadt kam das deutsche Team HWA Racelab erstmals mit beiden Fahrzeugen über die volle Renndistanz. Mit Platz 16 für Gary Paffett und ...
von Timo Pape
Jean-Eric-Vergne-Watching-in-Cockpit

Vergne wettert nach Mexiko-Rennen: "Habe nichts falsch gemacht, und niemand wurde bestraft!"

Beim dramatischen Formel-E-Rennen von Mexiko-Stadt am vergangenen Samstag lief es für das Team DS Techeetah durchwachsen. André Lotterer erreichte das Ziel immerhin als Fünfter und nahm wichtige Punkte für die ...
von Timo Pape
Edoardo-Mortara-Venturi-Mexiko-Podium-Selfie

Edoardo Mortara nach Platz 3 in Mexiko: "Den Weihnachtsmann gibt es wirklich!"

Das monegassische Venturi-Team erlebte am vergangenen Samstag einen sehr erfolgreichen Renntag beim Mexico City E-Prix. Die gute Performance des Venturi FE-05 zeigte sich bereits im 1. Freien Training, als Edoardo ...
von Tobias Wirtz