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Mit Altstadt-Blick: Bern will Formel-E-Streckenführung am Montag präsentieren

Die Formel-E-Premiere für die Schweizer Bundesstadt Bern rückt immer näher. Nachdem der Stadtrat erst in der vergangenen Woche die Pläne für den Lauf der E-Serie absegnete, könnten sich Fans bereits am Montag auf die Präsentation der Streckenführung freuen. Wie die 'Berner Zeitung' und 'Der Bund' übereinstimmend berichten, ist nach hartem Ringen ein Layout im Schlosshalde-Viertel gefunden worden, das eine Berg- und Talfahrt mit Blick auf die Berner Altstadt verspricht.

Der Kurs, der zum Wochenstart gemeinsam mit dem Veranstalter des Schweizer E-Prix vom Stadtrat vorgestellt werden soll, soll auf insgesamt 2,7 Kilometern um den Berner Rosengarten führen. Statt einem Kurs in der Nähe des BEA-Geländes, der anfänglich diskutiert wurde, den Verkehrsfluss in Bern jedoch zu sehr beeinträchtigen würde, soll die Formel E nun am Obstberg starten.

Die Strecke könnte demnach den Aargauerstalden hinunterführen und den Bärengraben passieren, ehe es über den Muristalden und über die Schlosshalden- und Laubeggstrasse wieder in Richtung Rosengarten gehen soll. Insgesamt 51 Höhenmeter lägen damit zwischen dem höchsten und niedrigsten Punkt der Strecke - so viel wie bei keinem Rennen zuvor. Der enge Straßenkurs soll offenbar gegen den Uhrzeigersinn gefahren werden.

Im westlichen Teil des Kurses hätten die Fahrer dabei nicht nur einen Ausblick auf die Aare, sondern auch auf die Nydeggkirche, den Rathausplatz, das Bundeshaus und das historische Stadtzentrum Berns. Ohne Frage würde der Kurs am Fuße der Alpen für spektakuläre TV-Bilder sorgen.

Kritik aus dem Gemeinderat

Wie in der Formel E beinahe an der Tagesordnung wurden nach dem Entschluss der Stadt Bern in den Gemeinderäten bereits erste kritische Stimmen laut. Am Freitag tat sich das Grüne Bündnis (GB) mit dem Verkehrsclub der Region Bern zusammen. "Autorennen sind auch mit Elektroantrieb nicht zeitgemäß", heißt es in einer Petition der Partei, die kurz nach der Verkündung der Übernahme des Schweizer E-Prix von Zürich ins Leben gerufen wurde. "Die Stadt ist Lebensraum und keine Rennstrecke."

Besonders vor dem Hintergrund der Vision einer 2.000-Watt-Gesellschaft ("Pro Monat und pro Person 2.000 Watt Primärenergieverbrauch") ist der rot-grünen Regierung wohl besonders ein Dorn im Auge, dass eine Großveranstaltung mit hohem Energieverbrauch wie der E-Prix ausgerechnet auf den Berner Umwelttag fällt. Nichtsdestotrotz gilt das angesetzte Datum für das Bern-Rennen (22. Juni 2019) unverändert als gesetzt.

Foto: Chensiyuan via Wikimedia (CC 2.0 Generic)

von Tobias Bluhm 

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